Im ersten Quartal 2026 lagen die Neuvertragsmieten in den Metropolen Deutschlands bundesweit 3,5% über dem Vorjahreswert. In Düsseldorf betrug das Plus sogar 5,9%, in Köln 5,7% und in Hamburg 5,1%. Dies zeigt der Wohnindex des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Eine Entspannung ist den Experten zufolge nicht in Sicht, auch wenn die Dynamik etwas an Fahrt verloren hat. Verhaltener ist dagegen die Entwicklung bei den Kaufpreisen: Laut IW-Wohnindex waren Eigentumswohnungen 2,5% teurer als ein Jahr zuvor, Ein- und Zweifamilienhäuser kosteten lediglich 0,7% mehr. Im Vergleich zum vergangenen Quartal stagnierten beide Segmente bei je 0,1%.
Regional bleiben die Mieten fast überall hoch, mit Ausnahme von Berlin. Hier verringerten sich die Mieten um 0,8%. Dieser Rückgang ist aber nicht auf eine Entspannung am Mietmarkt zurückzuführen, sondern auf eine statistische Gegenbewegung: Nachdem der Berliner Mietendeckel ausgelaufen war, haben sich die Mieten überdurchschnittlich erhöht. Viele Vermieter haben aufgestaute Anpassungen nachgeholt und Verzerrungen ausgeglichen. Der aktuelle Rückgang relativiere diesen Sondereffekt lediglich, wie es vonseiten des IW Instituts heißt, ohne die strukturell angespannte Lage zu verändern.
Mieten im Umland legen am stärksten zu
Besonders im Umland der Top-7-Städte sind deutliche Mietanstiege zu beobachten. Dort haben die Mieten um 4,2% zugelegt. Im Umkreis der übrigen Großstädte betrug der Anstieg 3,9%. Auch die Großstädte selbst verzeichnen ein Plus von 3,8%. Wenn die Mieten in der Großstadt nicht mehr erschwinglich sind, zieht es Wohnungssuchende ins Umland, was dort die Preise steigen lässt.
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