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15. Juli 2026
Risikoleben: Jeder zweite Haushalt im Todesfall ohne Absicherung

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Risikoleben: Jeder zweite Haushalt im Todesfall ohne Absicherung

Risikoleben: Jeder zweite Haushalt im Todesfall ohne Absicherung

Versicherungssummen oft zu niedrig

Doch auch wer eine Risikolebensversicherung abgeschlossen hat, ist häufig unterversorgt. Nach der Faustregel des GDV sollte die Versicherungssumme drei bis fünf Bruttojahresgehälter sowie bestehende Kredite abdecken. Tatsächlich lag die durchschnittliche Versicherungssumme je Vertrag im Jahr 2024 bei rund 121.000 Euro. Dem steht ein durchschnittliches Bruttojahresgehalt von etwa 50.000 Euro gegenüber. Selbst ohne laufende Kredite ergäbe sich damit eine empfohlene Mindestabsicherung von rund 150.000 Euro. Nach Angaben des GDV liegen die durchschnittlichen Versicherungssummen jedoch seit 25 Jahren durchgehend unter diesem Richtwert.

Früh vorsorgen spart Beiträge

Wer früh eine Risikolebensversicherung abschließt, kann deutlich Beiträge sparen. Denn das Eintrittsalter hat erheblichen Einfluss auf die Prämie: Mit 35 Jahren kostet der Versicherungsschutz bereits etwa doppelt so viel wie mit 25 Jahren. Ab dem 40. Lebensjahr steigen die Beiträge nochmals deutlich. Raucherinnen und Raucher zahlen je nach Alter teilweise mehr als doppelt so hohe Beiträge wie Nichtrauchende.

Dabei entsteht der Absicherungsbedarf oft genau zwischen dem 25. und 35. Lebensjahr, wenn Familien gegründet oder Immobilien finanziert werden. Ausgerechnet in dieser Lebensphase verfügt bislang jedoch laut GDV-Studie nur ein vergleichsweise kleiner Teil der Haushalte über eine Risikolebensversicherung. (bh)

Zur Studie 

Der GDV hat Daten unter anderem des Statistischen Bundesamtes und der Versicherungswirtschaft ausgewertet und untersucht, wie gut Haushalte in Deutschland gegen den Ausfall eines Einkommens infolge eines Todesfalls abgesichert sind. Ziel der Analyse ist es, den Verbreitungsgrad der Risikolebensversicherung sowie bestehende Versorgungslücken aufzuzeigen. Die Studie kann beim GDV heruntergeladen werden.