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Modularisierung: Der Schlüssel zu maßgeschneiderten Eigenheimpolicen
06. Oktober 2020

Modularisierung: Der Schlüssel zu maßgeschneiderten Eigenheimpolicen

Versicherungsprodukte von der Stange sind nicht mehr zeitgemäß. Das trifft auch auf Versicherungen zum Schutz des Eigenheims zu. Die klassische Produktaufteilung in Sparten wie Wohngebäude oder Hausrat ist überholt. Kunden denken nicht in Sparten, sondern in Problemen und Risiken, die sie in ihrem persönlichen Umfeld wahrnehmen.

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Versicherungsprodukte von der Stange sind nicht mehr zeitgemäß. Das trifft auch auf Versicherungen zum Schutz des Eigenheims zu. Die klassische Produktaufteilung in Sparten wie Wohngebäude oder Hausrat ist überholt. Kunden denken nicht in Sparten, sondern in Problemen und Risiken, die sie in ihrem persönlichen Umfeld wahrnehmen.


Modularisierung: Der Schlüssel zu maßgeschneiderten Eigenheimpolicen
Komplexe IT-Systemlandschaften als Haupthindernis

Das Problem sind vor allem die viel zu komplexen IT-Systemlandschaften von Versicherungsunternehmen. Besonders bei großen Gesellschaften sind diese über Jahrzehnte gewachsen und haben eine Vielzahl von Software-Evolutionen sowie Komplexitätssteigerungen beispielsweise durch Unternehmenszukäufe erlebt. Änderungen an diesen Systemlandschaften sind kompliziert und aufwendig. So nimmt der Aufwand für die technische Anpassung der IT mittlerweile den größten Teil der Produktentwicklungskosten ein. Neben einer Menge Geld kosten diese Änderungen vor allem Zeit. Nach Angaben des Beratungsunter­nehmens zeb beträgt die Weiterentwicklungszeit bestehender Produkte in der deutschen Versicherungswirtschaft zwischen 12 und 18 Monaten.

Vor diesem Hintergrund wird die Änderung von bestehenden Strukturen zur Etablierung modularer Produkte zur Herkulesaufgabe. Dass eine Modernisierung der Systemlandschaften dennoch unumgänglich ist, haben viele Versicherer zwar erkannt, aber noch lange nicht abgeschlossen. Bis die alten Systeme durch neue Plattformen mit einer deutlich schnelleren Produktmigration ersetzt werden, wird es noch einige Zeit dauern.

Modulare Ergänzungen bislang vor allem in Kompositprodukten

Während Versicherungen von einer spartenunabhängigen Modularität also noch ein gutes Stück entfernt sind, gibt es durchaus Produkte, die mit ergänzenden Modulen bereits spartenfremde Leistungen einschließen und damit im Interesse ihrer Kunden neue Synergien schaffen.

Vorwiegend sind solche Produkte mit modularen Ansätzen in der Kompositsparte zu finden, wie eine Studie des Beratungsunternehmens Simon-Kucher & Partners bestätigt. Über die Hälfte der Wohngebäude- und Hausrattarife werden demnach mit ergänzenden Modulen angeboten. Etabliert hat sich unter Versicherern vor allem das Angebot von Modulen zur Absicherung zusätzlicher Risiken wie Elementarschaden, Glasbruch, Fahrraddiebstahl oder Reisegepäck.

Einige Versicherer orientieren sich immer stärker an der Lebenswelt ihrer Kunden und erkennen deren Absicherungsbedarf. So sind zum Beispiel mit der zunehmenden Fahrradliebe der Deutschen in jüngster Vergangenheit auch immer mehr Module mit einem Kaskoschutz für Fahrräder und E-­Bikes zu finden.


Dr, Marco Felten Dr, Marco Felten



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