Interview mit Marius Jungmichel, Managing Director DACH bei Markel Insurance SE
Herr Jungmichel, zum 01.01.2026 haben Sie offiziell die Rolle des Managing Directors DACH bei der Markel Insurance SE übernommen. Wie blicken Sie auf diesen Start zurück?
Diese Aufgabe erfüllt mich mit Freude und Stolz. Da ich Markel schon seit vielen Jahren in verschiedenen Funktionen begleite und die DACH-Verantwortung bereits ein halbes Jahr im Vorfeld interimistisch übernommen hatte, gestaltete sich der geplante Übergang nahtlos. Die intensive Einarbeitungsphase hat gezeigt, dass wir organisatorisch wie inhaltlich hervorragend aufgestellt sind, um die Zukunft erfolgreich zu bestreiten. Die ersten Wochen bestätigen diesen Eindruck.
Markel ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen und hat sich in Europa als Spezialversicherer etabliert. Welche Schwerpunkte setzen Sie?
Markel Insurance SE ist Teil der Markel Group Inc., einem diversifizierten Fortune-500-Unternehmen, dessen Wurzeln seit jeher im Spezialversicherungsgeschäft liegen. Diese Basis ermöglicht uns langfristiges, stabiles Wachstum. Unser Ziel ist, uns auch europaweit als führender Spezialversicherer zu positionieren und unsere Marktpräsenz stetig auszubauen. Dazu haben wir unter der Leitung unseres CEO Frederik Wulff eine neue regionale Struktur mit drei Regionaldirektoren für DACH, Südeuropa sowie Benelux und Frankreich geschaffen. Diese Organisation erlaubt uns, marktspezifischer, näher an den Kunden und noch schlagkräftiger zu agieren.
„Wir wollen unseren Partnern mehr Möglichkeiten bieten, Risiken bei uns zu platzieren“.
Welche Vorteile entstehen daraus für Ihre Vertriebspartner in der DACH-Region?
Ganz klar: mehr Nähe, mehr Flexibilität und ein breiteres Angebot. Wir wollen unseren Partnern mehr Möglichkeiten bieten, Risiken bei uns zu platzieren – vom Kleinst- bis zum Großrisiko. Entscheidend ist, dass wir für jede Komplexitätsstufe das passende Modell bieten. Für weniger komplexe Risiken stellen wir standardisierte, einfach handhabbare Lösungen bereit, während wir für anspruchsvolle Fälle hochindividualisierte Konzepte entwickeln, die tiefes Underwriting-Know-how erfordern.
Können Sie uns konkrete Beispiele nennen?
Klar. Mit dem neu gelaunchten Antragsmodell Markel Pro IT können IT-Unternehmen bis zu einem Jahresumsatz von 10 Mio. Euro innerhalb weniger Minuten eine passgenaue Absicherung erhalten. Die digitale Antragsstrecke ermöglicht dabei eine schnelle und dennoch präzise Risikoeinschätzung für diese wachstumsstarke, aber oft unterversicherte Branche. Parallel dazu haben wir zu Beginn des Jahres den Einstieg in das Geschäft mit erneuerbaren Energien vollzogen – ein hochspezialisiertes Segment, das neben intensiver individueller Beratung vor allem tiefgreifende Underwriting-Expertise in der Bewertung komplexer technischer und projektspezifischer Risiken erfordert.
Seite 1 „Wir wollen führender Spezialversicherer in Europa werden“
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Seite 3 Der demografische Wandel und der Fachkräftemangel stellen die Versicherungsbranche vor große Herausforderungen. Wie begegnet Markel diesen Entwicklungen?
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