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SMART INSUR erweitert Verbraucherschutz-Tarifcheck

Die Versicherungsplattform SMART INSUR hat ihre Tarifbewertung nach Verbraucherschutzkriterien Smart Check um die Pflegezusatzversicherung ausgebaut. Makler können inzwischen Tarife in 15 Produktsparten des Sach-, Kranken-, Kfz- und Lebensversicherungsbereichs vergleichen.

Mit Smart Check ermöglicht die Versicherungsplattform SMART INSUR neben dem traditionellen Versicherungsvergleich auch einen Tarifcheck nach Kriterien des Verbraucherschutzes. Nun wurde SMART CHECK um die Pflegezusatzversicherung erweitert. Somit umfasst die Tarifbewertung nach Verbraucherschutzkriterien inzwischen 15 Produktsparten des Sach-, Kranken-, Kfz- und Lebensversicherungsbereichs.

„Angesichts steigender Pflegekosten bei zunehmendem Pflegerisiko wird die Beratung zur Pflegezusatzversicherung für Verbraucher immer wichtiger“, berichtet Sebastian Langrehr, Chief Sales Officer (CSO) der Smart InsurTech AG, die die Versicherungsplattform SMART INSUR betreibt.

16 Verbraucherschutzkriterien und acht Zusatzkriterien

„Mit Smart Check bieten wir unseren Partnern die Möglichkeit, Pflegezusatztarife anhand von 16 Verbraucherschutzkriterien und acht Zusatzkriterien zu vergleichen. Dies trägt dazu bei, die Lücke der Endkunden zwischen gesetzlicher Versorgung und den tatsächlichen Kosten für die Pflegeleistungen zu schließen.“ Die neue Produktart wurde auch in die Ergebnisliste der Beratungssoftware Smart Consult integriert. (tik)

Bild: © ipuwadol – stock.adobe.com

 

Bewerbungsfrist für Eisenhut-Award für Vertriebssoftware läuft

Der von KUBI und den Versicherungsforen Leipzig ausgelobte Eisenhut-Award feiert Silber-Jubiläum. Noch bis 16.02.2024 können sich Finanzdienstleister und Anbieter von Vertriebssoftware in der Assekuranz und im Finanzdienstleistungsbereich wie Versicherer, Vertriebsgesellschaften oder Softwarehäuser bewerben.

Den Eisenhut-Award für Vertriebssoftware in der Assekuranz und im Finanzdienstleistungsbereich gibt es bereits seit dem Jahr 2000. Der Wettbewerb richtet sich unter anderem an Finanzdienstleister, Versicherungsunternehmen, Vertriebsgesellschaften sowie Softwarehäuser, die Software für den Vertrieb in der Assekuranz und im Finanzdienstleistungsbereich im weitesten Sinne herstellen oder einsetzen. Ausgelobt wird der Award abermals von den Versicherungsforen Leipzig sowie von KuBI e. V., einer Initiative des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute e. V. In diesem Jahr werden erneut Experten der Versicherungsforen Leipzig im Jury-Team vertreten sein, dem Vermittler, Wissenschaftler, Manager und Repräsentanten von Verbänden angehören.

Vorbildliche Softwarelösungen werden ausgezeichnet

Der Wettbewerb hat zum Ziel, eine hohe Qualität der Beratung von Privat- oder Firmenkunden zur Absicherung und Risikovermeidung durch geeignete Software zu unterstützen. Prämiert werden vorbildliche Softwarelösungen. Optimierungsmöglichkeiten werden den Bewerbern vertraulich und kostenlos mitgeteilt. Wie die Veranstalter mitteilen, fließen die Themen Gesetzeskonformität, Bedienungskomfort sowie die ausreichende Berücksichtigung von individuellen Bedürfnissen, Wünschen und Fähigkeiten von Kunden und Nutzern in die Jury-Bewertung ein.

Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 16.02.2024

Bewerbungen für den Award sind noch bis zum 16.02.2024 möglich. Die Auszeichnungen erfolgen dann am 17.05.2024. Die Bewerbungsunterlagen sowie Teilnahmebedingungen können formlos unter dem Stichwort „Eisenhut-Award“ angefordert werden per Mail an pfingsten@finanzdienstleistungswards.de oder per Download von der KuBI-Homepage unter kubiev.de. (tik)

Bild: © ZinetroN – stock.adobe.com

 

NÜRNBERGER digitalisiert bKV mit Xempus

Vermittler können künftig die bKV-Budgettarife der NÜRNBERGER digital beraten und abschließen. Gruppenverträge lassen sich online erstellen und direkt digital unterschreiben. Hierfür erweitert der Versicherer die Zusammenarbeit mit dem Technologieanbieter Xempus.

