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17. Februar 2026
Immobilienbesitzer unterschätzen Extremwetter-Risiko
Immobilienbesitzer unterschätzen Extremwetter-Risiko

Immobilienbesitzer unterschätzen Extremwetter-Risiko

Trotz zunehmender Naturgefahren mangelt es bei vielen Immobilien an Präventionsmaßnahmen. Denn viele Eigentümer halten Schäden durch Hochwasser oder Starkregen für unwahrscheinlich, wie ein Bericht von AXA zeigt. Entsprechend gering ist die Bereitschaft, in Absicherung zu investieren.

Infolge des Klimawandels werden Naturgefahren wie Starkregen, Hochwasser und Überschwemmungen häufiger und gewinnen an Intensität. Doch nach wie vor verfügen viele Häuser und Wohnungen nicht über eine entsprechende Absicherung gegen Extremwetterereignisse, wie aus dem AXA Präventionsreport hervorgeht.

Jeder Fünfte fühlt sich unzureichend vorbereitet

20% der Menschen hierzulande sehen sich nicht gut auf Naturgefahren vorbereitet. Vier von zehn Befragten wiederum meinen, eher gut bis sehr gut gewappnet zu sein. Als auffällig bezeichnen es die Studienautoren, dass Männer ihre eigene Vorbereitung deutlich besser einschätzen als Frauen (46 vs. 35%). Auch zwischen den Generationen gibt es Unterschiede. So halten sich 47% der Generation der Babyboomer, also der 61- bis 79-Jährigen, für gut gegen Starkregen und Hochwasser gerüstet. In der Generation X im Alter zwischen 45 und 60 Jahren sind es dagegen nur 36%.

Auch Eigentümer unterschätzen Gefahr

Trotz zunehmender Extremwetterereignisse ist sich ein großer Teil der Bevölkerung des persönlichen Risikos nicht richtig bewusst. 50% erachten Schäden durch Hochwasser oder Starkregen in den kommenden zehn Jahren als eher bis sehr unwahrscheinlich. In den Reihen der Immobilieneigentümer sind es 47%. Wie der Bericht von AXA weiter zeigt, ist die Bereitschaft, in Prävention zu investieren, entsprechend gering: Mehr als die Hälfte der Eigentümer (54%) hält das Risiko von Schäden durch Naturgefahren für zu gering, um dafür gezielt in Umbaumaßnahmen zu investieren.

„Wir dürfen uns von einem vergleichsweise ruhigen Jahr 2025 nicht täuschen lassen. Extremwetterereignisse bleiben ein reales Risiko – und sie kommen meist plötzlich und überraschend für die Menschen. Prävention entscheidet darüber, ob Starkregen und Hochwasser zu einem beherrschbaren Ereignis werden oder existenzielle Folgen haben“, erklärt Dr. Marc Daniel Zimmermann, Vorstand Sachversicherung bei AXA Deutschland.

An welchen Schutzmaßnahmen es mangelt

Nur ein verschwindend geringer Anteil von 4% der Eigentümer hat in ein Hochwasserschutzsystem wie eine Schutzmauer oder mobile Schutzwände investiert. Lediglich rund jeder dritte Eigentümer (32%) hat seine Immobilien mit verschließbaren Kellerfenstern ausgestattet als Schutz vor Wassereintritt zu schützen. Im Idealfall verfügen Häuser aber über verschlossene Kellerfenster, die auch hochwasserdicht sind. Noch seltener sind laut AXA Rückstauklappen: Lediglich 18% der Haus- und Wohnungsbesitzer haben solche Klappen installiert, um zu verhindern, dass Abwasser bei Starkregen über die Kanalisation ins Gebäude zurückfließt.

Besonders auffällig ist dem Bericht zufolge dieser Umstand: Wer angibt, dass er sich gut oder sehr gut auf Naturgefahren, wie Starkregen oder Hochwasser, vorbereitet fühlt, hat gleichzeitig deutlich seltener als der Durchschnitt einfache Schutzmaßnahmen wie verschließbare Kellerfenster (23%) oder eine Rückstauklappe (14%) installiert.

„Prävention kein Luxus“

„Noch immer sehen wir zu viele Häuser, in die Wasser nahezu ungehindert in den Keller fließen kann. Dabei lässt sich mit verhältnismäßig einfachen Maßnahmen viel Schaden vermeiden – etwa durch Rückstauklappen, hochwasserdichte Kellerfenster oder bauliche Anpassungen rund ums Haus. Prävention ist kein Luxus, sondern ein zentraler Schutz für Immobilienwerte und damit für die Menschen, die darin leben“, betont Dr. Marc Daniel Zimmermann.

Wissen um Hochwasserrisikozone vorhanden

Die Studie offenbart zugleich, dass viele Eigentümer über die eigene Gefährdung im Bilde sind. 63% der Eigentümer wissen eigenen Angaben zufolge, , ob sich ihre Immobilie in einer Hochwasserrisikozone befindet. Jeder Dritte weiß dies genau, weitere 30% zumindest ungefähr. (tik)

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