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18. Mai 2026
Kampf gegen Versicherungsbetrug: Neue KI-gestützte Ansätze

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Kampf gegen Versicherungsbetrug: Neue KI-gestützte Ansätze

Kampf gegen Versicherungsbetrug: Neue KI-gestützte Ansätze

Wie steht es um das wichtige Thema Datenschutz?

Datenschutz ist zentral, weil in Schadenfällen personenbezogene und teilweise sensible Daten verarbeitet werden. Deshalb ist a68 so aufgebaut, dass sich die Lösung in Datenschutz-, IT- und Compliance-Strukturen von Versicherern integrieren lässt. Die Verarbeitung erfolgt DSGVO-konform, zweckgebunden und auf das notwendige Maß begrenzt. Schadenunterlagen werden nur im Kontext der Betrugsprüfung analysiert. Die Systeme werden in Europa gehostet. Außerdem ist die Lösung auf DORA, IT-Sicherheit, und EU AI Act ausgelegt.

In welcher Phase der Entwicklung befindet sich Ihre Lösung aktuell?

Unsere Lösung ist bereits bei ersten Versicherungen live in deren Kernsysteme integriert. Wir haben gemeinsam mit der Technischen Universität München lange an den forensischen Modellen geforscht und die Lösung mit ausgewählten Entwicklungspartnern im realen Schadenalltag getestet und weiterentwickelt. Neben einigen Piloten gibt es inzwischen wie gesagt erste Integrationen in Kernsysteme.

Sehen Sie in der KI-gestützten Betrugserkennung künftig eher einen Differenzierungsfaktor im Wettbewerb zwischen Versicherern oder vielmehr grundlegendes Rüstzeug für alle Marktteilnehmer?

Kurzfristig ist KI-gestützte Betrugserkennung ein Differenzierungsfaktor. Versicherer, die früh in automatisierte Prüfprozesse investieren, können Schäden schneller bearbeiten, Betrug besser erkennen und ihre Sachbearbeitung entlasten. Das wirkt sich auf Effizienz, Schadenkosten, Bearbeitungszeit, Kundenzufriedenheit und Kennzahlen wie Schadenquote oder Combined Ratio aus.

Langfristig wird es grundlegendes Rüstzeug für alle Marktteilnehmer. Wenn Betrugsversuche durch KI einfacher, professioneller und skalierbarer werden, können Versicherer nicht dauerhaft mit manuellen oder klassischen regelbasierten Prüfprozessen reagieren.

Über a68

Das Darmstädter Start-up a68 entwickelt zusammen mit der Technischen Universität München ein agentisches, KI-basiertes System zur automatisierten Erkennung von Versicherungsbetrug. Die Lösung orchestriert hunderte spezialisierte Agents zur Prüfung von Schadenmeldungen. Dadurch wird eine skalierbare Dunkelverarbeitung auch bei kleinen Schäden ermöglicht, die manuelle Sichtprüfung reduziert und die Bearbeitungszeit deutlich verkürzt. Schadenabteilungen werden spürbar entlastet, Routinechecks entfallen und Mitarbeiter können sich auf komplexe Fälle konzentrieren.