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28. Juli 2026
Hotelimmobilienmarkt wird selektiver

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Hotelimmobilienmarkt wird selektiver

Hotelimmobilienmarkt wird selektiver

Banken prüfen bei Finanzierung differenzierter

Die Finanzierung von Hotelimmobilien bleibt nach Ansicht der Diskussionsteilnehmer grundsätzlich möglich. Banken und alternative Finanzierer würden Projekte aber inzwischen differenzierter prüfen als noch vor einigen Jahren. Neben Standort und Betreiberqualität nehmen Finanzierungsstruktur sowie die Plausibilität der Businesspläne weiter an Relevanz zu.

Laut Peter Anthuber ergänzen sich klassische Bankfinanzierungen und Private-Debt-Lösungen zunehmend . Während Banken insbesondere bei etablierten Bestandsobjekten mit langfristigen Betreiberverträgen aktiv seien, kämen alternative Finanzierungsformen vor allem bei komplexeren Projektentwicklungen, Revitalisierungen oder höheren Finanzierungsquoten zum Einsatz.

Kostendruck nimmt zu

Bei der Auswertung des von mrp hotels betreuten Asset-Management-Portfolios mit rund 20 Hotels in der DACH-Region ergibt sich für das erste Halbjahr 2026 ein gemischtes Bild. So blieb die Nachfrage weiter stabil und die Auslastung ist leicht gestiegen, die Entwicklung der Durchschnittsraten war aber verhalten. Steigende Personal-, Energie- und Wareneinsatzkosten hätten dadurch nicht vollständig kompensiert werden können, so die Experten. Dies hätte die Profitabilität belastet. Anhaltend kürzere Buchungsfenster erschwerten zudem die Preissteuerung und verringerten die Planungssicherheit. Digitale Anwendungen und KI würden deshalb für viele Betreiber an Bedeutung gewinnen. Ihr wirtschaftlicher Nutzen entstehe jedoch nicht allein durch neue Technologien, sondern durch deren konsequente Integration in Prozesse und Betriebsabläufe.

Ausblick

Die Diskussionsteilnehmer gehen davon aus, dass Betreiberqualität, belastbare Cashflows und professionelles Asset-Management die Entwicklung des Hotelimmobilienmarktes in den kommenden Monaten weiter prägen werden. Zugleich dürften Revitalisierung, Bestandstransformation und alternative Finanzierungsformen an Relevanz zulegen. Für Eigentümer, Investoren und Projektentwickler rücke somit die wirtschaftliche Qualität eines Projekts stärker in den Mittelpunkt als kurzfristige Wachstumsannahmen.

„Die Herausforderungen werden nicht kleiner. Umso wichtiger ist es, Hotels entlang ihres gesamten Lebenszyklus aktiv zu begleiten – von der Betreiberwahl über die Finanzierung bis hin zum laufenden Asset-Management. Dort entscheidet sich künftig noch stärker, wie erfolgreich sich eine Hotelimmobilie entwickelt“, sagt Martin Schaffer abschließend. (tik)

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