Die NÜRNBERGER VERSICHERUNG setzt bei der betrieblichen Krankenversicherung (bKV) auf Digitalisierung und baut dafür die Kooperation mit dem Technologieanbieter Xempus weiter aus. Ab sofort haben Vermittler die Möglichkeit, alle Leistungsstufen der bKV-Budgettarife der NÜRNBERGER digital zu beraten und abzuschließen. In der digitalen Beratungsstrecke wird der Vertrieb im Verkaufsgespräch mit dem Arbeitgeber unterstützt und flexibel durch das Kundengespräch geführt. Zugleich lassen sich individuelle Beratungsschwerpunkte setzen. Wie der Versicherer weiter mitteilt, ermöglicht das browserbasierte Tool zudem den direkten Abschluss am Point of Sale. Gruppenverträge können online erstellt und direkt digital unterschrieben werden. 

Self-Services für Arbeitgeber werden ausgebaut

Der Arbeitgeber kann seine Mitarbeiter digital anmelden, und zwar entweder einzeln per Eingabemaske oder als Gruppe per Excel-Liste. Die Bestandsprozesse und Self-Services für den Arbeitgeber sollen nach und nach erweitert werden.

„Die bKV ist einer der größten Wachstumsmärkte in der Versicherungsbranche. Um hier erfolgreich zu sein, braucht es schlanke Prozesse und eine intuitive Software. Mit Xempus helfen wir den Vermittlern, die Chancen in diesem Markt effektiv zu nutzen“, erklärt Christian Barton, Kranken-Vorstand der NÜRNBERGER.

„Wir freuen uns sehr, die NÜRNBERGER VERSICHERUNG, neben der betrieblichen Altersversorgung, nun auch bei der Digitalisierung der betrieblichen Krankenversicherung zu unterstützen“, ergänzt Martin Bockelmann, Co-Vorstandsvorsitzender von Xempus. „Transparente Informationen, einfache Prozesse und datengetriebene Entscheidungen verändern die Beratung wesentlich und schaffen die notwendigen Skalierungseffekte, um zur Verbreitung der bKV beizutragen“, so Bockelmann weiter. (tik)

Bild: © NicoElNino – stock.adobe.com

 

KI im Vertrieb: „Anfangs war es noch sehr ungewohnt“

Die Selli AG hat sich zum Ziel gesetzt, Vertriebsmitarbeitenden die Arbeit mithilfe von KI zu erleichtern. Bei der Versicherungskammer Bayern kommt das Tool „move“ bereits zum Einsatz – mit Erfolg, wie Jürgen Hatz zu berichten weiß. Wie funktioniert das KI-Tool und wie wird es angenommen?

Interview mit Jürgen Hatz, Geschäftsführer der Versicherungskammer Bayern Versicherungs- und Vorsorgevermittlung GmbH
Herr Hatz, Sie nutzen das KI-gestützte Tool „move“ der schweizerischen Selli AG in Ihrem Vertrieb. Wie funktioniert es?

Das Tool sammelt strukturierte und unstrukturierte Daten aus dem Internet und bereitet diese so auf, dass wir sie ohne weitere Recherchearbeiten für unseren Vertrieb nutzen können. Dabei werden alle im Netz auffindbaren öffentlichen Informationen zu einem Unternehmen, z. B. aus Handelsregistereinträgen, sozialen Medien, Nachrichtentexten, der Unternehmenswebseite usw. zusammengetragen. Man sieht so auf einen Blick Stichpunkte für Gesprächseröffnungen, die passenden Ansprechpersonen inklusive Kontaktdaten und mögliche Verbindungen in meinem bestehenden Netzwerk. So kann ich unmittelbar mit den potenziellen Neukunden in Kontakt treten, entweder direkt oder über Netzwerkkontakte. Verkürzt gesagt: Alles, was man vorher in zeitintensiver und mühsamer Recherchearbeit selbst zusammentragen musste, liefert das Tool in kürzester Zeit passgenau.

Was ist Ihr bisheriges Fazit?

Das Tool hat sich als wertvolle Unterstützung im Alltag erwiesen, die ich nicht mehr missen möchte. Der Hauptmehrwert des Tools liegt für meine Mitarbeitenden und mich in der Zeitersparnis und den dargestellten Informationen. In der Vergangenheit mussten wir viel Zeit für Recherchetätigkeiten aufwenden, die wir nun für die eigentlichen Vertriebstätigkeiten zur Förderung der Geschäftsentwicklung optimal nutzen können.

Gab es auch Skepsis unter den Mitarbeitenden oder auch von Ihnen selbst gegenüber der KI? Und hat sich das inzwischen gelegt?

Anfangs war es zugegebenermaßen noch sehr ungewohnt, mit einem KI-getriebenen Tool umzugehen. Dass eine Anwendung in diesem Maße mitdenkt und entsprechende Ergebnisse liefert, daran muss man sich erst gewöhnen. Sobald man sich aber damit auseinandergesetzt hat, fügt sich die KI nahezu reibungslos in den Arbeitsalltag ein und die Mitarbeitenden erleben durch einen optimalen Einsatz der KI eine Unterstützung in ihrer Arbeit. Digitalisierung und Automatisierung sind nicht nur für die Kundenzufriedenheit entscheidend, denn spätestens, wenn die sogenannten Babyboomer im nächsten Jahrzehnt in Rente gehen, nimmt der Bedarf an Mitarbeitenden noch stärker zu als aktuell im derzeitigen Kontext des Fachkräftemangels.

