AssCompact suche
Home
Vertrieb
5. November 2026
Akkus als Risiko: Worauf Makler bei Gewerbekunden achten müssen

1 / 3

Lithium-Risiken: Worauf Makler bei Gewerbekunden achten müssen

Akkus als Risiko: Worauf Makler bei Gewerbekunden achten müssen

Lithium-Akkus werden in der Gewerbeversicherung zum Prüfstein: Was früher problemlos mitversichert wurde, kann heute zur Hürde bei der Deckung werden. Für Versicherungsmakler heißt das: Wer Lagerung, Ladevorgänge und Brandschutz nicht frühzeitig hinterfragt, riskiert Probleme bei der Absicherung.

Lithium-Ionen-Akkus sind aus Gewerbebetrieben kaum noch wegzudenken. Sie stecken in Werkzeugen, E-Bikes, Powerbanks und Haushaltsgeräten, treiben Elektrofahrzeuge an und speichern Energie aus Photovoltaikanlagen. Aus Sicht der Versicherer sind sie allerdings ein zunehmend risikobehaftetes Betriebsmittel. Wer Lithium-Akkus lagert, lädt, verarbeitet oder entsorgt, muss sich daher bei der Absicherung auf deutlich strengere Anforderungen einstellen.

„Der Akku ist vom Nebenthema zur ersten Frage im Underwriting geworden“, sagt Versicherungsmakler Christoph Mathiessen. Früher sei ein Akkusortiment im Gewerbevertrag häufig einfach mitgelaufen. Heute könne bereits die Frage, ob Lithium im Lager liegt, darüber entscheiden, bei welchen Versicherern überhaupt Versicherungsschutz angefragt werden könne. Besonders schwierig sei die Situation für Unternehmen, die Batterien als eigenes Produkt handeln, sowie für Entsorgungs- und Recyclingbetriebe. Teilweise werde für solche Risiken gar keine Sachversicherung mehr angeboten. „Ohne einen spezialisierten Makler an der Hand wird es für diese Betriebe heute in den meisten Fällen nichts,“ berichtet Mathiessen.

Nicht nur Batteriehändler sind betroffen

Die Risikogruppe ist wesentlich größer, als es auf den ersten Blick scheint. Dazu zählen etwa Händler und E-Commerce-Unternehmen mit Akkugeräten, Powerbanks, E-Bikes oder Werkzeugen im Lager. Auch Logistiker und Kontraktlogistiker können betroffen sein, wenn sie Fremdware einlagern. Hinzu kommen Handwerksbetriebe mit Akkuwerkzeugen und Ladestationen, Kfz-Betriebe mit Traktionsbatterien, Betreiber stationärer Speicher sowie Produktionsunternehmen mit Akkumontage, Prüfung oder Zwischenlagerung. Auch Vermieter und Bestandshalter sollten prüfen, was ihre Mieter lagern. Schon ein Regal mit Akkuwerkzeugen kann Auswirkungen auf die Sachversicherung haben.

Seite 1 Akkus als Risiko: Worauf Makler bei Gewerbekunden achten müssen

Seite 2 Die Risikobetrachtung von Lithium-Batterien

Seite 3 Brandschutz wird zur Voraussetzung