Ergebnisse im Schaden- und Unfallgeschäft deutlich verbessert
Aber im Detail: Die gebuchten Bruttobeiträge gingen vor dem Hintergrund der Bestandsbereinigungen im Schaden- und Unfallgeschäft „erwartungsgemäß“ von 3.665 Mrd. Euro auf 3,521 Mrd. Euro zurück. Der Konzernumsatz ging um 1,5% zurück.
Das Lebensversicherungsgeschäft blieb mit 46,4 Mio. Euro (Vorjahr: 48,6 Mio. Euro) unter der Prognose. Doch sowohl im Krankenversicherungsgeschäft mit 8,2 Mio. Euro (Vorjahr: 6,7 Mio. Euro) als auch bei den Bankdienstleistungen mit 11,1 (Vorjahr 13,2 Mio. Euro) konnte der Versicherer Erwartungen übertreffen.
Das Schaden- und Unfallgeschäft verbesserte sich deutlich gegenüber dem Vorjahresergebnis auf -38,2 Mio. Euro. Neben den eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen trug auch die deutlich geringere Belastung aus dem Risiko Naturgefahren zu der Verbesserung bei. Die Schaden-Kosten-Quote sank unter die kritische 100%-Marke auf 96% (Vorjahr: 116%).
Fast 10% weniger Personal
Das bis 2026 angelegte Effizienzprogramm „Fit für die Zukunft“ sei nahezu abgeschlossen. Dabei sollen künftig mehr als 85 Mio. Euro an Kosten eingespart werden.
Die Verwaltungsaufwendungen sanken um 8,2% gegenüber dem Vorjahr auf 257,3 Mio. Euro. Dabei ist der Personalabbau für die Mehrheit der Einsparungen verantwortlich. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeitenden sank um 9,7% gegenüber dem Vorjahr, von 4.242 auf 3.829. Betriebsbedingte Entlassungen konnten dabei vollständig vermieden werden, erklärt der Versicherer.
Positive Aussichten
Die Aktionäre dürfen sich ebenfalls freuen. Der Vorstand schlägt vor, eine Dividende von 2,00 Euro pro Stückaktie auszuschütten. Insgesamt sollen rund 23 Mio. Euro ausgeschüttet werden. Die Aktionäre sollen, unabhängig vom Erwerbsangebot der VIG, an dem erfolgreichen Geschäftsjahr der NÜRNBERGER teilhaben, so der Versicherer.
Im laufenden Jahr geht das Unternehmen von einem weiteren leichten Rückgang im Neugeschäft sowie einer spürbaren Verringerung der gebuchten Beiträge aus. Für 2026 erwartet die NÜRNBERGER ein Jahresergebnis von 80 Mio. Euro, spätestens ab 2027 will das Unternehmen wieder in allen sparten ertragreich wachsen. (js)
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