Das Immobilienportal ImmoScout24 hat den Immobilienmarkt in 118 Großstädten der zweiten Reihe in Deutschland unter die Lupe genommen. Laut der Analyse entwickelt sich gerade in den B-, C- und D-Städten die Nachfrage besonders dynamisch, während die Wohnungspreise bislang nur verhalten steigen. So legten die Kaufpreise für Bestandswohnungen in den untersuchten Standorten zwischen dem vierten Quartal 2024 und dem vierten Quartal 2025 im Schnitt um 2,4 % zu. Die Nachfrage wiederum erhöhte sich deutlich stärker. Zum Vergleich werfen die Experten von ImmoScout24 einen Blick auf die größten deutschen Städte: In den acht deutschen Metropolen erhöhten sich die Kaufpreise im gleichen Zeitraum um 1,4%.
„In vielen mittelgroßen Städten steigt die Nachfrage deutlich schneller als die Preise. Das sehen wir besonders in Zentren mit guter Infrastruktur. Wer dort kaufen will, trifft aktuell auf ein Marktumfeld mit steigender Nachfragedynamik, aber noch moderaten Preisbewegungen“, erklärt Daniel Hendel, Geschäftsführer von ImmoScout24.
Nachfrage-Boom in Bamberg und Passau
In mehreren Großstädten abseits von Metropolen nimmt das Kaufinteresse deutlich stärker zu als die Preise im vergangenen Jahr. Bamberg verzeichnet mit einer Steigerung um 55% ein mehr als doppelt so starkes Nachfragewachstum wie der Durchschnitt der B- bis D-Städte. Die Preise weisen im selben Zeitraum lediglich ein minimales Plus von 0,4% auf. In Passau stieg die Nachfrage um 50%, wohingegen die Kaufpreise um 1,8% gesunken sind.
Die Diskrepanz zwischen Nachfrage- und Preisentwicklung zeigt sich laut den Experten von ImmoScout24 dabei auf unterschiedlichen Preisebenen: In Duisburg (2.179 Euro/m²) und Moers (2.652 Euro/m²) bewegen sich die Kaufpreise unter 3.000 Euro pro Quadratmeter. Zugleich gehören mit Erlangen (4.424 Euro/m²), Ingolstadt (4.343 Euro/m²) und Ulm (4.067 Euro/m²) auch hochpreisige Standorte zu den Märkten, in denen das Kaufinteresse deutlich stärker zulegt als die Preise.
Seite 1 Wo die Nachfrage deutlich schneller steigt als die Kaufpreise
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