Für 400 Regionen haben die Experten des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) für den Postbank Wohnatlas 2025 die Preisunterschiede zwischen Neubauten, die im Zeitraum von 2023 und 2025 fertiggestellt wurden, und vergleichbaren Bestandswohnungen unter die Lupe genommen. Hiefür hat das HWWI auf Grundlage der Angebote des Jahres 2025 die Preisdifferenzen für 70 m2 große Eigentumswohnungen in zwei Preiskategorien ermittelt: Im mittleren Preissegment wird der Median aller Bestands- sowie aller Neubauwohnungen einer Region einander gegenübergestellt – also der Wert, über und unter dem jeweils 50% der Angebote liegen. Im oberen Preissegment haben die Experten dagegen die teuersten 10% der Neubau- und Bestandswohnungen miteinander verglichen. Nebenkosten wurden nicht berücksichtigt.
Mittleres Preissegment: 49 Regionen mit Aufpreisen von 180.000 Euro
In 49 von insgesamt 400 untersuchten deutschen Regionen beträgt der Preisaufschlag für Neubauten im mittleren Preissegment gegenüber vergleichbaren Bestandswohnungen 2.570 Euro oder mehr pro Quadratmeter. Käufer müssen dort einen Aufpreis von mindestens 180.000 Euro bezahlen. In der Rangliste ganz vorne liegen drei Regionen aus Bayern: Der Landkreis Miesbach weist einen Aufpreis von 422.892 Euro auf. Rang 2 belegt der Landkreis Garmisch-Partenkirchen mit 373.126 Euro und Platz 3 die kreisfreie Stadt Erlangen mit 307.461 Euro Zuschlag für Neubauwohnungen im Vergleich zu Bestandsbauten.
In den weiteren Top 10 finden sich mehrere Großstädte und Stuttgart als einzige Metropole der Big 7. In der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg kommt der Neubauzuschlag auf 261.878 Euro. Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern landet mit einem Aufschlag von durchschnittlich 260.472 Euro Platz 5. Auf den Rängen 5 bis 10 folgen Krefeld, Chemnitz, der Landkreis Uckermark, Mainz und der Landkreis Oberhavel.
„Vielerorts trifft ein knappes Angebot für Bauland auf hohe Baukosten. In einigen Regionen mit erheblichen Preisaufschlägen für Neubauten können Bestandswohnungen daher günstiger sein, selbst inklusive der Sanierungskosten“, erklärt Manuel Beermann, Leiter Produktmanagement Immobilien der Privatkundenbank Deutschland.
Seite 1 Neubau vs. Bestand: Wo Preisunterschiede am höchsten sind
Seite 2 Wo die Preisunterschiede geringer ausfallen
Seite 3 Die Regionen mit den höchsten Preisunterschieden im oberen Segment
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