Sie haben in kurzer Zeit sechs Unternehmen gegründet – was waren die ersten Meilensteine?
BH Zu den wichtigsten Meilensteinen zählt die Eröffnung von mehreren Standorten – einer Zentrale in Nürnberg und zusätzlichen Niederlassungen in Minden, Monheim bei Wemding und Wuppertal. In Kürze kommen auch noch Köln, Bremen, München sowie ein Standort in den neuen Bundesländern hinzu.
Neben dem Versicherungsmakler ist unter diesen Unternehmen die Zeichnungsstelle, welche als unser Assekuradeur fungieren wird. Zusätzlich haben wir die Deutsche Gesellschaft für betriebliche Altersvorsorge gegründet, die wir zu einem führenden Anbieter im Bereich der betrieblichen Versorgungskonzepte in Kombination mit sogenannten GehaltsExtras aufbauen werden, wo Teile des Barlohns in Sachlohn umgewandelt werden und damit die Erlebbarkeit der Konzepte massiv steigt.
Mit dem Helmsauer Verbund gibt es nun zwei Maklerhäuser mit Ihrem Familiennamen. Könnte das zu rechtlichen Schwierigkeiten führen?*
SH Wir haben uns im Vorfeld natürlich anwaltlich beraten lassen. Zur besseren Klarheit fügen wir in Kürze unseren Firmierungen noch einen Zusatz an. Die Verwendung unseres Familiennamens kann man uns – weil wir nun mal die Helmsauers sind – natürlich nicht untersagen. Es handelt sich bei der Helmsauer Gruppe im Übrigen um einen Marketingbegriff und es gibt kein Unternehmen mit dem Namen „Helmsauer Gruppe“. Außerdem sind in der Helmsauer Gruppe zahlreiche Unternehmen, die schon immer zu 100% der Familie Helmsauer gehört haben und gehören werden.
Was planen Sie als Nächstes mit Ihren Unternehmungen?
BH Unsere Strategie ist klar: Zunächst bauen wir wieder ein klassisches Familienunternehmen auf der Basis von Authentizität, Loyalität und Nachhaltigkeit auf. Dabei wollen wir uns wieder vermehrt auf bestimmte Zielgruppen konzentrieren, vor allem auf das Gesundheitswesen, die Bauwirtschaft und das klassische Industriegeschäft – Bereiche, die mit dem Namen Helmsauer eng in Verbindung stehen.
Wir bauen ein Unternehmen auf, das sich auf diese Zielgruppen fokussiert und dabei nicht nur durch Zukäufe wächst. Wo es strategisch und regional sinnvoll sowie kaufmännisch solide ist, können wir uns das im Einzelfall vorstellen. Unser Herz schlägt aber für die Versicherungsmaklerei und nicht für Konsolidierung nur der Größe wegen.
Sie bleiben also in der Familie und schließen die Möglichkeit aus, externe Investoren aufzunehmen?
SH Ja, das ist richtig. Wir haben aus unseren Erfahrungen wahrlich gelernt. Unsere Unternehmen bleiben immer in Hand der Familie Helmsauer – ein Investor ist für uns sicher keine Option. Unser Ziel ist es, ein nachhaltiges und zukunftsfähiges Unternehmen zu schaffen, das den Fokus auf Qualität und langfristige Beziehungen legt.
Da der Name Helmsauer in der Branche bekannt ist: Haben Sie auch schon Reaktionen von Versicherern wahrgenommen?
BH Ja, tatsächlich haben wir eine unglaubliche Loyalität und Unterstützung von den Versicherern erhalten. Wir merken, dass die Zusammenarbeit mit unserer Familie über viele Jahrzehnte hinweg nicht nur geschäftlicher Natur war, sondern dass auch stabile, langfristige und wertschätzende Beziehungen daraus erwachsen sind. Diese Beziehungen haben uns in der aktuellen Phase sehr geholfen und dafür möchten wir uns bei den Vorständen und den Maklervertrieben der Versicherer ganz herzlich bedanken. Ohne sie wäre das alles nicht möglich gewesen – noch dazu in so kurzer Zeit.
*Anm. d. Red.: Wie auf LinkedIn nun bekannt gemacht wurde, wird der Helmsauer Verbund zukünftig den Namen Helmsauer Brüder Verbund tragen. Das Interview wurde vor dieser Verkündung geführt.
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