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3. August 2026
Wo ist der Hauskauf erschwinglich und wo nicht?

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Wo ist der Hauskauf erschwinglich und wo nicht?

Wo ist der Hauskauf erschwinglich und wo nicht?

Gemeinsam mit dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat Interhyp den neuen Erschwinglichkeitsindex für Einfamilienhäusern in 400 deutschen Landkreisen und Städten veröffentlicht. Laut Interhyp zeigt die Auswertung ein anderes Ergebnis, als es die aktuellen Rahmenbedingungen zunächst vermuten lassen.

Um die Erschwinglichkeit von Wohneigentum zu messen, setzt der Interhyp-IW-Erschwinglichkeitsindex die monatliche Kreditrate ins Verhältnis zum Nettoeinkommen eines Modellhaushalts in der jeweiligen Region. Auf Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte entspricht ein Wert von 100 einer Annuität von 35% des Einkommens, also die Marke, ab der ein Immobilienkauf als erschwinglich gilt. Werte über 100 stehen für eine bessere Erschwinglichkeit, bei Werten unter 100 übersteigt die Belastung diese Schwelle. Als Einkommensbasis dient das 70. Perzentil der Bruttoarbeitsentgelte von Vollzeitbeschäftigten im Alter von 30 bis 40 Jahren. 70% dieser Beschäftigten verdienen weniger, 30% mehr. Der Musterhaushalt besteht aus zwei Erwerbstätigen und zwei Kindern – Nettohaushaltseinkommen werden anschließend berechnet.

Einfamilienhäuser bleiben im Schnitt weiter erschwinglich

Vor dem Hintergrund starker Zinsschwankungen infolge geopolitischer Ereignisse und gedämpfter Konjunkturaussichten bleibt das wirtschaftliche Umfeld für den Hauskauf herausfordernd. Das Ergebnis der Auswertung falle anders aus, als es die Rahmenbedingungen im Sommer 2026 zunächst vermuten lassen, wie es von Interhyp und die IW Institut heißt.

Aktuell steht der bundesweite Durchschnitt des Index bei 103 Punkten (Stand: Juni 2026). Das Verhältnis von monatlicher Rate zu verfügbarem Haushaltsnettoeinkommen liegt also nahe der Marke von 35%. Einfamilienhäuser erweisen sich damit im bundesweiten Durchschnitt weiterhin als erschwinglich – viel Spielraum gibt es laut Interhyp und IW nach unten aber nicht.

Wo ist der Hauskauf erschwinglich und wo nicht?

Gegenüber dem Stand zur Veröffentlichung der letztjährigen Ausgabe ist der Index nahezu unverändert, im Halbjahresvergleich hat er leicht nachgegeben. Seit Beginn 2025 bewegt sich der Index in einem engen Korridor zwischen 103 und 107 Punkten. „Die zuletzt wieder höheren Zinsen sowie die gestiegenen Immobilienpreise werden aktuell noch durch eine Steigerung bei den Löhnen ausgeglichen“, erläutert Interhyp-CEO Jörg Utecht die Seitwärtsbewegung. Große Sprünge nach oben seien in absehbarer Zeit zudem nicht zu erwarten, meint Prof. Michael Voigtländer vom Institut der deutschen Wirtschaft. „Ich rechne weder mit spürbar besseren Finanzierungskonditionen noch mit einem massiven Rückgang bei den Preisen“, so der IW-Ökonom.

Deutliche Unterschiede in den Bundesländern

In Sachen Erschwinglichkeit des Immobilienerwerbs ergeben sich deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern. Dabei ist sowohl ein Nord-Süd- als auch ein Ost-West-Gefälle erkennbar. Die rechnerisch günstigsten Voraussetzungen bestehen derzeit im Saarland und in Schleswig-Holstein mit jeweils 141 Punkten sowie in Sachsen-Anhalt mit 140 Punkten. Das Verhältnis von Annuität zu Einkommen liegt dort zwischen 25 und 26%. Die monatliche Belastung durch die Finanzierung bewegt sich damit auf einem Niveau, das auch unter vorsichtigen Annahmen als tragbar gelten kann.

Zu den Bundesländern mit vergleichsweise hohen Indexwerten zählen außerdem Thüringen mit 132 Punkten und Bremen mit 128 Punkten. Die niedrigsten Werte entfallen hingegen auf die bekannten Hochpreisregionen Berlin, Bayern und Hamburg. Berlin erreicht 85 Punkte, Bayern 88 Punkte und Hamburg 90 Punkte. In diesen Ländern beträgt das Annuität-Einkommensverhältnis zwischen 39 und 43%. Auch Hessen liegt mit 96 Punkten weiterhin unter der Marke von 100 Punkten. Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Brandenburg erreichen die Schwelle zur Tragbarkeit dagegen nur knapp.

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