Wir haben „move“ mit dem erklärten Ziel eingeführt, unsere Mitarbeitenden zu unterstützen, damit sie mehr Zeit haben, ihre Stärken im Vertrieb besser ausspielen zu können. Die Berufsbilder werden sich stetig verändern und weiterentwickeln. Es ist wichtig, dass Mitarbeitende mit den neuen Technologien umgehen und diese gewinnbringend für ihre Tätigkeiten einsetzen können.

Wo sehen Sie denn für sich den Mehrwert in der Verwendung dieses Tools? Geht es hauptsächlich um Zeitersparnis bei der Neukundengewinnung?

Zeitersparnis ist sicherlich ein Hauptaspekt, der größere Folgen nach sich zieht, als man auf den ersten Blick vermuten mag. Denn unsere Abschlussquoten haben sich seit der Nutzung von der Anwendung deutlich gesteigert, da unsere Mitarbeitenden in weniger Zeit mehr Kunden ansprechen können. Dadurch und durch die administrative Entlastung steigt auch die Zufriedenheit im Team. Alles in allem steigert das Tool sowohl Effizienz als auch Effektivität unserer vertrieblichen Leistungen.

Was kann KI Ihrer jetzigen Erfahrung nach (noch) nicht?

Ein Beispiel ist der direkte Kundenkontakt. Der Vertrieb lebt vom Faktor Mensch, insbesondere in einem sensiblen Bereich wie Versicherungen. Hier geht es um Vertrauen und Integrität, daher ist es unvorstellbar, dass die KI z. B. Vertriebsgespräche führt, selbst, wenn sie dazu eines Tages in der Lage ist. Alles, was „move“ zum jetzigen Zeitpunkt macht – Assistenz-, Recherche- und administrative Aufgaben – ist bereits eine sehr gute Basis. Hier sind wir bei der Frage nach dem disruptiven Potenzial von KI und ob die Veränderungen, die sie mit sich bringt, in allen Bereichen solchen gravierenden Einfluss nehmen werden wie oft angenommen.

Sehen Sie denn auch allgemeine Risiken, die durch KI entstehen könnten?

Die allgemeine Herausforderung im Umgang mit KI-gestützten Tools liegt darin, sich nicht das eigenständige Denken und den gesunden Menschenverstand abzugewöhnen. Das wäre insbesondere im Vertrieb, wo der persönliche Kontakt eine tragende Rolle spielt, hinderlich. Die KI kann keine Empathie, das persönliche Miteinander und die Kreativität ersetzen. Generell müssen wir die Balance finden, mit der Technik zu gehen und gleichzeitig unser bestehendes Know-how aufrechtzuerhalten.

Wo sehen Sie in Zukunft die größten Veränderungen im Versicherungsvertrieb?

Die Komplexität im Versicherungsvertrieb und damit auch in Versicherungsagenturen nimmt immer mehr zu. Hieraus resultiert die Fokussierung auf Vertriebsschwerpunkte am POS und eine konsequente Strukturierung interner Abläufe. Der Einsatz von KI unterstützt dabei mit Zeitersparnis bei verschiedenen Vorgängen.

Über das KI-Tool „move“

„move“ ist eine KI-gestützte Vertriebsassistenz der Selli AG, die fortlaufend unstrukturierte Daten aus dem Internet sowie strukturierte Daten, wie Handelsregistereinträge, erhebt und analysiert. Diese Daten werden Vertriebsmitarbeitenden dann in einem personalisierten, digitalen Portal zur Verfügung gestellt. Die Vertriebsmitarbeitenden erhalten so Erkenntnisse über Bestands- und Neukunden sowie Impulse, mit bestehenden oder potenziellen Kunden in Kontakt zu treten, z. B. bei Veränderungen von Firmenstrukturen, Mandatsträgern oder Netzwerken.

Über die Selli AG

Das Schweizer Start-up will laut eigenen Angaben Vertriebsanwendern mit selbstlernenden, humanoiden KI-Produkten mehr Effizienz, Wachstum und letztlich mehr Work-Life-Harmony ermöglichen. Mit der bereits bestehenden Web-Lösung „move“, richtet sich das Angebot zunächst branchenübergreifend auf das Unternehmensgeschäft, mit dem Fokus auf Banken und Versicherungen. Bis 2024 soll ein Sales-Eco-System etabliert werden, welches insbesondere mobile Applikationen und Use Cases für alle Business-Anwender unterstützt. Die Selli AG hat Standorte in Cham, Zürich und Bratislava. Weitere internationale Standorte sollen folgen.

Bild: © Jürgen Hatz, Versicherungskammer Bayern

 
Ein Interview mit
Jürgen Hatz

Wie Vermittler Erfolg mit Mitarbeitern haben

Steffen Ritter ist Geschäftsführer des Instituts Ritter. Außerdem ist er Autor, Trainer, Redner und Mitinitiator des Jungmakler Awards. Für AssCompact gibt er Maklern in seiner monatlich erscheinenden Kolumne praktische Tipps, um besondere und alltägliche Herausforderungen zu meistern.

