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18. Januar 2026
Wendepunkt für den Maklermarkt: Was 2025 war und 2026 kommen wird

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Wendepunkt für den Maklermarkt: Was 2025 war und 2026 kommen wird

Wendepunkt für den Maklermarkt: Was 2025 war und 2026 kommen wird

2025 wird rückblickend als ein Jahr der Neuausrichtung in der Versicherungsvermittlung in Erinnerung bleiben, so die Einschätzung von M&A-Berater MarshBerry. Nachhaltiges organisches Wachstum und langfristige Wertschöpfung dürften anspruchsvoller werden. Was müssen Vermittler tun, um zukunftssicher zu bleiben?

„Der Markt für Versicherungsvermittlung befindet sich an einem subtilen, aber bedeutsamen Wendepunkt.“ So eröffnet Dr. Fabian Seul, Managing Director bei MarshBerry, seinen aktuellen Blogeintrag über den Konsolidierungs- und Vermittlermarkt. Demnach blieb 2025 die Anzahl der Makler-Übernahmen weiterhin hoch und das Niveau von Investoren-Kapital sowie -Interesse blieb weiterhin auf einem übermäßig hohen Niveau, allerdings vollzog sich gleichzeitig unter der Oberfläche eine grundlegende Verschiebung, so Seul. 2025 war somit das Jahr, in dem Versicherungsvermittler sich nicht länger allein auf günstige Marktbedingungen verlassen konnten, sondern stärker denn je gezwungen wurden, grundlegende Fragen zu Wachstum, Marktpositionierung und Quellen langfristiger Wertschöpfung zu stellen.

M&A-Aktivität bleibt – aber gezielter

Der M&A-Markt von Versicherungsvermittlern in Deutschland, Österreich und der Schweiz erwies sich laut Seul trotz der umfassenden Marktveränderungen als „bemerkenswert robust“, da die Zahl der Transaktionen auf einem soliden Niveau blieb und von einer breiten Basis strategischer Käufer sowie Finanzinvestoren mit ausreichender Kapitalausstattung getragen wurde.

Das Käuferverhalten änderte sich ebenfalls spürbar. Bei Übernahmen wurde weniger auf die reine Skalierung geachtet, sondern eher auf die gezielte Stärkung spezialisierter Geschäftsmodelle und den Aufbau fokussierter Plattformstrategien, etwa durch regionale Verdichtung oder den Ausbau ergänzender fachlicher Kompetenzen. Der Schwerpunkt bei der Bewertung verlagerte sich dementsprechend. Die Nachhaltigkeit der Erträge, die Qualität des Kundenportfolios und die Integrationsfähigkeit gewannen weiter an Bedeutung. Dies führte zu einem selektiveren Transaktionsverhalten und einer stärkeren Differenzierung zwischen den Unternehmen.

Differenziertes Bild bei Unternehmensbewertungen

Die Dynamik rund um Unternehmensbewertungen wurde 2025 differenzierter und stärker an Konsolidierungszyklen sowie realistische Exit-Erwartungen gekoppelt, schreibt Seul. Viele Private-Equity-Plattformen befinden sich demnach inzwischen in einer zweiten Eigentümerphase, nachdem der Einstieg zu historisch hohen Multiples erfolgt war. Mit zunehmend realistischen Erwartungen hinsichtlich erzielbarer Exit-Bewertungen wirkte diese Disziplin spürbar in den Markt hinein. Käufer agierten vorsichtiger bei der Bewertung von Add-on-Akquisitionen und legten größeren Wert auf die Qualität der Gewinne, Integrationsrisiken und die Glaubwürdigkeit der Wertschöpfung nach der Transaktion, anstatt höhere Preise zu zahlen, um Wachstum kurzfristig künstlich aufrechtzuerhalten.

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