„Ich habe meine Versicherungen schon einmal von meinem eigenen KI-Agenten prüfen lassen.“ Dieser oder vergleichbare Sätze könnten in Zukunft häufiger fallen. Für Versicherungsmakler stellen sich dann zentrale Fragen: Wann kommen sie bei diesem neuen, KI-gestützten Beratungsablauf ins Spiel? Und wie verändern sich die Schnittstellen zum Kunden?
ChatGPT-Chat versus KI-Agent
Aktuell nutzen Kunden meist einzelne Funktionen von ChatGPT, Claude, Gemini & Co. Sie laden zum Beispiel Versicherungsbedingungen hoch und lassen diese vergleichen oder nutzen die Browserfunktion, mit der ChatGPT Maklerwebsites aufrufen und direkt einen Termin beim Makler buchen kann.
Ein KI-Agent macht die Recherche und den Versicherungsvergleich für den Kunden nun deutlich einfacher. Er kann mehrere dieser Funktionen miteinander verbinden und gleichzeitig oder nacheinander eigenständig ausführen. Der KI-Agent erhält vom Kunden einen Auftrag oder ein Ziel, wie zum Beispiel: „Ich möchte bei meinen Versicherungen sparen.“ Anschließend führt der KI-Agent diesen Auftrag für den Kunden aus.
Wie solche persönlichen KI-Agenten funktionieren können, zeigen neue Entwicklungen wie Muse von Meta und Dots von OpenAI. Muse kann laut Meta einen eigenen Browser nutzen, Formulare ausfüllen und Termine buchen. Dots arbeitet mit verbundenen Apps und einem eigenen Cloud-Computer.
Wichtig: Weder Muse noch Dots sind bisher speziell für den deutschen Versicherungsmarkt ausgelegt. Die zugrunde liegenden Funktionen lassen sich aber grundsätzlich auch auf Aufgaben rund um Versicherungen übertragen.
Seite 1 Wenn Kunden mit dem KI-Agenten ins Maklerbüro kommen
Seite 2 Der KI-Agent im Versicherungsordner des Kunden
Seite 3 Zudem stoßen KI-Agenten an zwei entscheidende Grenzen:
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