Der Gang zum Immobilienmakler lohnt sich weiterhin | AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft
AssCompact - Facebook AssCompact - LinkedIN AssCompact - Twitter AssCompact - Xing AssCompact - Youtube

Der Gang zum Immobilienmakler lohnt sich weiterhin
13. November 2019

Der Gang zum Immobilienmakler lohnt sich weiterhin

Immobilienmakler müssen sich auf neue Provisionsregeln bei der Vermittlung von Kaufimmobilien einstellen. Stefan Mantl, Gründer und CEO der onOffice GmbH, hat sich mit dem Für und Wider des Bestellerprinzips bei der Kaufvermittlung von Wohnimmobilien auseinandergesetzt. Demnach lohnt sich der Gang zum Immobilienmakler auch in Zukunft.

1 / 4


Immobilienmakler müssen sich auf neue Provisionsregeln bei der Vermittlung von Kaufimmobilien einstellen. Stefan Mantl, Gründer und CEO der onOffice GmbH, hat sich mit dem Für und Wider des Bestellerprinzips bei der Kaufvermittlung von Wohnimmobilien auseinandergesetzt. Demnach lohnt sich der Gang zum Immobilienmakler auch in Zukunft.


Der Gang zum Immobilienmakler lohnt sich weiterhin
Von Stefan Mantl, Gründer und CEO der onOffice GmbH

Im August 2019 legte sich der Koalitionsausschuss der Bundesregierung auf grundlegende, bundesweit einheitliche Rahmenbedingungen hinsichtlich der Maklerfinanzierung beim Immobilienverkauf fest. Demnach soll künftig derjenige, der einen Makler beauftragt, mindestens 50% der anfallenden Maklergebühren übernehmen, einerlei, ob es sich dabei um den Verkäufer oder Käufer handelt.Wie sich das geplante Gesetz zum Bestellerprinzip auswirken wird, darüber herrscht selbst unter Maklern keine Einigkeit. Dazu kommen die oft auch innerhalb einer Gruppe – Käufer, Verkäufer und Finanzdienstleister – ganz unterschiedlichen Sichtweisen.

Unterm Strich ist es beim Haus- und Wohnungskauf weiterhin empfehlenswert, sich an professionelle Makler zu wenden und sich nicht nur auf die Angebote in Immobilien-Portalen zu verlassen. Schließlich sind dort nur etwa 25% aller Angebote aufgeführt, so das Ergebnis einer internen Studie von onOffice. Interessenten können bei Maklern, die mit onOffice zusammenarbeiten, derzeit auf rund 445.000 Immobilienangebote zugreifen. Nur knapp 106.000 sind auch in Immobilien-Portalen zu finden.

Provisionsdeckelungen sind vom Tisch

Voraussichtlich wird es eine Regelung geben, nach der zunächst der Auftraggeber seinen Anteil an der Maklerprovision von mindestens 50% zu begleichen hat. Erst wenn dies erfolgt ist, muss auch die andere Vertragspartei eine entsprechende Zahlung leisten. Im Fall, dass beide Seiten den Makler beauftragt haben, sollen die Kosten hälftig geteilt werden. Eine während der politischen Diskussionen zum geplanten Gesetzesvorhaben ins Spiel gebrachte Deckelung der Maklergebühren ist offensichtlich verworfen worden. Vertreter der Branche begrüßen dies ausdrücklich. So verweist etwa der BVFI – Bundesverband für die Immobilenwirtschaft darauf, dass nicht nur die Verkäufer, sondern auch Kaufinteressenten vom Know-how eines professionellen Vermittlers profitieren. Zudem wären anderenfalls viele Immobilienunternehmen in ihrer Existenz bedroht.


Stefan Mantl Stefan Mantl


Kommentare

von Volker Theo Fle... am 13.11.2019 um 15:47 Uhr
Klar, das Sie als Verkäufer von Dienstleistungen für Immobilienmakler dafür sind. Als Vermittler von Baufinanzierungen habe ich da eine ganz andere Meinung. Die horrenden Summen, die ein Käufer bezahlen muss (auch bei 50%), stehen NIE! im Verhältnis zur erbrachten Leistung des Maklers. Die schlechten Leistungen von locker 90% der Makler erlebe ich fast täglich. Wenn der Verkäufer zahlt, bleiben nur noch die Guten übrig. Und das wird dem Markt sehr gut tun. Die neue Regelung ist wieder ein Totalversagen der Regierung.

Seiten


Ähnliche News

Fahrländer Partner Raumentwicklung (FPRE) hat Immobilienexperten zu ihren Erwartungen für den deutschen Immobilienmarkt der kommenden zwölf Monate befragt. Rund 1.000 Experten antworteten und bezogen Stellung zur erwarteten Entwicklung von Mieten und Immobilienpreisen der nächsten Monate. weiterlesen
Baugrundstücke werden in Deutschland zunehmend teurer. Erbbaurecht erscheint potenziellen Bauherren als attraktive Alternative zum Grundstückskauf. Timo Handwerker, Spezialist für Baufinanzierungen bei Dr. Klein, mahnt allerdings vor dem scheinbar günstigen Weg zum Gründstück für die eigenen vier Wände. weiterlesen
Die Immobilienwirtschaft schießt weiter scharf gegen den geplanten Mietendeckel in Berlin. Sowohl der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) als auch der Dachverband immobilienwirtschaftlicher Berufe (FIABCI Deutschland) haben nun die drastischen Folgen des Mietendeckels in der Hauptstadt aufgezeigt. weiterlesen


AssCompact Abonnement

Sie wollen das AssComapct Magazin und/oder den AssCompact Newsletter abonnieren? Klicken Sie hier

Sie sind bereits Leser des AssCompact Magazins und möchten Ihre Daten ändern? Klicken Sie hier

Empfohlener Artikel

Die Finanz- und Versicherungsbranche ist bei Nachwuchskräften alles andere als beliebt. Von 14 Branchen landet sie im aktuellen „Young Professionals Barometer“ von Trendence auf dem vorletzten Platz. Welche Versicherer in der Liste der Wunscharbeitgeber ganz vorne liegen, zeigt AssCompact in einer Bildergalerie.