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So (un-)attraktiv ist der Wohnungsmarkt in Westdeutschland
04. November 2020

So (un-)attraktiv ist der Wohnungsmarkt in Westdeutschland

Bietet der westdeutsche Wohnungsmarkt trotz der rasanten Preisentwicklung in den vergangenen Jahren nach wie vor attraktive Investmentchancen? Und welchen Effekt hat die Corona-Krise auf diesen Markt? Diesen Fragen ist Wüest Partner Deutschland in einer aktuellen Studie nachgegangen.

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Bietet der westdeutsche Wohnungsmarkt trotz der rasanten Preisentwicklung in den vergangenen Jahren nach wie vor attraktive Investmentchancen? Und welchen Effekt hat die Corona-Krise auf diesen Markt? Diesen Fragen ist Wüest Partner Deutschland in einer aktuellen Studie nachgegangen.


So (un-)attraktiv ist der Wohnungsmarkt in Westdeutschland

Der westdeutsche Wohnungsmarkt bietet auch außerhalb der Metropolen an Rhein und Ruhr unter Risiko-Rendite-Gesichtspunkten attraktive Investitionsmöglichkeiten für Wohnimmobilieninvestoren. Ein Corona-Effekt bei der Preisentwicklung zeichnet sich bisher nicht ab. Der Trend steigender Mieten und Preise setzte sich im ersten Halbjahr 2020 fort. Vor dem Hintergrund des geringen Leerstands und des starken Nachfrageüberhangs sind eine Vielzahl an Wohnimmobilienmärkten westdeutscher Städte zunehmend als angespannt zu beurteilen. Das sind die zentralen Ergebnisse der Studie „Westdeutsche Wohnungsmärkte: Daten & Perspektiven 2020“ der Immobilienberatung Wüest Partner Deutschland und der Barton Group.

Baufertigstellungen meist deutlich hinter dem Bedarf

Die Wohnungsbautätigkeit legte in den 20 untersuchten Städten zwar zu. Allerdings liegt sie weiter unter dem regionalen Wohnungsbedarf. Nur in den drei Städten Bochum, Fulda und Saarbrücken übertreffen die Baufertigstellungszahlen den prognostizierten Neubaubedarf. Am größten ist das Neubaudefizit in Hanau, wo die Fertigstellungen nur 34% des Bedarfs decken. Kaum besser ist die Lage in Wiesbaden (38%) und Köln (41%).

Corona-Krise hat keinen Einfluss auf Mieten und Kaufpreise

Die Corona-Pandemie hat laut der Studie bisher keinen Einfluss auf die untersuchten Wohnungsmärkte. „Die Tendenz steigender Mieten und Kaufpreise setzte sich auch bis Mitte des Jahres weiter fort. Die ohnehin bestehende Angebotsknappheit an Wohnraum wird durch eine verhaltene Neubauaktivität und die anhaltende Urbanisierung weiter verschärft. Die Dynamik der Preisentwicklung ist jedoch lokal sehr unterschiedlich ausgeprägt“, meint Andreas Pörschke, Geschäftsführer und designierter Partner von Wüest Partner Deutschland.

Mietniveau dürfte trotz Corona stabil bleiben

„Das Wohnsegment bietet insbesondere im unteren und mittleren Mietsektor eine zuverlässige und stabile Ertragsbasis und bleibt eine attraktive Investmentkategorie“, ergänzt Dominik Barton, Geschäftsführender Gesellschafter der Barton Group. Aufgrund des aktuellen Niedrigzinsumfeldes, der anhaltend hohen Nachfrage und unzureichender Fertigstellungszahlen gehen die Experten trotz der Corona-Pandemie weiterhin von einem stabilen Mietniveau aus.

In diesen Städten steigen die Mieten am stärksten

Den höchsten Median-Mietpreis verzeichnet Frankfurt mit 16,14 Euro je m2, das niedrigste Mietniveau weist Essen mit 7,35 Euro je m2 auf. Den größten prozentualen Preisanstieg der letzten zehn Jahre gab es in Fulda. Dort legte die Median-Miete um 80% zu. Dennoch liegt die Stadt mit 9,13 Euro pro m2 unterhalb des mittleren Mietpreisniveaus der untersuchten Städte von 9,85 Euro je m2. Eine deutliche Mietsteigerung oberhalb der Marke von 50% weisen aber auch Koblenz (61,4%), Kassel (58,8%), Köln (55,6%), Ludwigshafen (55,3%) und Frankfurt (54,4%) auf.

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