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3. August 2021
Unwetter: Versicherungskammer Bayern mit Schadenprognose

Unwetter: Versicherungskammer Bayern mit Schadenprognose

Für die Unwetter seit dem 20.06.2021 hat die Versicherungskammer Bayern eine erste Schadenschätzung abgegeben. So rechnet der Konzern mit insgesamt 40.000 bis 50.000 Schäden und einem Schadenvolumen von 150 bis 225 Mio. Euro. Derweil wächst das Interesse an der Elementarschadenversicherung.

„Schon jetzt ist klar, dass 2021 eines der schadenintensivsten Jahre wird“, erklärte Christian Krams, Leiter Konzern Schaden der Versicherungskammer Bayern (VKB), angesichts der extremen Unwetterserie mit Überschwemmungen, Erdrutschen, Sturm und schwerem Hagel seit Mitte Juni. Der Versicherer erwartet für die Unwetter seit 20.06.2021 insgesamt 40.000 bis 50.000 Schäden und einen Schadenaufwand zwischen 150 und 225 Mio. Euro (Stand Ende Juli). Bislang seien bereits etwa 500 Großschäden gemeldet worden. Das jüngste Starkregenereignis im Landkreis Rosenheim Ende Juli ist dabei noch nicht berücksichtigt.

Vorschusszahlungen für Versicherte, Außenregulierer im Einsatz

Um Versicherte in der ersten Not zu unterstützen, leistete die Versicherungskammer innerhalb weniger Tage Vorschusszahlungen, zum Beispiel für eine temporäre Unterbringung oder erste Aufräumarbeiten. Wie der Konzern weiter mitteilt, arbeiten die Außenregulierer auf Hochtouren in den stark getroffenen Ortschaften, um das jeweilige Schadenausmaß zu ermitteln, und stimmen mit den Betroffenen die anstehenden Wiederaufbaumaßnahmen ab. Die Regulierung der Schäden erfolgt in Abstimmung mit den benötigten Gewerken. Die Versicherungskammer greift dabei auf ein eigenes Handwerkernetz zurück. Für Autos wurden Sammeltermine zur Begutachtung organisiert und die Fahrzeuge in das eigene Kfz-Werkstattnetz eingesteuert.

Unterstützung für die Feuerwehren

Feuerwehren in Bayern und Rheinland-Pfalz hat der Versicherer Notdächer bereitgestellt. Gespendete Tauchpumpen und Schwimmsauger sollen ein Auspumpen der Keller ermöglichen. Für die bayerischen Feuerwehren werde kurzfristig ein Amphibienfahrzeug angeschafft, um künftig noch besser auf Überschwemmungen vorbereitet zu sein.

Interesse an Elementarschadenversicherung steigt

Während in Deutschland 46% aller Gebäude mit einer Elementarschadenversicherung abgesichert sind, sind es in Bayern bislang nur rund 38%. Aktuell wächst die Nachfrage nach einer solchen Absicherung. Auch die Versicherungskammer verzeichnet ein verstärktes Interesse an der Elementarschadenversicherung und empfiehlt, jetzt den Versicherungsschutz zu überprüfen. Allein im Monat Juli gingen bei dem Konzern so viele Anfragen zur Elementarschadenversicherung ein wie sonst in einem ganzen Jahr. Wie die Versicherungskammer weiter mitteilt, seien nach dem Zonierungssystem ZÜRS der Versicherungswirtschaft 99,2% der Gebäude gegen Naturgefahren ohne weitere Prüfung zu bezahlbaren Prämien versicherbar. (tk)

Bild: © asafaric – stock.adobe.com

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