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5. Februar 2026
Aus der Struktur in die Vollen: Die Reise des Jungmakler-Award-Siegers

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Aus der Struktur in die Vollen: Die Reise des Jungmakler-Award-Siegers

Aus der Struktur in die Vollen: Die Reise des Jungmakler-Award-Siegers

Spätestens seit der DKM 2025 ist Lennard Schwarzer ein Name in der Branche. Nach seinem Start im Strukturvertrieb hat er sich im vergangenen Jahr mit seinem Unternehmen LS Finanzmakler und dem Geschäftsmodell Vereinssponsoring beim Jungmakler Award beworben und es an die Spitze geschafft. Wie kam es dazu und wo geht die Reise für ihn noch hin?

Interview mit Lennard Schwarzer, Geschäftsführer von LS Finanzmakler
Hi, Lennard, du hattest deinen Einstieg in die Versicherungsbranche und die Vermittlerbranche im Strukturvertrieb. Was hat dich dazu bewegt, in die Selbstständigkeit zu gehen?

Der Strukturvertrieb war für mich ein guter Einstieg, um die Branche von Grund auf kennenzulernen. Man lernt dort früh Vertrieb, Kundengespräche und Eigenverantwortung sowie Führung kennen. Mit zunehmender Erfahrung wächst aber bei vielen der Wunsch, Beratung und Prozesse selbst zu gestalten.

Hattest du einen bestimmten ausschlaggebenden Punkt, an dem du dir gesagt hast: „So nicht, ich werd’ jetzt Makler“?

Das war kein einzelner Moment, sondern ein Prozess. Ich habe zunehmend gespürt, dass meine persönliche Beratungsphilosophie nicht immer mit den strukturellen Vorgaben zusammenpasste. Mir war wichtig, langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen und nicht nur produkt- oder provisionsgetrieben zu arbeiten. Der Wunsch nach unternehmerischer Freiheit und einer ganzheitlichen Beratung hat letztlich den Ausschlag gegeben.

Würdest du sagen, dass der Strukturvertrieb ein guter Start in die Branche ist? Hat dir dieser Start geholfen, dein eigenes Unternehmen aufzubauen?

Ja, definitiv. Der Strukturvertrieb ist ein intensives Lernfeld. Man wird früh ins kalte Wasser geworfen, lernt Vertrieb, Eigenmotivation und Zielorientierung. Diese Erfahrungen helfen mir bis heute – gerade beim Aufbau eines Teams und klarer Prozesse. Wichtig ist aber, dass man sich weiterentwickelt und reflektiert, ob dieses Modell langfristig zur eigenen Haltung passt. Bei mir war es nicht der Fall.

Du hast dich später auch beim Jungmakler Award beworben – 2025 zum ersten Mal und gleich gewonnen. Was hat dich daran denn konkret gereizt?

Mich hat vor allem der fachliche Austausch gereizt. Der Jungmakler Award ist kein reiner Wettbewerb, sondern eine Plattform, auf der innovative Geschäftsmodelle sichtbar gemacht werden. Für mich war das eine Chance, mein Konzept zu reflektieren, Feedback von erfahrenen Branchenexperten zu bekommen und mich mit Gleichgesinnten zu vernetzen. Dass ich dann auch noch mit dem Vereinssponsoring den Sieg hole, hat mich enorm mit Stolz erfüllt.

Wie hast du die Reise durch den Jungmakler Award erlebt – sei es beim Thema Community oder beim Wettbewerb um den 1. Platz?

Die Community war für mich eines der Highlights. Der Austausch war offen, ehrlich und auf Augenhöhe. Der Wettbewerb selbst war anspruchsvoll, aber fair. Man wird gezwungen, sein Geschäftsmodell klar zu erklären und kritisch zu hinterfragen. Der 1. Platz war natürlich eine große Anerkennung, aber fast noch wichtiger war der Weg dorthin und die wertvollen Mitbewerber, die ich kennenlernen durfte und mit denen ich zum Großteil auch heute noch im Kontakt stehe.