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12. Juli 2021
So ist der deutsche Wohnungsmarkt derzeit aufgestellt
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So ist der deutsche Wohnungsmarkt derzeit aufgestellt

Das Statistische Bundesamt hat gleich mehrere Zahlen zum deutschen Wohnungsmarkt veröffentlicht. Trotz gesteigerten Wohnungsbestands und erhöhter Baufertigstellungen sind die Preise für Wohnimmobilien demnach stark gestiegen. Das dürfte auch an den Baustoffpreisen liegen.

Ende 2020 gab es laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) in Deutschland 42,8 Millionen Wohnungen in Deutschland. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Bestand um 0,7% oder 290.966 Wohnungen. Im Vergleich zum Jahr 2010 erhöhte sich der Wohnungsbestand um 5,7% bzw. 2,3 Millionen Wohnungen. Auf 1.000 Einwohner kamen 515 Wohnungen und damit 20 Wohnungen mehr als zehn Jahre zuvor.

So viele Baufertigstellungen wie zuletzt 2001

Auch die Zahl der Baufertigstellungen von Wohnungen ist im Jahr 2020 gestiegen. Im Gesamtjahr wurden deutschlandweit 306.376 Wohnungen fertiggestellt. Das entspricht einem Plus von 4,6% oder 13.374 Wohnungen im Vergleich zum Vorjahr. Der im Jahr 2011 begonnene Anstieg setzte sich somit weiter fort. Eine höhere Zahl an fertiggestellten Wohnungen hatte es Destatis zufolge zuletzt im Jahr 2001 gegeben.

Preise für Wohnimmobilien legen trotzdem deutlich zu

Den rasanten Preisanstieg für Wohnimmobilien konnten aber weder das erhöhte Angebot noch die höhere Zahl an Baufertigstellungen stoppen. Im ersten Quartal legte der Hauspreisindex von Destatis auf Jahressicht um 9,4% zu. Allein im Vergleich zum Vorquartal lag das Plus bei den Preisen für Wohnimmobilien in Deutschland bei 1,5%.

Höchster Anstieg der Baupreise seit 14 Jahren

Ein Treiber dieser Entwicklung dürfte die Explosion der Baupreise sein. Sie verbuchten laut Destatis den größten Anstieg seit 14 Jahren. So sind die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude in Deutschland im Mai 2021 auf Jahressicht um 6,4% gestiegen. Zuletzt lag der Wert im Mai 2007 höher. Damals waren es 7,1%. Allerdings hatte damals die Erhöhung der Mehrwertsteuer von 16 auf 19% stark zu dem Anstieg beigetragen. Noch im Februar 2021 waren die Preise auf Sicht von zwölf Monaten lediglich um 3,1% gestiegen. Allein in den drei Monaten danach lag das Plus bei 3,6%. (mh)

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