Der erfolgversprechende Ansatz: Fördern, fordern, belohnen
Die Menschen wollen fit und selbstbestimmt alt werden und sehen aktives Handeln als notwendig an. Das stellt eine Chance für Versicherer dar: Sie sollten diese Bereitschaft wahrnehmen und die Menschen dabei unterstützen. Die HanseMerkur verfolgt daher den Ansatz „fördern, fordern, belohnen“. Weg von der reinen Reparaturmedizin hin zu einer präventiven Begleitung. Das bedeutet, nicht nur gesundheitsbewusstes Verhalten zu fordern, sondern greifbar zu belohnen, zum Beispiel durch Tarife, Boni und Services. Aber wie gelingt dieser Wandel konkret?
- These 1: Wer Verantwortung für die eigene Gesundheit übernimmt, investiert in die Lebensqualität.
Gesund alt zu werden, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis vieler kleiner, alltäglicher Entscheidungen. Regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf und ein aktives soziales Leben sind die Grundpfeiler.
In der Beratung und Kommunikation muss verdeutlicht werden: Wer frühzeitig Verantwortung für die eigene Gesundheit übernimmt, investiert in seine Lebensqualität im Alter. Es geht darum, nicht passiv abzuwarten, bis der Arzt eine Diagnose stellt, sondern aktiv zu gestalten und die eigene Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen. Jede Investition in die eigene Fitness ist eine Investition in die Vermeidung von Pflegebedürftigkeit.
- These 2: Eine echte Langlebigkeitsstrategie ist notwendig.
Die technologischen Möglichkeiten wachsen rasant, doch Technik allein heilt nicht. In einer Zeit, in der immer mehr Möglichkeiten gibt, Gesundheit aktiv zu beeinflussen, wird Selbstverantwortung zu einer Schlüsselkompetenz.
Wer sich informiert, bewusst lebt und Vorsorge ernst nimmt, kann viel für das eigene Wohlbefinden tun. Und entlastet damit gleichzeitig das Gesundheitssystem massiv. Es geht nicht darum, alles alleine zu machen, sondern um eine aktive Rolle: Fragen stellen, Entscheidungen treffen und Angebote nutzen. Selbstverantwortung als Schlüsselkompetenz für Prävention!
Hier können auch Makler und Berater eine neue Rolle übernehmen: Sie werden zu Architekten einer Langlebigkeitsstrategie für die Kunden. Die Police deckt das finanzielle Risiko, die Beratung schärft das Bewusstsein für das biologische Risiko. Und die Technologie unterstützt, ganz konkret auch im Alltag.
- These 3: Vorsorge spielt eine entscheidende Rolle, bis ins hohe Alter.
Oft wird Prävention nur mit jungen Menschen assoziiert. Ein Trugschluss. Prävention endet nie. Es geht nicht nur darum, Krankheiten zu verhindern, sondern darum, Lebensqualität, Teilhabe und Selbstbestimmung bis ins hohe Alter zu ermöglichen.
Dazu gehören Bildung, soziale Kontakte, sinnvolle Beschäftigung und ein Umfeld, das gesundes Leben fördert. Medizinische Maßnahmen sind wichtig, aber sie sind nur ein Teil des Ganzen. Die Gesellschaft muss Gesundheit als gemeinschaftliche Aufgabe verstehen und fördern – angefangen bei der Politik über die Wirtschaft und die Gesundheitsversorger bis hin zu jedem Einzelnen.
Gerade im Hinblick auf Pflege bedeutet das: Auch mit 70 oder 80 Jahren lohnt sich Prävention, um etwa Stürze zu vermeiden oder kognitive Fähigkeiten zu trainieren. Jede verhinderte Krankheit oder Verletzung ist ein Sieg für das System und für den Menschen.
Fazit: Versicherer als Partner fürs gesunde Altwerden
Die Menschen wollen alt werden. Aber sie wollen es zu ihren Bedingungen tun, gesund und autonom. Zugegeben: Den entscheidenden Schritt – nämlich die Umsetzung im Alltag – muss jeder selbst gehen. Stichwort „Selbstverantwortung“. Unsere Aufgabe als Branche ist aber, die nötigen Werkzeuge bereitzustellen, die Hürden zu senken und die richtigen Anreize zu setzen. Wenn das gelingt, kann das Thema Pflege seinen Schrecken verlieren und Longevity zur echten Chance für alle werden.
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