Seit dem Jahr 2011 führt der Baufinanzierungsvermittler Interhyp inzwischen die Wohntraumstudie durch. Dabei werden regelmäßig die Wünsche, Einstellungen und Einschätzungen der Menschen in Deutschland rund um Wohnen und Wohneigentum beleuchtet. Fünf Jahre nach dem ersten Schwerpunkt der Studie auf der Generation Z liegt der Fokus abermals auf der jungen Generation. Wie die Analyse zeigt, bleibt der Wunsch nach Wohneigentum stark. Die jungen Menschen sind bereit, länger dafür zu sparen, ihre Pläne zu verschieben oder ihre Vorstellungen vom Wunschobjekt anzupassen. Gleichzeitig zeigt die Wohntraumstudie, wie stark die familiäre Ausgangslage beeinflusst, ob junge Menschen einen Immobilienkauf für machbar halten.
Auch Gen Z träumt weiterhin vom Eigenheim
Ein schönes Zuhause bleibt laut Interhyp ein zentraler Wunsch der Menschen in Deutschland. So möchten 68% der Mieter in den eigenen vier Wänden leben. Für rund die Hälfte der Befragten stellt die eigene Immobilie ein Lebensziel oder einen großen persönlichen Traum dar. Wer bereits ein Eigenheim besitzt, ist mit dieser Entscheidung in 97% der Fälle zufrieden.
Auch bei der Gen Z ist der Wunsch nach den eigenen vier Wänden groß. 93% der 23- bis 30-Jährigen wünscht sich ein schönes Zuhause. Unter den zur Miete wohnenden jungen Menschen hat sich das Kaufinteresse laut der Umfrage im Vergleich zu 2021 sogar erhöht: Damals gaben 73% der 18- bis 25-jährigen Mieter an, an einem Immobilienerwerb interessiert zu sein. In der aktuellen Umfrage sind es 80% der 23- bis 30-jährigen Mieter. Rund die Hälfte der 23- bis 30-Jährigen sagt zudem, ihr Wunsch nach Eigentum sei in den vergangenen Jahren stärker geworden. Lediglich bei 15% hat sich der Wunsch abgeschwächt.
„Die junge Generation hat den Traum vom eigenen Zuhause keineswegs aufgegeben. Im Gegenteil: Wohneigentum steht auch für viele junge Menschen für Sicherheit und Stabilität in einer Zeit, die von zahlreichen Unsicherheiten geprägt ist. Gleichzeitig trifft der Wohntraum zunehmend auf die Realität. Und dann stellt sich sehr schnell die Frage: „Was kann ich mir tatsächlich leisten?“, sagt Thomas Kreil, Managing Director Privatkundengeschäft bei Interhyp.
Mehr Pragmatismus auf dem Weg ins Eigenheim
Wenn es um die Leistbarkeit geht, würden 41% der 23- bis 30-jährigen Mieter mit Kaufwunsch länger oder mehr sparen. 33% würden den Kauf auf einen späteren Lebensabschnitt verschieben. Nur 5% würden sich bewusst auf ein langfristiges Leben zur Miete einstellen. Kompromisse würde die junge Generation auch beim Wunschobjekt machen. Für 65% der kaufinteressierten 23- bis 30-Jährigen wäre es denkbar, außerhalb oder ländlicher zu wohnen. 41% würden weniger Wohnfläche akzeptieren und 40% würden sich für einen anderen Immobilientyp entscheiden.
„Die Gen Z ist bereit zu sparen, zu warten und bei der Immobilie Kompromisse einzugehen. Das widerspricht auch dem verbreiteten Klischee einer Generation, der Disziplin oder Verzicht gerne abgesprochen werden. Unsere Studie zeigt vielmehr: Der Wunsch nach Eigentum ist da, aber die jungen Menschen gehen sehr realistisch mit ihren Möglichkeiten um“, erklärt Kreil.
Seite 1 So steht die Gen Z zum Immobilienkauf
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