Wie sieht die Maklerbranche eigentlich in Zukunft aus? Wir leben in spannenden Zeiten, wie es angelehnt an ein altes Sprichwort heißt. Nicht nur geopolitisch, sondern auch demografisch und wirtschaftlich. Und auch wenn es beim Versicherungsmakler üblicherweise um Bedürfnisse des Einzelnen, nämlich des Kunden, geht, kann man auch einmal einen Blick auf die Branche als Ganzes werfen.
Einen solchen Blick wagt die AssCompact Trendstudie Maklermarkt 2030+, die in Zusammenarbeit mit Klaus-Jürgen Baum von KJB Consulting, Dr.-Ing. Dietmar Kottmann sowie dem BDVM, dem BVK, der Fonds Finanz, der GA Group und der VEMA erstellt wurde. Bei der Studie wurden insgesamt 1.042 Makler befragt. Sie untersucht neben den aktuellen Konsolidierungsbewegungen und den technologischen Entwicklungen im Maklermarkt auch die Wachstumserwartungen der Makler in verschiedenen Sparten und die Veränderung des Kundenverhaltens. Das sind die Ergebnisse.
Makler eher optimistisch …
Zuallererst: Übergreifend rechnen die Makler mehrheitlich in allen Sparten mit stabilen bis wachsenden Trends – tendenziell wird das Unternehmensgeschäft positiver gesehen als das Privatgeschäft. Sprich: Die stärkste Wachstumserwartung liegt bei der betrieblichen Krankenversicherung, bei der 56% der Befragten mit Wachstum oder starkem Wachstum rechnen, und im gewerblichen Sach-Bereich (54%). Immerhin 39% rechnen in der betrieblichen Altersversorgung mit Wachstum oder starkem Wachstum. Laut Studienautoren sehen die beiden letztgenannten Sparten gerade Mittelstands- und Großmakler überwiegend positiv.
In den Privat-Sparten wird es laut der Studie vor allem gut um die Biometrie und um den Sach-Bereich. In der Biometrie erwarten 40% ein Wachstum und immerhin 5% ein starkes Wachstum. In Sach rechnen 41% mit Wachstum und 6% mit starkem Wachstum – 46% sehen die Sparte stabil.
Die nach Meinung der befragten Makler am stärksten gefährdete Sparte ist die, die aktuell branchenpolitisch im Mittelpunkt steht: nämlich die private Altersvorsorge. 26% betrachten das Geschäft darin als zukünftig rückläufig, 7% als stark rückläufig – insgesamt entspricht das einem Drittel.
Seite 1 Maklermarkt 2030+: Zwischen Stabilität und Transformation
Seite 2 Wenig (echtes) Wachstum
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