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5. August 2022
Generationenrente ab Geburt als Alternative zur Rente mit 70?

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Generationenrente ab Geburt als Alternative zur Rente mit 70?

Schlechtere Bedingungen bei späterem Start und konservativer Anlagestrategie

Würde mit dem Ansparvorgang allerdings erst mit der Volljährigkeit anstatt mit der Geburt begonnen und die 5.000 Euro würden konservativ hauptsächlich in Zinstitel angelegt, so würden die Ergebnisse dem White Paper zufolge um 80% schlechter ausfallen.

Zusätzliche Simulationsrechnungen mit 500.000 möglichen Szenarien über die nächsten 70 Jahre zeigen den beiden Wissenschaftlern zufolge die Robustheit der Resultate, auch wenn sowohl die zukünftige Entwicklung an den Aktien-, Zins- und Immobilienmärkten als auch die Entwicklung der Lebenserwartung unsicher sind.

Unabhängige, öffentlich-rechtliche Stelle soll Gelder verwalten

Der Generationenrente-Vorschlag des White Paper sieht vor Renteneintritt vor, dass die Gelder von einer unabhängigen öffentlich-rechtlichen Stelle verwaltet und nicht beliehen, vererbt oder übertragen werden können. Die Erträge in Form von Zinsen, Dividenden und Wertsteigerungen bei der Kapitalanlage sollen zunächst steuerfrei sein. Erst im Rentenalter soll dann je nach persönlicher Vermögens- und Einkommenssituation ein individueller Steuersatz auf die Rentenzahlungen anfallen.

„Aufgrund unseres progressiven Steuersystems ist die Steuerbelastung dabei umso größer, je höher weitere Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung, der betrieblichen oder einer privaten Altersversorgung bezogen werden. Bei einer Einmalzahlung von 5.000 Euro für alle Neugeborenen, spart sich der Staat nicht nur die späteren Ausgaben für die Grundsicherung im Alter, sondern kann auch mit erheblichen Einnahmen aus der nachgelagerten Besteuerung der Zusatzrenten rechnen. Mit den 10 Mrd. Euro, die im Koalitionsvertrag der aktuellen Bundesregierung stehen, kann der Staat den Kapitalstock für alle Neugeborenen der nächsten zwei bis drei Jahre bilden“, kommentiert Raimond Maurer. (ad)

Zum SAFE White Paper geht es hier.

Bild: © tatoman– stock.adobe.com

 

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