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Wird der Immobilienmakler vom Markt verschwinden?
17. August 2019

Wird der Immobilienmakler vom Markt verschwinden?

Immobilienmakler müssen sich nicht nur ständig neuen Regulierungen stellen, sondern auch einem anhaltend starken Wettbewerb. Nicht zuletzt die digitale Konkurrenz stellt sie vor neue Herausforderungen. Einige Branchenexperten prophezeien sogar bereits das Ende der gesamten Maklerschaft.

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Immobilienmakler müssen sich nicht nur ständig neuen Regulierungen stellen, sondern auch einem anhaltend starken Wettbewerb. Nicht zuletzt die digitale Konkurrenz stellt sie vor neue Herausforderungen. Einige Branchenexperten prophezeien sogar bereits das Ende der gesamten Maklerschaft.

Wird der Immobilienmakler vom Markt verschwinden?
Vermarktung ist und bleibt ein People Business

Wird der Immobilienmakler möglicherweise in fünf bis zehn Jahren redundant sein? Ersetzen digitale Tools wie Avatare oder 360°-Besichtigungen den Makler aus Fleisch und Blut? Nein. Der Makler bleibt – vor allem im Premium- und Luxussegment – Dreh- und Angelpunkt eines Vermittlungsgeschäftes. Hierbei sind die menschlichen Kompetenzen die entscheidenden Faktoren: Menschen können empathisch reagieren. Immo­bilienmakler haben das nötige Fingerspitzengefühl, um die Bedürfnisse der Kunden zu erfassen. Sie können pro­aktiv handeln, Empfehlungen geben und mit ihrem Netzwerk unterstützen. All diese zwischenmenschlichen Interaktionen können nicht komplett von künstlichen Intelligenzen übernommen werden.

Man stelle sich vor, man sucht ein neues Zuhause. Womöglich in einer anderen Stadt, weil jobbedingt umgezogen werden muss. Natürlich kann der Betroffene vorab online sondieren, welche Immobilien ihm zusagen, welche Präferenzen er hat und schon mal einen 360°-Blick in die Wohnungen oder das Haus werfen. Doch wer möchte nur anhand von digitalen Einschätzungen entscheiden, ob einem das Umfeld zusagt? Und möchte man nicht ein Raumgefühl für die zukünftigen neuen vier Wände erhalten? Und vor allem: Wer kann sich vorstellen, Kaufvertragsverhandlungen mit einem Chatbot zu führen? Beschreibungen, Erläuterungen und Bilder sind die Basis, aber der Kauf einer Immobilie – ähnlich dem Start einer hoffentlich langjährigen Beziehung – ist kein Kauf eines neuen Kleidungsstücks. Und selbst da lassen sich viele Menschen noch hier und da von einem Experten im stationären Handel beraten.

Immobilienmakler werden keine Roboter

Die Geschäftsmodelle online und offline werden weiter zusammenwachsen. So viel steht fest. Es ist kein Entweder-Oder. Die Digitalisierung ist kein Trend, sondern ein sich stets weiter entwickelnder Status quo. Wer sich mit den Poten­zialen nicht nur auseinandersetzt, sondern diese vor allem nutzt, wird sich nachhaltig am Markt positionieren können.

Die Herausforderung besteht zum einen in der digitalen Um- und Neustrukturierung für die Effizienzsteigerung. Zum anderen geht es um die Professionalisierung der Branche. Der Kauf und Verkauf einer Immobilie ist mit vielen Emotionen verbunden und umso wichtiger ist das Eingehen auf Bedürfnisse und eine umfassende Beratung. Roboter können den Immobilienmakler nicht ersetzen – zumindest nicht gänzlich.

Den Artikel lesen Sie auch in AssCompact 07/2019, Seite 68 und in unserem ePaper.




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