Vor knapp einem Jahr wurden die Fusionspläne von Helvetia und Baloise bekannt. Im Zuge des Zusammenschlusses werden Arbeitsplätze verloren gehen. Insgesamt sollen in den nächsten Jahren zwischen 2.000 und 2.600 Stellen wegfallen, etwa 300 davon in Deutschland.
Im Interview mit AssCompact erklärt Dr. Jürg Schiltknecht, CEO Helvetia Deutschland, dass es sich hier vor insbesondere um „Stellen in den Querschnittsfunktionen“ handelt. Der Abbau soll sozialverträglich über Frühpensionierungen und natürliche Fluktuation erreicht werden. „Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir den Abbau durch ein gesteuertes Freiwilligenprogramm erreichen können und voraussichtlich keine Kündigungen aussprechen müssen“, so Schiltknecht weiter.
„Ausreichende Anzahl“ an Freiwilligen soll gefunden werden sein
Tatsächlich soll das Ziel nun auch bereits erreicht worden sein. Laut einem Medienbericht soll ein Sprecher des Unternehmens erklärt haben, dass eine „ausreichende Anzahl“ an Personen gefunden wurde, sodass es in Deutschland aller Vorrausicht nicht keine betriebsbedingten Kündigungen geben soll.
Auch in der Schweiz sollen bereits mehrere hundert Mitarbeiter gefunden, die im Zuge der Neustrukturierung das Unternehmen verlassen werden.
Stellenabbau auch bei anderen Versicherern
Auch bei anderen Versicherern gibt es Pläne für Arbeitsplatzabbau. So will die ERGO in den nächsten fünf Jahren jährlich etwa 200 Arbeitsplätze einsparen und setzt ebenfalls auf Freiwilligkeit – betriebsbedingte Kündigungen und Standortschließungen hat der Versicherer bis zum Jahr 2030 ausgeschlossen.
Im November hatte Allianz Partners, eine Tochter des Münchener Versicherungskonzerns Allianz, bekannt gegeben, dass das Unternehmen in den nächsten zwölf bis 18 Monaten zwischen 1.500 und 1.800 Stellen abbauen wird, über 100 davon in Deutschland. Grund dafür soll der Einsatz neuer Technologien wie KI sein (js).
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