Viele Vermittler machen immer häufiger die Erfahrung, dass es echt schwer ist, gute Mitarbeiter zu finden. Es ist mitunter sogar schwer, überhaupt Mitarbeiter zu finden. Ist das eine rein subjektive Wahrnehmung oder ist dem wirklich so? Wir bemerken in Beratungen und Trainings, dass sich gerade die Spreu vom Weizen trennt. Die einen haben schlichtweg keine Probleme in der Personalgewinnung, die anderen wiederum scheinbar keine Chance. Woran liegt das?

Fünf Hebel für Erfolg mit Mitarbeitern

Es sind in der Regel fünf Komponenten, die den Erfolg in der Zusammenarbeit mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern forcieren. In diesem Beitrag sind diese fünf Punkte nur kurz angerissen. In den nächsten Beiträgen gehe ich nacheinander auf alle Punkte und auf Best Practices der Branche detailliert ein.

1. Attraktive Außendarstellung

Es reicht nicht aus, gut zu sein. Andere müssen genau das auch wahrnehmen. Vermittler können sich abheben, wenn sie sich professionell, authentisch und sympathisch präsentieren. Social Media kann ein geniales Instrument dafür sein. Passend zu den Menschen, denen ich auffallen will, sollten die Plattformen gewählt werden.

2. Positives Unternehmensklima

Super Außendarstellung wird nachhaltig nur dann zum Erfolg führen, wenn das tatsächliche Erleben im Unternehmen dem auch gerecht wird. Erst ein positives Unternehmensklima sorgt dafür, dass auch Mitarbeiter über ihre Arbeit berichten, also auch selbst für Reichweite sorgen und Multiplikator sind.

3. Durchdachte Aufgabenzuordnung

Mitarbeiter anziehende Unternehmen entstehen genau dann, wenn bestehende Mitarbeiter sich wohlfühlen. Das tun sie, wenn sie insbesondere stärkengerecht eingesetzt werden, Spaß an ihrer Arbeit haben und Klarheit über Aufgaben, Zuständigkeiten und Co. besteht.

4. Professionelle Standardfixierung

Damit auch „normal befähigte“ Mitarbeiter überdurchschnittlich zum Erfolg beitragen können, ist es hilfreich, für die Kernprozesse Standards zu fixieren. Hat man diese nicht, muss man den einen genialen Super-Mitarbeiter suchen, den man wahrscheinlich nicht findet.

5. Systematische Mitarbeiterentwicklung

Damit die richtigen Leute dauerhaft zum Erfolg beitragen, persönlich entwickelt und zugleich gebunden werden, sollte auch die Zusammen­arbeit mit den Mitarbeitern, also Feedback- und Entwicklungsge­spräche, Teammeetings usw., systematisch erfolgen.

Professionalität ist Zukunftsgarant

Um mit noch mehr Vermittlern, deren Teams und mit betreuenden Führungskräften hieran arbeiten zu können, eröffnen wir – übrigens auch inhouse – am 15.01.2024 unsere Vermittlerschule. So vereinfachen sich Vermittler ihre Entwicklungsarbeit und ersparen sich manch aufwendige Unternehmensberatung. Zugleich sorgen Versicherer dafür, dass ihre Führungskräfte am Puls der Zeit ihre Vermittler betreuen und ihnen Mehrwert bieten können. Unsere Erfahrungen zeigen: Entwicklung kann richtig Spaß machen!

Auf www.agenturberatung.de gibt es alle Infos. Oder gleich auf agenturberatung.de/vermittlerschule anmelden.

Informationen zum Jungmakler Award und Teilnahmebedingungen unter jungmakler.de
Diesen Artikel lesen Sie auch in AssCompact 01/2024 und in unserem ePaper.
 
Ein Artikel von
Steffen Ritter

Sieben Risiken für den Finanzsektor im Visier der BaFin

In einem aktuellen Bericht beschreibt die BaFin die größten Gefahren für das deutsche Finanzsystem – allen voran IT-Risiken. Störungen müssten nicht einmal bei Banken oder Versicherern selbst auftreten, sondern bei IT-Dienstleistern. Die Aufsicht fordert, in operationelle Sicherheit und Stabilität zu investieren.

In dem Bericht „Risiken im Fokus der BaFin 2024“ nennt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht die aus ihrer Sicht sieben größten Gefahren für die Finanzstabilität und die Integrität des deutschen Finanzsystems. Cyber-Attacken oder IT-Pannen bilden nach Ansicht der Aufsichtsbehörde eines der Hauptrisiken, auf die sie ihr Augenmerk richtet. Denn mit der zunehmenden Digitalisierung wird der Finanzsektor zwar schneller, effizienter und wettbewerbsfähiger, aber zugleich auch verwundbarer. Die Gefahr von Cyberangriffen steigt, die Abhängigkeiten von einigen großen IT-Dienstleistern nehmen zu.

