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Investor BlackFin plant weitere Investitionen in Vertriebe und Pools
07. Juni 2019

Investor BlackFin plant weitere Investitionen in Vertriebe und Pools

Der Allfinanzvertrieb Bonnfinanz war die erste Akquisition der BlackFin Capital Partners im Bereich des deutschen Finanz- und Versicherungsvertriebs. Das Beteiligungsunternehmen will nun die Präsenz am deutschen Markt ausbauen und legt dabei den Fokus auf mittelständische, wachstumsstarke Finanzdienstleister und digitale Disruptoren. Mit dem Investor wird also auch immer dann zu rechnen sein, wenn Anteile an Pools oder Vertrieben zu vergeben sind.


Der Allfinanzvertrieb Bonnfinanz war die erste Akquisition der BlackFin Capital Partners im Bereich des deutschen Finanz- und Versicherungsvertriebs. Das Beteiligungsunternehmen will nun die Präsenz am deutschen Markt ausbauen und legt dabei den Fokus auf mittelständische, wachstumsstarke Finanzdienstleister und digitale Disruptoren. Mit dem Investor wird also auch immer dann zu rechnen sein, wenn Anteile an Pools oder Vertrieben zu vergeben sind.


Investor BlackFin plant weitere Investitionen in Vertriebe und Pools

Der Kostendruck auf Vertriebe, Maklerpools und Serviceanbieter im Finanz- und Versicherungsvertrieb wird größer. Insbesondere der Ausbau der digitalen Infrastruktur für die angebundenen Vertriebspartner kostet viel Geld. Das erfordert stetiges Wachstum oder aber Investitionen von außen. In den vergangenen Jahren kamen diese Investitionen häufig aus dem Markt heraus. So etwa bei der JDC Group, die mit Canada Life seit März einen neuen Ankeraktionär hat. Oder auch bei der BCA, an der mittlerweile neun Versicherer beteiligt sind. Beteiligungen an oder Akquisitionen von Vertriebsgesellschaften vonseiten der Produktgeber sind weniger neu und fanden in der Vergangenheit bekanntermaßen schon des Öfteren statt. Beteiligungen von Private-Equity-Fonds haben auf dieser Ebene dagegen eher noch Seltenheitswert.

BlackFin will Präsenz am deutschen Markt ausbauen

Unter den Aktionären der BCA befindet sich mit der Haron Holding eine Beteiligungsfirma aus der Schweiz. Für mehr Aufmerksamkeit sorgt aktuell aber der Eigentümerwechsel beim Allfinanzvertrieb Bonnfinanz. Das Beteiligungsunternehmen BlackFin Capital Partners hat diesen jüngst von der Zurich Gruppe Deutschland übernommen. Mit dem neuen Eigentümer strebt die Bonnfinanz nun neues Wachstum an. Für BlackFin soll das nicht der letzte Deal in Deutschland gewesen sein: Der Investor will seine Präsenz am deutschen Markt deutlich ausbauen.

BlackFin sieht sich als führendes Beteiligungsunternehmen und Wachstumspartner für Finanzdienstleister in Kontinentaleuropa. Das verwaltende Vermögen beträgt rund 800 Mio. Euro. Geleitet wird das Unternehmen von vier Gründungspartnern. Für die Expansion in Deutschland wurde Mitte des vergangenen Jahres der ehemalige Commerzbank-Manager Kai Wilhelm Franzmeyer als Managing Director engagiert. Als Investitionsziele hat er nicht Versicherer oder Banken im Blick, sondern mittelständische Vertriebe, FinTechs, Zahlungs- oder Serviceanbieter. BlackFin nennt dies „Asset-Light“-Geschäfte.

Erstes Investment in Deutschland war finanzen.de

Ein Beispiel hierfür ist die Investition in finanzen.de, einen Marktplatz für Versicherungs- und Finanzleads, im Jahr 2013. Während des Beteiligungszeitraums habe finanzen.de seinen Umsatz vervierfacht, so Franzmeyer in dieser Woche anlässlich einer Pressekonferenz zur Bonnfinanz-Akquisition. 2018 wurde das Unternehmen dann wieder verkauft. Im Mai dieses Jahres wurde nun bekannt, dass Allianz X, die Investmenttochter des Allianz Konzerns, finanzen.de übernimmt.

In Frankreich wiederum habe man mit Primonial, der führenden Vertriebsplattform für unabhängige Vermittler, und Nortia, einem Assekuradeur, Wachstumsstorys geschrieben. Immer geht es dem Investor dabei um Umsatzsteigerungen, das Gewinnen neuer Vertriebspartner und den Ausbau der digitalen Infrastruktur der Unternehmen.

Hohes Potenzial im deutschen Vermittlergeschäft

Trotz aller Herausforderungen im Finanz- und Versicherungsvertrieb glaubt Franzmeyer an das Potenzial im deutschen Beratungsgeschäft. Das finanzielle Vermögen der deutschen Privatkunden steige stetig an, der Beratungsbedarf erhöhe sich folglich ebenso. Die persönliche Beratung bleibe dabei insbesondere für komplexe Produkte dominant, so die Einschätzung des Managers. Zunutze will sich der Investor aber auch das hohe Konsolidierungspotenzial im fragmentierten deutschen Vermittlermarkt machen. Der Investor will demnach die Gunst der Stunde nutzen und diese Investitionspotenziale für sich heben. (bh)

Bild: © andranik123 – stock.adobe.com

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