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11. August 2026
Wenn Maklerpools auf KI treffen: Konkurrenz oder Chance?

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Wenn Maklerpools auf KI treffen: Konkurrenz oder Chance?

Wenn Maklerpools auf KI treffen: Konkurrenz oder Chance?

Die Erwartungen an Pools verändern sich

Mit jeder neuen KI-Anwendung verändern sich auch die Erwartungen vieler Makler an Technologie.

Wer erlebt, wie schnell Informationen gefunden und Routineaufgaben vorbereitet werden können, betrachtet bestehende Arbeitsabläufe zwangsläufig mit anderen Augen.

Das verändert auch die Kriterien, nach denen Makler ihren Pool auswählen. Produktzugänge, Courtage und Service bleiben wichtige Entscheidungsfaktoren. Zunehmend wird jedoch auch relevant, wie gut ein Pool seine Partner dabei unterstützt, moderne Technologien produktiv einzusetzen und unterschiedliche Systeme sinnvoll miteinander zu verbinden.

Für viele Makler wird künftig nicht entscheidend sein, welche einzelnen Anwendungen ein Pool anbietet, sondern wie effizient sich damit im Alltag arbeiten lässt.

Der praktische Nutzen von KI hängt häufig weniger vom Modell als von den verfügbaren Daten und ihrem Kontext ab. Je besser bestehende Systeme miteinander verbunden sind, desto größer ist auch ihr praktischer Nutzen.

Vom Zugang zur Produktivität

Historisch haben Pools vor allem Zugang zu Produktgebern, Wissen und technischer Infrastruktur geschaffen. Mit KI gewinnt eine weitere Aufgabe an Bedeutung: die intelligente Verbindung bestehender Systeme und neuer Technologien.

Denn der größte Produktivitätsgewinn entsteht dort, wo Informationen systemübergreifend zusammengeführt und unmittelbar für Arbeitsprozesse genutzt werden können.

Für Pools eröffnet sich daraus eine große Chance. Sie verfügen über die Nähe zum Markt, verstehen die Anforderungen ihrer Partner und können technologische Innovationen schneller in die tägliche Arbeit ihrer Makler integrieren.

Künftig wird es deshalb weniger darauf ankommen, jede neue technologische Entwicklung selbst bereitzustellen. Maßgeblich wird vielmehr sein, wie schnell neue Möglichkeiten für Makler nutzbar gemacht werden können, sei es durch eigene Lösungen, Partnerschaften oder intelligente Integrationen.

Fazit

Künstliche Intelligenz wird Maklerpools voraussichtlich nicht ersetzen. Sie verändert jedoch die Erwartungen der Vermittler daran, welchen Mehrwert ein Pool künftig leisten muss.

Produktzugänge, Weiterbildung und Service bleiben auch in Zukunft zentrale Bestandteile des Leistungsversprechens. Für Makler wird jedoch immer wichtiger, wie stark ihr Pool sie dabei unterstützt, effizienter zu arbeiten, Prozesse zu vereinfachen und neue Technologien sinnvoll in den Arbeitsalltag zu integrieren.

Pools, denen es gelingt, ihre Partner messbar produktiver zu machen, werden ihren Wettbewerbsvorteil weiter ausbauen. Wer Maklern dagegen keine spürbaren Produktivitätsgewinne ermöglicht, dürfte es zunehmend schwerer haben, sich nachhaltig zu differenzieren und zu wachsen.

Denn der eigentliche Mehrwert entsteht künftig nicht mehr im einzelnen System, sondern zwischen den Systemen.

Lesen Sie auch: Versicherer, Makler, Pools: Neue Dynamik der Konsolidierung

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Ein Artikel von
Daniel Dierkes