Konkrete Forderungen der Immobilienweisen an die Politik
Mit einer „moderaten Erholung“ ist laut Gutachten erst ab 2027 zu rechnen. An die Politik richten die Experten unter anderem die folgenden konkreten Forderungen:
- Vereinfachung und Harmonisierung von Planungs- und Genehmigungsverfahren – zentral für schnelleres Bauen
- Senkung der Erwerbsnebenkosten, insbesondere der Grunderwerbsteuer – die hohen Sätze wirken als Markteintrittsbarriere
- Überprüfung der Mietregulierung – Kappungsgrenzen und Vergesellschaftungsideen verschärfen langfristig den Angebotsengpass
- Einführung eines rechtssicheren Gebäudetyp E – kostengünstiges und effizientes Bauen ermöglichen
- Steuerliche Anreize – für Neubau- und Sanierungsinvestitionen
- Baugenehmigungsrechtliche Erleichterungen bei Umnutzungen und Mischnutzungen von Bestandsimmobilien
- Revitalisierung, Nachverdichtung und Umnutzung von Bestands- und Konversionsflächen
Lichtblicke für die Immobilienwirtschaft
Die Immobilienweise sehen aber auch Lichtblicke: So hätten sich Inflation und Zinsen stabilisiert, was die Grundlage für Planungssicherheit schaffen. Auch die Renditen hätten sich stabilisiert. Als resilient erweist sich der Logistikmarkt mit einer robusten Entwicklung trotz Herausforderungen. Und auch der Hotelmarkt hat sich erholt und das Vorkrisenniveau erreicht. Schließlich sprechen die Experten mit Blick auf die Wohnimmobilienpreisen vom Ende der Korrekturphase. (tik)
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Leserkommentare
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Die reinen Baukosten beim…
Die reinen Baukosten beim Wohnungsbau machen typischerweise etwa 70 bis 80 % der Gesamtbaukosten aus.
Verschiedene Ausschreibungen haben gezeigt, dass die reine Baukostensenkung wesentlich komplexer als die Anwendung von standardisierten, seriellen oder modularen Bauweisen ist.
Bspw.:
„Europäischen Ausschreibung für modulares und serielles Bauen“, in 2018 (GdW)
oder
Rahmenvereinbarung „Serielles und modulares Bauen 2.0“, in 2023 (GdW)
oder
Runder Tisch „Serielles, modulares & systemisches Bauen“ an der Bundesstiftung Bauakademie
Das Ziel, kostengünstiger Wohnungsbau, wurde In den Ergebnissen der Exponate niemals erreicht.
Es ist auch keine Frage der Förderprogramme, sondern eine Frage nach der Ineffizienz der Bauwirtschaft. Was nützt das Geld, wenn man dafür nur überteuerte Leistungen bekommt.
Subventionen aus Steuergeldern
Subventionen sind die Belohnung für das Versagen
(Dr. Markus Krall)
Es kann keine zukunftsfähige Lösung sein, wenn beim Wohnungsneubau mit Subventionen, auch geförderter Wohnungsbau genannt, die sogenannte Sozialbindung nach 15 Jahren wegfällt und diese Wohnungen dann zu „Marktmieten“ angeboten werden können.
Vermutlich müssen dann sehr viele Mieter aus finanziellen Gründen ihre Wohnung, sowie ihre damit verbundenen und seit langem bestehenden sozialen Beziehungen, aufgeben.
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