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19. Mai 2026
Wie entwickeln sich die Immobilienpreise an der Ostsee?

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Wie entwickeln sich die Immobilienpreise an der Ostsee?

Wie entwickeln sich die Immobilienpreise an der Ostsee?

Halbinsel weist auch den deutlichsten Preisrückgang auf

Als auffällig bezeichnen die Experten die gegenläufige Entwicklung: Während die Preise für Häuser auf Fischland-Darß-Zingst im Vergleich zum ersten Quartal 2025 um 5,7% nachgegeben haben, was den stärksten Rückgang an der Ostseeküste bedeutet, weist Rostock im selben Zeitraum ein Plus von 7,5% auf und somit den deutlichsten Preisanstieg in der Auswertung.

 

Wie entwickeln sich die Immobilienpreise an der Ostsee?

 

„Wir verzeichnen aktuell ein Überangebot bzw. eine untypisch hohe Anzahl an Immobilien auf dem Markt – selbst in sehr gefragten und sonst eher angebotsarmen Lagen rund um Rostock und Warnemünde. Das führt dazu, dass Kaufinteressenten deutlich abwartender und prüfender agieren, wodurch sich die Vermarktungsprozesse im Vergleich zum Vorjahr spürbar verlängern“, erläutert Corinne Briesemeister, Geschäftsstellenleiterin bei VON POLL IMMOBILIEN Rostock und Warnemünde. Die Nachfrage sei dennoch vorhanden und setze sich aus einem breiten Spektrum zusammen von regionalen Käufern und Interessenten aus Berlin sowie aus Sachsen und Thüringen. Insgesamt sei mit einer Weiterentwicklung auf einem stabilen, gleichbleibenden Preisniveau zu rechnen, so Briesemeister.

Sinkende Preise auf Fehmarn und Usedom

In der Spanne zwischen 3.400 Euro pro Quadratmeter und 3.000 Euro pro Quadratmeter liegen die Häuserpreise im Landkreis Ostholstein, auf den Inseln Fehmarn und Usedom sowie in den Kreisstädten Kiel, Lübeck, Flensburg im Landkreis Plön. Laut VON POLL IMMOBILIEN weisen die Festlandregionen in diesem Segment steigende Quadratmeterpreise auf zwischen 2,8% und 6,5%. Dagegen sind die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser im ersten Quartal auf den Inseln Fehmarn und Usedom um 5,5% bzw. um 4,8% gesunken.

Nutzbarkeit macht den Unterschied

„Wir beobachten in unserer Region entlang der schleswig-holsteinischen Ostseeküste aktuell eine insgesamt stabile Nachfrage, die sich sowohl aus lokalen als auch überregionalen Käufern speist. Dabei stehen sowohl die Nutzung als Erstwohnsitz als auch als Ferienimmobilie im Fokus, was die Attraktivität der Ostseeküste weiter unterstreicht“, erklärt Robert Rothböck, Geschäftsstellenleiter bei VON POLL IMMOBILIEN Kiel, Plön, Eckernförde, Neumünster, Rendsburg und Eutin. Die unterschiedliche Preisentwicklung zwischen Inseln und dem Festland sei vor allem auf die Nutzbarkeit zurückzuführen: Während Festlandlagen zunehmend auch für den dauerhaften Wohnsitz gefragt seien, handele es sich bei Inselimmobilien häufiger um hochpreisige Zweitwohnsitze, die sensibler auf Marktveränderungen regieren würden. Für die kommenden Jahre geht Rothböck von einer stabilen Preisentwicklung aus bei modernen, gut ausgestatteten Immobilien, während die Preise für sanierungsbedürftige Objekte weiter rückläufig sein dürften.