Risiken durch Konzentration auf wenige IT-Dienstleister

Denn hierzulande betreuen in einigen Bereichen wenige spezialisierte IT-Dienstleister einen Großteil der Kreditinstitute oder auch der Versicherer. Die BaFin warnt vor den Gefahren, die dies mit sich bringt. „Störungen müssen nicht einmal bei Banken oder Versicherern selbst auftreten. Auch plötzliche Probleme bei von ihnen beauftragten Dienstleistern können das ganze System beeinträchtigen“, wie die BaFin schreibt. Risiken aus Konzentrationen bei der Auslagerung von IT-Dienstleistungen zählen deshalb auch zu den Gefahren, die die Aufsichtsbehörde 2024 besonders im Blick hat. Zusätzliche Risiken könnten sich durch die Weiterverlagerungen von IT-Dienstleistungen auf Subdienstleister ergeben.

BaFin-Präsident mahnt zu Risikovorsorge

„Die Unternehmen des Finanzsektors müssen resilient sein – gegen finanzielle und operationelle Risiken“, betonte BaFin-Präsident Mark Branson bei der Veröffentlichung des Berichts. Die Finanzbranche verdiene aktuell gut oder sehr gut, so Branson. „Von den Gewinnen sollten nicht nur Aktionäre profitieren. Die Risikovorsorge darf nicht zu kurz kommen“. Die Unternehmen müssten auch mehr denn je in ihre operationelle Sicherheit und Stabilität investieren, forderte der BaFin-Präsident.

Diese sieben Risiken hat die BaFin im Fokus

Insgesamt befasst sich die Finanzaufsicht 2024 vorrangig mit den folgenden sieben Risiken:

  • Risiken aus signifikanten Zinsanstiegen
  • Risiken aus Korrekturen an den Immobilienmärkten
  • Risiken aus signifikanten Korrekturen an den internationalen Finanzmärkten
  • Risiken aus dem Ausfall von Krediten an deutsche Unternehmen
  • Risiken aus Cyber-Attacken mit gravierenden Auswirkungen
  • Risiken aus unzureichender Geldwäscheprävention
  • Risiken aus Konzentrationen bei der Auslagerung von IT-Dienstleistungen

Banken und Versicherer ruft die BaFin im Bericht dazu auf, diese Risiken einzudämmen und ihre Widerstandskraft gezielt zu erhöhen.

Die Aufsichtsbehörde analysiere bereits, welche Aktivitäten und Prozesse die Unternehmen des Finanzsektors auf welche Dienstleister ausgelagert hätten. Anhand einer Auslagerungsdatenbank verschafft sich die BaFin einen Überblick über Auslagerungsbeziehungen, um Verflechtungen und Konzentrationsrisiken am Finanzmarkt zu identifizieren. Mehr zu den Aktivitäten findet sich im Bericht „Risiken im Fokus der BaFin 2024“.

Rekordinvestitionen der Versicherer in IT

Die Versicherer haben derweil im Jahr 2022 so viel für den Aus- und Umbau ihrer IT ausgegeben wie noch nie. Dies zeigen aktuelle Daten des GDV. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Ausgaben auch vor dem Hintergrund der genannten Risiken weiter entwickeln werden. (tik)

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Wie wird KI in Vermittlerbetrieben eingesetzt?

In welchen Bereichen findet künstliche Intelligenz in der Versicherungsvermittlung und Finanzberatung bereits Anwendung und wo werden Potenziale gesehen? AssCompact hat bei Versicherungsvermittlern, Pools und Vertrieben nachgefragt und die Aussagen in einer Bildergalerie zusammengefasst.

 
von
 

blau direkt bietet zweite Investmentlösung

Maklerpartnerinnen und -partnern von blau direkt werden demnächst zwei Investmentlösungen zur Verfügung stehen: Neben dem Angebot von FONDSNET wird es auch eines von fundsaccess geben, das für die Finanzberatung genutzt werden kann. Das Angebot soll in wenigen Wochen startklar sein.

Der Infrastrukturdienstleister blau direkt wird zukünftig zwei Investmentlösungen anbieten – „INVESTIFANT – powered by FONDSNET“ und neu: „INVESTIFANT – powered by fundsaccess“. Laut eigenen Angaben ist blau direkt dann der einzige Maklerpool der Branche mit zwei Investmentlösungen. Bei der Dual-Ansatz-Strategie haben Vermittlerinnen und Vermittler freie Auswahl, wie sie ihr Investmentgeschäft abwickeln wollen. Das Unternehmen baut damit sein Portfolio für den Investmentbereich aus; Maklerinnen und Makler können ihrem Kundenkreis eine breitere Palette an Optionen bieten.

fundsaccess steht innerhalb weniger Wochen zur Verfügung

Mit der Technologie von fundsaccess ergänzt blau direkt seine Systemwelt mit Depoteröffnungs- und Antragsunterlagen sowie mit digitalen Schnittstellen zu den wichtigsten Depotbanken und Fondsplattformen. Die ganzheitliche, rechtskonforme Beratungssoftware von fundsaccess kann für persönliche, vollständig digitale oder hybride Beratungsmodelle genutzt werden.

blau direkt und fundsaccess werden umgehend mit dem Roll-out der Applikation “INVESTIFANT – powered by fundsaccess” beginnen. Somit wird die neue Investmentlösung Maklerpartnerinnen und -partnern von blau direkt innerhalb weniger Wochen zur Verfügung stehen, wie blau direkt bekannt gibt. (lg)

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Digitaler Kontakt mit Versicherern: Was zählt für Kunden?

