Im Rahmen eines aktuellen Marktberichts haben die Experten von Engel & Völkers die Entwicklung auf dem Immobilienmarkt in Portugal unter die Lupe genommen. Im Jahr 2025 war auf dem Markt eine verstärkte Erholung in einem erneut resilienten wirtschaftlichen Umfeld zu beobachten. Stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen haben das Vertrauen in den Markt gestärkt, was sich in einem deutlichen Aktivitätsplus sowie einem Aufwärtstrend der Immobilienpreise widerspiegele – insbesondere im Luxus- und Premiumsegment. „Der portugiesische Immobilienmarkt beweist auch in einem anspruchsvollen globalen Umfeld eine bemerkenswerte Anpassungsfähigkeit. Im Luxus- und Premiumsegment verzeichnen wir eine konstant hohe Nachfrage. Das unterstreicht Portugals Position als sicheren, stabilen und erstklassigen Investitionsstandort in Europa”, erläutert Juan-Galo Macià, Präsident von Engel & Völkers Iberien & Südamerika.
Knappes Angebot trifft auf hohe Nachfrage
Portugal ist sowohl bei einheimischen als auch internationalen Immobilienkäufern gefragt. Der Markt ist derzeit geprägt von einer durch Angebotsknappheit getriebenen Dynamik bei einer anhaltend hohen Nachfrage. Dies belegt auch der deutliche Aufwärtstrend der Preise: Im dritten Quartal 2025 verzeichnete der Markt ein Wachstum von 17,7% gegenüber dem Vorjahr – ein Wert, der zu den höchsten der vergangenen Jahre zählt.
Zugleich offenbaren die Daten erhebliche Unterschiede bei den durchschnittlichen Quadratmeterpreisen zwischen den einzelnen Regionen, was die Vielfalt des nationalen Marktes widerspiegelt. Regionen mit sehr hoher internationaler Attraktivität stehen Gegenden mit vergleichsweise moderaten Preisen gegenüber. Dieser Umstand zieht unterschiedliche Käufergruppen an und bietet breit gefächerte Investitionsmöglichkeiten – sowohl für Erst- als auch Zweitwohnsitze.
„Wir erleben einen zunehmend reiferen und diversifizierteren Markt mit informierteren und anspruchsvolleren Käufern. Neben der Lage spielen Faktoren wie Bauqualität, Nachhaltigkeit und das Wertsteigerungspotenzial eine entscheidende Rolle bei Investitionsentscheidungen“, sagt Macià.
Die Immobilienpreise an der Algarve
Im Süden Portugals, an der Algarve, weist das Villenviertel Quinta do Lago mit durchschnittlich rund 13.300 Euro pro Quadratmeter den höchsten Preis aller untersuchten Regionen auf. Das exklusive Resort ist aufgrund seiner Privatsphäre, Ruhe und Nähe zur Natur besonders bei internationalen High-Net-Worth-Individuals begehrt. Vale do Lobo liegt mit durchschnittlich rund 9.300 Euro pro Quadratmeter auf Rang 2, gefolgt von Vilamoura mit rund 7.900 Euro und Lagos mit rund 4.500 Euro pro Quadratmeter. In Faro, der Hauptstadt der Algarve, kommt der Quadratmeter auf durchschnittlich etwa 3.100 Euro. Tavira mit rund 3.000 Euro und Portimão mit rund 2.600 Euro pro Quadratmeter weisen ein vergleichsweise erschwingliches Preisniveau auf.
Lissabon und umliegende Zentralregion stehen hoch im Kurs
Zu den beliebtesten Immobilienmärkten Portugal gehören nach wie vor die Hauptstadt Lissabon und die umliegende Zentralregion. Hier ist laut Engel & Völkers eine stärkere Konsolidierung der Preise zu beobachten. In Lissabon beträgt der Quadratmeterpreis im Schnitt rund 3.200 Euro, in Sintra ebenfalls rund 3.200 Euro und in Oeiras sowie Setúbal rund 3.100 Euro. In den exklusiven Küstenorten Cascais und Estoril müssen Käufer pro Quadratmeter im Durchschnitt 5.600 Euro einkalkulieren. Dort investieren vor allem kaufkräftige internationale Käufer in luxuriöse Villen mit Meerblick.
Comporta in der Region Alentejo zählt mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 4.300 Euro zu den begehrtesten Standorten Portugals. Der Westen Portugals ist wegen seiner Surfstrände beliebt. Hier bewegen sich die Quadratmeterpreise im Durchschnitt bei rund 3.100 Euro.
Blick auf die Preisentwicklung im Norden
Im Norden Portugals, in Porto, haben sich die Preise bei rund 4.300 Euro weitgehend konstant gezeigt. In dem mit Porto über Brücken verbundenen Ort Vila Nova de Gaia liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei rund 2.600 Euro. In der Region Minho werden 2025 unter den analysierten Gebieten die vergleichsweise niedrigsten Preise erzielt im Bereich von rund 1.700 Euro pro Quadratmeter in Braga und Guimarães.
Aufwärtstrend dürfte sich 2026 fortsetzen
Der Ausblick auf den weiteren Jahresverlauf 2026 fällt laut Engel & Völkers optimistisch aus. Aufgrund des vorhergesagten Wirtschaftswachstums und einer potenziellen Entlastung bei den Finanzierungsbedingungen ist mit einem anhaltenden Aufwärtstrend auf dem portugiesischen Immobilienmarkt zu rechnen. „Wir erwarten, dass dies positive Auswirkungen auf den Markt haben und die Investitionen zusätzlich beleben wird, und wir gehen davon aus, dass die Nachfrage konstant hoch bleibt – insbesondere in und um Metropolregionen wie Lissabon sowie in den begehrten Küstenregionen wie der Algarve“, fasst Macià zusammen. „Mit seiner unvergleichlichen Kombination aus beeindruckenden Landschaften, hoher Lebensqualität und langfristigem Wertsteigerungspotenzial bietet Portugal weiterhin großes Potenzial für einheimische wie internationale Käufer und bleibt einer der attraktivsten Immobilienmärkte Europas.“ (tik)
Fotos im Text: Belle-Époque-Villa an der Côte d’Azur: © Engel & Völkers Market Center Côte d’Azur; Apartment in Lyon: © Engel & Völkers Market Center Lyon
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