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6. August 2026
Grundfähigkeit und BU: Vorsorge im Wandel?

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Grundfähigkeit und BU: Vorsorge im Wandel?

Grundfähigkeit und BU: Vorsorge im Wandel?

Beschäftigte in der Industrie scheinen ihren Blick auf Grundfähigkeitsversicherung und BU zu verändern. In ihrer Attraktivität ziehen die Absicherungslösungen einer Erhebung nach nun gleich, in ihrer Verbreitung ist die Grundfähigkeitsversicherung aber noch nicht so stark vertreten.

 

Grundfähigkeit und BU: Vorsorge im Wandel?

 

Das klassische Monopol der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) scheint nicht mehr selbstverständlich. Denn einer aktuellen Erhebung von Swiss Life Deutschland, der Industriegewerkschaft IGBCE und der Branchenlösung ChemieRente zufolge ziehen die Grundfähigkeitsversicherung und die BU bei den Beschäftigten-Präferenzen gleich: Demnach finden 31% der Befragten aus der Industrie die gezielte Absicherung von Grundfähigkeiten am attraktivsten – bei der klassischen BU sind es genauso viele. Übergreifend sehen sich zudem 27% zu einer Beurteilung nicht in der Lage.

Ungenutztes Marktpotenzial für Vermittler

Für Vermittlerinnen und Vermittler eröffne dieses Spannungsfeld aus Wunsch und Wirklichkeit ein großes, ungenutztes Marktpotenzial, heißt es von Swiss Life. Auch, weil über die Hälfte aller Beschäftigten laut der Erhebung erwartet, dass die physischen und mentalen Belastungen in den nächsten Jahren für sie weiter steigen werden. Mehr als jeder Zweite erwartet zudem steigende und ein Drittel teilweise steigende Anforderungen an die persönliche Flexibilität und Belastbarkeit. Nur 10% sehen diese eher nicht oder überhaupt nicht auf sich zukommen.

Als Ursache werden vor allem drei Gründe genannt: Zusätzliche Arbeit durch Kosteneinsparungen und Effizienzprogramme (49%) sowie Personalabbau oder nicht nachbesetzte Stellen (48%) führen bei rund der Hälfte zu Mehrbelastung. Häufige Umstrukturierungen und kurzfristige Prozessänderungen (40%) sind die dritthäufigste Stressursache. Doch 45% sind mit Blick auf den eigenen Arbeitsplatz für die kommenden fünf Jahre trotzdem optimistisch.

„Weckruf aus der Mitte der industriellen Realität“

„Die Arbeitsverdichtung steigt und steigt, genauso wie der Veränderungsdruck und das eigene Stresslevel: Die Belastung am Arbeitsplatz hat für die Mehrheit der Industriebeschäftigten weiter zugenommen. Das zeigt unsere aktuelle Umfrage eindrucksvoll“, sagt der IGBCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis. „Wirtschaft und Politik sollten das als Weckruf aus der Mitte der industriellen Realität verstehen.“

Wird Bedeutung von Vorsorge und Absicherung gesehen?

Industriebeschäftigte haben u. a. durch die schwierige wirtschaftliche Lage am Standort Deutschland, Zukunftssorgen und steigenden Druck am Arbeitsplatz ein stark ausgeprägtes Risikobewusstsein erlangt. Mehr als 7 von 10 Befragten halten die Bedeutung von Vorsorge und Absicherung in der heutigen Zeit des Wandels für wichtig. Lediglich 5% sehen (eher) keinen Bedarf.

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