AssCompact suche
Home
Immobilien
2. März 2026
Sanierungsbedarf bei jedem zweiten Haus auf dem Markt

2 / 2

Sanierungsbedarf bei jedem zweiten Haus auf dem Markt

Sanierungsbedarf bei jedem zweiten Haus auf dem Markt

Deutliche Unterschiede zwischen Ost und West

Der Vergleich der Stadt- und Landkreise offenbart klare regionale Unterschiede. Über die beste Gebäudesubstanz verfügen tendenziell Städte in Ostdeutschland. So liegt der Anteil der inserierten Immobilien der Kategorie F, G oder H in Rostock nur bei 1%. Auch in Schwerin (5,9%), Dresden (9,1%), Potsdam (9,2%) und Leipzig (9,8%) bewegt sich die Quote der Wohnimmobilien mit sehr schlechter Energiebilanz im einstelligen Prozentbereich.

DDR-Erbe und Modernisierung nach Wiedervereinigung

Zurückzuführen ist dies laut immowelt zum einen auf das historischen Erbe der DDR: In Städten wurden im großen Stil Mehrparteienhäuser mit Fernwärme und zentralen Heizwerken errichtet. Der Anteil an Haushalten mit Fernwärmeanschluss liegt in ostdeutschen Bundesländern daher sehr viel höher als im Bundesschnitt. Da in einen Bedarfsausweis die Art der Heizungsanlage einfließt und ein Verbrauchsausweis die tatsächlichen Heizkosten berücksichtigt, erfolgt bei Fernwärme meist eine bessere Einstufung. Außerdem gab es nach der Wiedervereinigung insbesondere in den Städten Ostdeutschlands eine massive Sanierungswelle. Somit ist der Gebäudebestand dort insgesamt moderner als in westdeutschen Städten und in vielen ländlichen Regionen.

Den höchsten Sanierungsbedarf weisen im bundesweiten Vergleich eher strukturschwache, ländliche Gegenden auf.

Weitere Informationen zur Auswertung und eine interaktive Deutschlandkarte gibt es unter immowelt.de. (tik)

Lesen Sie auch:

Seite 1 Sanierungsbedarf bei jedem zweiten Haus auf dem Markt

Seite 2 Deutliche Unterschiede zwischen Ost und West