AssCompact - Facebook AssCompact - LinkedIN AssCompact - Twitter AssCompact - Xing AssCompact - Youtube

P&R-Betrug: Mehrheit der Gläubiger stimmen Vergleich zu
08. Juli 2019

P&R-Betrug: Mehrheit der Gläubiger stimmen Vergleich zu

Im Anlageskandal um die Containerfirma P&R haben sich Gläubiger und Insolvenzverwalter angenähert. Die große Mehrheit der rund 54.000 Gläubiger haben einem Vergleichsvorschlag zugestimmt. Dieser soll Voraussetzung für erste Ausschüttungen sein.


Im Anlageskandal um die Containerfirma P&R haben sich Gläubiger und Insolvenzverwalter angenähert. Die große Mehrheit der rund 54.000 Gläubiger haben einem Vergleichsvorschlag zugestimmt. Dieser soll Voraussetzung für erste Ausschüttungen sein.


P&R-Betrug: Mehrheit der Gläubiger stimmen Vergleich zu

Es geht um Milliarden: Der Betrugsfall der Containerfirma P&R zählt zu den größten der deutschen Nachkriegsgeschichte. Seitdem die Firma im März 2018 Insolvenz anmeldete, kämpfen Gläubiger um ihr Geld. Anfang Mai 2019 legten die Insolvenzverwalter ihnen einen Vergleichsvorschlag vor (AssCompact berichtete). Dieser wurde nun von der großen Mehrheit der Gläubiger angenommen, wobei noch Unterzeichner hinzukommen können. Laut der Kanzlei des Insolvenzverwalters Michael Jaffés erklärt, es hätten 95% der Geschädigten zugestimmt.

Erste Ausschüttungen an Anleger für 2020 erwartet

Die Annahme des Vergleichs erhöht die Chancen, dass Anleger bereits im Jahr 2020 erste Abschlagszahlungen erhalten. Der Vorschlag sieht vor, dass die Forderungen der Gläubiger nach einem einheitlichen Modell berücksichtigt werden. Eine endgültige Entscheidung wird für Herbst 2019 erwartet. Die Höhe der Ausschüttungen steht aber noch nicht fest.

Viele Container existierten nicht

Nach dem derzeitigen Stand des Verfahrens existierten zwei Drittel der angeblich vermieteten 1,6 Millionen Container überhaupt nicht. Der Schaden der 54.000 wird auf 2,5 bis drei Milliarden Euro geschätzt. (tos)

Bild: © kei907 - stock.adobe.com
 
Lesen Sie auch:

P&R: Insolvenzverwalter sichert 110 Mio. Euro für Anleger und will Vergleich

P&R-Pleite: Vermittler zu Schadensersatz gegenüber Anlegern verurteilt

Expertentalk: Die Lehren aus dem P+R Skandal




Ähnliche News

Beschäftigungsverhältnisse zu Versicherungsmaklern erfolgen häufig in Teilzeit oder auf geringfügiger Basis bis 450 Euro. In den meisten Fällen gibt es keine konkreten Vorgaben zur Arbeitszeit oder die Einteilung der Arbeitszeit erfolgt flexibel. Das kann jedoch ein Kostenrisiko sein, erklärt Fachanwältin Stephanie Has. weiterlesen
Die Beratungen im Finanzausschuss des Bundestags zum Aufsichtswechsel über 34f- und 34h-Vermittler wurden auf nach der Sommerpause vertagt. Damit wird es wahrscheinlicher, dass der Aufsichtswechsel nicht planmäßig Anfang nächsten Jahres erfolgen kann. Ein Kompromiss scheint sich abzuzeichnen. weiterlesen
Entgeltklauseln für ein sogenanntes Basiskonto sind für Verbraucher unwirksam, wenn die Bank bei der Bemessung des Entgelts den Mehraufwand allein auf die Inhaber der Basiskonten umlegt. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden. weiterlesen


AssCompact Abonnement

Sie wollen das AssComapct Magazin und/oder den AssCompact Newsletter abonnieren? Klicken Sie hier

Sie sind bereits Leser des AssCompact Magazins und möchten Ihre Daten ändern? Klicken Sie hier

Empfohlener Artikel

Die Finanz- und Versicherungsbranche ist bei Nachwuchskräften alles andere als beliebt. Von 14 Branchen landet sie im aktuellen „Young Professionals Barometer“ von Trendence auf dem vorletzten Platz. Welche Versicherer in der Liste der Wunscharbeitgeber ganz vorne liegen, zeigt AssCompact in einer Bildergalerie.