Immer mehr Kunden setzen beim Kontakt mit Versicherern auf digitale Kanäle. Laut einer Studie stagniert jedoch die Zufriedenheit mit digitalen Lösungen in vielen Bereichen. Wachsende Zufriedenheitswerte sind bei personengesteuerter digitaler Kommunikation zu verzeichnen.

Im aktuellen „Techmonitor Assekuranz 2024“ beleuchtet das Marktforschungs- und Beratungsinstitut HEUTE UND MORGEN, wie es um die Digitalisierung in der Assekuranz aus Kundensicht steht. Hierfür wurden über 1.500 Versicherungskunden zu ihren digitalen Kontaktpunkten sowie zu ihren präferierten Kontaktkanälen und Kontaktwünschen befragt – differenziert nach 23 digitalen Touch Points und 24 Versicherungsgesellschaften. Die Marktforscher widmeten sich darüber hinaus den Schwerpunkten „Embedded Insurance“ und „Kundenportale“.

Kontakt per Smartphone und App immer beliebter

Der Studie zufolge nutzen die Versicherungskunden in Deutschland immer häufiger digitale Kontaktkanäle zu ihren Versicherern: 2019 waren es noch 57%, inzwischen ist es bereits eine sehr deutliche Mehrheit von 75%. Die Kontaktaufnahme geht zunehmend auch auf mobilem Wege vonstatten via Smartphone und App. Immer mehr Menschen (36% im Jahr 2023 gegenüber 23% im Jahr 2022) wünschen sich dabei, ihre Versicherungsangelegenheiten komplett und bequem über eine einzige App erledigen zu können.

Zufriedenheit stagniert, Versicherer am Zug

Wie die Erhebung aber auch zeigt, geht es in Sachen Zufriedenheit der Versicherten an zahlreichen digitalen Kontaktpunkten nicht voran, wohingegen die Ansprüche der Kunden im Zuge des technologischen Fortschritts weiter steigen. Nach wie vor empfindet beispielsweise mehr als jeder dritte Versicherungskunde den E-Mail-Kontakt mit der Zentrale als nicht zufriedenstellend.

„Die Versicherer sollten einerseits technologisch up-to-date bleiben und die digitalen Erfahrungen ihrer Kunden gezielt weiter verbessern – zumal sich die digitale Zufriedenheit der Kunden zunehmend auch auf die Gesamtzufriedenheit mit den Versicherern auswirkt“, erklärt Axel Stempel, Geschäftsführer bei HEUTE UND MORGEN. Andererseits sollten digitale und personale Interaktionsangebote zukünftig noch besser verknüpft werden, so Stempel weiter. Sonst laufe die fortschreitende Digitalisierung in der Assekuranz auch Gefahr, zu mehr Servicefrust, zum Verpassen von Absatzchancen und zu weiterer Erosion der Kundenbindungen zu führen.

Höhere Zufriedenheit mit personengesteuerter digitaler Kommunikation

Was die digitale Zufriedenheit der eigenen Kunden angeht, sind je nach Kontaktkanal und Dialogpartner deutliche Unterschiede auszumachen. Nach wie vor empfindet mehr als jeder dritte Versicherungskunde den E-Mail-Kontakt mit der Zentrale als nicht zufriedenstellend. Generell zeigen die Ergebnisse des Techmonitors, dass die Zufriedenheit der Kunden höher ist, je persönlicher und direkter der Kontaktweg zu den Versicherungen und deren Vertretern ist. Wachsende Zufriedenheitswerte im digitalen Bereich lassen sich insbesondere bei personengesteuerten digitalen Kommunikationswegen wie E-Mail, Instant Messenger oder Live-Chats beobachten. Unpersönliche und einseitige Kontakte schneiden auch im digitalen Bereich dagegen weniger gut ab.

Menschliche Ansprechpartner bleiben gefragt

Wie die Studie außerdem ergab, zählt für viele Versicherungskunden auch bei zunehmend digitalisierten Kundenbeziehungen weiterhin der Faktor Mensch. Sollten Versicherer künftig in der Kundenkommunikation verstärkt intelligente dialogfähige Chatbots wie „ChatGPT“ setzen, wäre laut HEUTE und MORGEN auch hier bei Bedarf der reibungslose Wechsel zu einem menschlichen Ansprechpartner zu gewährleisten. Die meist älteren vorprogrammierten Chatbots, die derzeit auf den Homepages der Versicherer vielfach noch im Einsatz sind, könnten Kunden bislang nur wenig überzeugen und würden auch nur recht selten genutzt.

