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P&R-Betrug: Mehrheit der Gläubiger stimmen Vergleich zu
08. Juli 2019

P&R-Betrug: Mehrheit der Gläubiger stimmen Vergleich zu

Im Anlageskandal um die Containerfirma P&R haben sich Gläubiger und Insolvenzverwalter angenähert. Die große Mehrheit der rund 54.000 Gläubiger haben einem Vergleichsvorschlag zugestimmt. Dieser soll Voraussetzung für erste Ausschüttungen sein.


Im Anlageskandal um die Containerfirma P&R haben sich Gläubiger und Insolvenzverwalter angenähert. Die große Mehrheit der rund 54.000 Gläubiger haben einem Vergleichsvorschlag zugestimmt. Dieser soll Voraussetzung für erste Ausschüttungen sein.


P&R-Betrug: Mehrheit der Gläubiger stimmen Vergleich zu

Es geht um Milliarden: Der Betrugsfall der Containerfirma P&R zählt zu den größten der deutschen Nachkriegsgeschichte. Seitdem die Firma im März 2018 Insolvenz anmeldete, kämpfen Gläubiger um ihr Geld. Anfang Mai 2019 legten die Insolvenzverwalter ihnen einen Vergleichsvorschlag vor (AssCompact berichtete). Dieser wurde nun von der großen Mehrheit der Gläubiger angenommen, wobei noch Unterzeichner hinzukommen können. Laut der Kanzlei des Insolvenzverwalters Michael Jaffés erklärt, es hätten 95% der Geschädigten zugestimmt.

Erste Ausschüttungen an Anleger für 2020 erwartet

Die Annahme des Vergleichs erhöht die Chancen, dass Anleger bereits im Jahr 2020 erste Abschlagszahlungen erhalten. Der Vorschlag sieht vor, dass die Forderungen der Gläubiger nach einem einheitlichen Modell berücksichtigt werden. Eine endgültige Entscheidung wird für Herbst 2019 erwartet. Die Höhe der Ausschüttungen steht aber noch nicht fest.

Viele Container existierten nicht

Nach dem derzeitigen Stand des Verfahrens existierten zwei Drittel der angeblich vermieteten 1,6 Millionen Container überhaupt nicht. Der Schaden der 54.000 wird auf 2,5 bis drei Milliarden Euro geschätzt. (tos)

Bild: © kei907 - stock.adobe.com
 
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