Generation Z (1995–2010)
Digital, direkt und sinnorientiert: Sie wächst mit HomeOffice, hybriden Meetings und ständiger Erreichbarkeit auf. Sie will sich wohlfühlen und wirken zugleich, dabei erlebt sie häufig Generationenkonflikte. Der Wunsch nach dem Sinn kollidiert mit Leistungsdruck und variablem Einkommen. Die Angst vor Misserfolg endet schnell in mentaler Erschöpfung, einem Burn-on, das heißt einem Verschleppen der Erschöpfung – Körper und Geist sind wie betäubt und laufen dennoch im Dauerbetrieb. Die 18- bis 29-Jährigen sind überdurchschnittlich belastet. Dies geschieht laut Studien vor allem dadurch, dass die Generation Z höhere Maßstäbe an die Arbeitsbedingungen stellen. Sie leidet im Vergleich zu früheren Generationen häufiger unter Stress, Ängsten und Einsamkeit. Für ältere Arbeitskräfte hingegen äußert sich die Angst vor Misserfolg anders: etwa in der Sorge, dass der Bestand schrumpft oder Nachfolge fehlt.
Generation Alpha (ab 2010)
Sie betrachtet Sinn, Flexibilität und psychische Gesundheit als Grundvoraussetzung. Wer Talente gewinnen will, muss somit eine Arbeitswelt schaffen, in der Identität, Fühlen und Funktionieren in Balance sind, denn laut diversen Studien ist die Generation Alpha die psychisch am stärksten belastete Generation wegen früher Nutzung digitaler Medien sowie Eltern und Systemen, die Veränderungen hinterherhinken. Sie präsentieren sich frühzeitig und werden bewertet. Oft tritt das Gefühl auf, nicht gut genug zu sein.
Aufgrund der Generationsunterschiede ist es wichtig, die eigene Identität zu stärken, um den Druck zu relativieren und die Funktionalität mit dem Gefühl zu verbinden.
Home-Office: Freiheit mit Nebenwirkungen
Hybrides Arbeiten bedeutet Flexibilität, Freizeit und bessere Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben, jedoch verschwimmen Grenzen, die Isolation steigt, Erreichbarkeit wächst und die Selbststeuerung wird zentral – der Funktioniermodus steht im Fokus. Die Identität als Vermittler wird unsichtbarer, denn Begegnungen fehlen. Wer sich selbst nicht als Teil eines lebendigen Vertriebs erlebt, läuft Gefahr, in emotionale Erschöpfung zu geraten.
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Daniela König - Anmelden, um Kommentare verfassen zu können