Hohes Interesse an Embedded Insurance

71% der Versicherungskunden haben bereits Embedded Insurances abgeschlossen, und zwar vor allem beim Kauf bzw. der Buchung von Reisen, hochwertigen Elektronikprodukten, Autos oder Brillen. Nur 15% der Kunden haben solche Angebote bislang nicht genutzt und schließen dies auch für die Zukunft aus. Speziell im Online-Bereich bzw. im E-Commerce beträgt das Abschlusspotenzial für Embedded Insurance unter Personen, die bereits eine solche Lösung abgeschlossen haben oder sich dies zumindest vorstellen können, bei 64%. Im stationären Geschäft vor Ort beläuft sich der Anteil auf 81%. Beim telefonischen Kauf bzw. Vertragsabschluss sind es dagegen nur 15%.

Kundenportale werden zunehmend genutzt

Die Nutzung der Kundenportale der Versicherer hat 2023 weiter an Fahrt aufgenommen (2019: 44%; 2021: 53%; 2023: 59%). Im Marktdurchschnitt bewegt sich die Zufriedenheit der Versicherungskunden mit den Portalen weiter auf überwiegend hohem Niveau, wobei sich große Unterschiede zwischen einzelnen Anbietern zeigen. Keinerlei Interesse an Kundenportalen in der Assekuranz zeigt dagegen ein Drittel der Kunden.

Flexible und bedarfsgerechte Gesamtstrategien erforderlich

„Auch in Zukunft müssen serviceorientierte Versicherer an flexiblen und insbesondere auch bruchfreien Gesamtstrategien für ihre Kundenbeziehungen arbeiten“, so das Fazit von Jana Grüger, Studienleiterin bei HEUTE UND MORGEN. „Digitale, automatisierte und personale Kontaktwege sollten differenziert nach verschiedenen Anlässen, Zielgruppensegmenten und Kauf- und Bindungsrelevanzen betrachtet und bedarfsgerecht miteinander verbunden werden. Pauschale, für alle Zwecke und Kundenbedürfnisse passende Erfolgsmodelle gibt es nicht.“ (tik)

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KI-Chatbots im Kundenservice: Wie steht es um die Akzeptanz?

Die Mehrheit der Verbraucher ist offen für die Nutzung intelligenter Chatbots in der Kundenbetreuung. Teils herrscht aber auch noch Skepsis, wie eine Studie zeigt. Eine der wichtigsten Erwartungen von Verbrauchern ist es, bei Bedarf nahtlos zu einem menschlichen Kundendienstmitarbeiter wechseln zu können.

<p>Im Rahmen einer Studie hat Nordlight Research die Potenziale, Zielgruppen und Perspektiven für den Einsatz intelligenter Chatbots in der Kundenbetreuung untersucht. Der Analyse zufolge ist die Mehrheit der Verbraucher in Deutschland aufgeschlossen für KI-gestützte Anwendungen im Kundenservice. Jeder Dritte begrüßt KI-Chatbots sogar ausdrücklich oder ist stärker daran interessiert. Und jeder fünfte Verbraucher wäre sogar bereit, ganz auf den menschlichen Kundenbetreuer zu verzichten, wenn der KI-Kollege schneller und besser unterstützt. </p><p>47% der Verbraucher sind noch zurückhaltend oder zwiegespalten, was KI-Chatbots angeht. Für 20% wiederum kommt die Nutzung von solchen Anwendungen grundsätzlich nicht in Frage. </p><h5>Akzeptanz wächst mit zunehmender Vertrautheit mit KI-Chatbots</h5><p>Vor allem jüngere und mittlere Altersgruppen sowie technologieaffine Verbraucher stehen einem verstärkten Einsatz intelligenter Chatbots im Kundenservice positiv gegenüber. Männer sind laut Studie etwas aufgeschlossener als Frauen. Generell steigt die Akzeptanz mit zunehmender Vertrautheit der Verbraucher mit KI-Chatbots signifikant an.</p><p>„Für Unternehmen ist es ratsam, sich intensiv mit den rasanten Entwicklungen der Chatbot-Technologien auseinanderzusetzen“, erklärt Thomas Donath, Geschäftsführer bei Nordlight Research. „Dabei sollten sie Chancen und Grenzen für die Gestaltung der Kundenbeziehungen über Chatbots –– zumindest an ausgewählten Kontaktpunkten –– ergebnisoffen erkunden. Wichtig sind hier Pioniergeist und ein differenziertes Kunden- und Prozessverständnis; übertriebene Euphorie oder bloßer Argwohn sind hingegen nicht zielführend“, so Donath weiter.</p><h5>Was Kunden an KI-Chatbots schätzen</h5><p>Als Pluspunkte in der Nutzung von KI-Chatbots im Vergleich zur Interaktion mit menschlichen Kundenbetreuern sehen die Kunden vor allem die Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit (58%). Auch schnellere Antworten und kürzere Wartezeiten (50%) betrachten die Kunden als Vorteile. Unternehmen profitieren aus Verbrauchersicht durch die Entlastung des menschlichen Kundensupports (31%). Teilweise werden Chatbots auch als geduldiger (27%), vorurteilsfreier (25%) und insgesamt effizienter (21%) als der gewöhnliche Kundenservice beurteilt. </p><h5>Bei welchen Aspekten noch Skepsis herrscht</h5><p>Jedoch sind 56% der Verbraucher derzeit noch skeptisch, was die Fähigkeit von KI-Chatbots angeht, die Kontexte von Kundenanliegen wirklich zu verstehen und hilfreiche Lösungen anzubieten. Ein Drittel ist der Meinung, dass Chatbots im Vergleich zum menschlichen Kundenservice auch anfälliger für Fehler sind. Laut Studie beurteilen die Verbraucher die aktuelle Leistungsfähigkeit von KI-Chatbots aber bereits als hoch ein und rechnen mit weiteren deutlichen Verbesserungen.</p><!--text-long-pagebreak--><!--sub-title||Was Kunden beim Einsatz von KI-Chatbots erwarten--><h5>Was Kunden beim Einsatz von KI-Chatbots erwarten</h5><p>Eine der wichtigsten Erwartungen der Verbraucher beim Einsatz von KI-Chatbots in der Kundenbetreuung ist die Option, bei Bedarf nahtlos zu einem menschlichen Kundendienstmitarbeiter wechseln zu können. Kunden wünschen sich von Unternehmen außerdem eine klare Information, wann intelligente Chatbots und wann menschliche Servicemitarbeiter eingesetzt werden. Für die Mehrheit der Verbraucher zählt es außerdem, dass ein Chatbot persönliche Erwartungen und Interessen erkennt und berücksichtigt. Generell sind eine hohe Benutzerfreundlichkeit und einfache Bedienung wichtig. Datenschutz und Datensicherheit sind für rund jeden fünften Kunden bei der Nutzung intelligenter Chatbots von besonderer Bedeutung. </p><p>Was die Kommunikation mit Chatbots betrifft, geben die meisten Verbraucher Texteingaben der Vorzug oder aber Text- und Spracheingaben. Nur selten präferiert wird Kommunikation ausschließlich über Spracheingaben (13%). 97% und damit fast alle Verbraucher erwarten, dass Chatbots in deutscher Sprache liefern, 47% auch in Englisch. Bei jüngeren Menschen möchten dies sogar 71%. </p><h5>Versicherungskunden interessieren sich für Terminvereinbarungen</h5><p>Bei den Verbraucher zeigen sich der Studie zufolge keine deutlichen Präferenzen bezüglich der Branchen, in denen KI-Chatbots im Kundenservice verstärkt eingesetzt werden können oder sollten. Die Zustimmungswerte bei klassischen Dienstleistungssektoren wie Versicherer, Energieversorger, Telekommunikationsanbieter oder Gesundheitsdienstleister sind ähnlich. Was die bevorzugten Nutzungszwecke von KI-Chatbots in verschiedenen Dienstleistungsbranchen angeht, zeit die Auswertung: Energiekunden möchten KI-Chatbots verstärkt zur Information über aktuelle Produkte (37%) sowie zur Vertragsverwaltung (36%) nutzen. Versicherungskunden (37%) und Bankkunden (41%) sind besonders interessiert an Terminvereinbarungen mit ihrem Anbieter. Telekommunikationskunden würden ihren Anbietern besonders gerne Feedback und Beschwerden via KI-Chatbots zukommen lassen (27%).</p><h5>Weiteres Nutzungspotenzial </h5><p>Künftig will rund jeder dritte Verbraucher Chatbots von Unternehmen zur Information über bestimmte Produkte sowie für Kundenanliegen häufiger nutzen als bislang. Wie die Experten von Nordlight Research unterstreichen, liegt das kurzfristigere Nutzungspotenzial für KI-Chatbots in der Kundenbetreuung von Dienstleistungsunternehmen – eine hohe Qualität, Relevanz und Integration der dialogfähigen Chatbots vorausgesetzt – bei rund einem Drittel der Kunden. Dieses Potenzial kann perspektivisch noch wachsen, wenn es Unternehmen schaffen, auch die noch unentschlossenen Verbraucher zu überzeugen.</p><p>„Technologien wie ‘ChatGPT’ spielen für Verbraucher eine Schlüsselrolle in der Wahrnehmung und Akzeptanz von KI-Chatbots in der Kundenbetreuung von Unternehmen“, sagt Verena Hallmann, Studienleiterin bei Nordlight Research. „Entscheidend sind die Schaffung von Vertrauen und der Nachweis der Relevanz KI-gestützter Interaktionen zur Erfüllung konkreter Kundenbedürfnisse. Nur so können Unternehmen verbundene Potenziale realisieren und effektiv in Gesamtstrategien der Kundenbeziehung integrieren“, so Hallmann weiter. (tk)</p><p><i class="font-twelve-italic" >Bild: © ipopba – stock.adobe.com</i></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/C4420431-996F-40DA-BBA5-A8261F01CD36"></div>