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„Der Berater bleibt ein wichtiger Vertriebskanal für Amundi“

Alexander Koch ist seit Juli für den Drittpartner-Fondsvertrieb von Amundi verantwortlich. Gerade mit Versicherern und Finanzberatern will er die langjährig gewachsenen Beziehungen pflegen und Amundi in Deutschland noch stärker zu einem umfassenden Service- und Lösungsanbieter für die Vertriebspartner und ihre Kunden entwickeln.

<h5>Herr Koch, Sie sind seit Sommer bei Amundi zuständig für den Vertrieb von Publikumsfonds über Banken, Versicherungen und Finanzberater. Wie herausfordernd war der Start angesichts der Herausforderungen durch die Corona-Pandemie?</h5><p> Ich bin sehr froh, dass wir zumindest zu Beginn nicht mehr im Lockdown waren und ich die Kollegen in München und Frankfurt persönlich kennenlernen konnte. Auf meine erste Reise nach Paris freue ich mich noch, die war bisher leider noch nicht möglich. Aber egal ob in München oder in Frankfurt: Ich bin mit freudigen Armen empfangen worden. Das Potenzial und die Talente, die man dabei schon sehen konnte, machen Spaß auf mehr und Spaß auf die Zukunft.</p><h5>Was sind Ihre Ziele bei Amundi?</h5><p>Amundi ist ein großes Haus mit hervorragenden Produkten und Lösungen. Hinzu kommt ein Management mit guten Ideen und einem offenen Ohr für neue Ideen. Nicht zuletzt habe ich ein erfahrenes Team vorgefunden, das in der Lage ist, sich auf die verschiedenen Bedürfnisse der Kunden und Berater einzustellen. Die Basis ist also perfekt. Jetzt geht es darum, mit diesem Team in dem aktuell herausfordernden Umfeld den Wachstumspfad von Amundi zu halten. Das ist die erste und wichtigste Aufgabe. Die zweite wichtige Aufgabe ist es, Amundi klar in Deutschland zu positionieren. </p><h5>Wie wollen Sie Amundi positionieren, speziell in Ihrem Verantwortungsbereich der Banken, Versicherer und Berater?</h5><p>Amundi hat nicht zuletzt aus der Zeit als Pioneer Investments heraus eine lange Historie in Deutschland. Gerade im Versicherungsbereich haben wir sehr gute und langjährige gewachsene Beziehungen. Diese Beziehungen gilt es zu pflegen und auszubauen. Wir stehen schließlich alle vor vielfäl­tigen Herausforderungen. Neben Covid-19 bleiben Themen wie zum Beispiel Regulatorik, technologischer Wandel, Zinsdilemma oder auch der Druck auf die Gewinnmargen im Versicherungssektor bestehen und ganz allgemein ändern sich aktuell viele Geschäftsmodelle. Mir ist wichtig, dass wir als Gesprächspartner und Lösungsanbieter für die unterschiedlichen Herausforderungen da sind. Mit den Produkten, Tools und Services, die ein großes Haus wie Amundi anbietet, haben wir hierfür mannigfaltige Möglichkeiten.</p><!--text-long-pagebreak--><!--sub-title||Also die Größe des Hauses nutzen und dennoch individuell auf die Bedürfnisse von Versicherern oder auch Beratern eingehen?--><h5>Also die Größe des Hauses nutzen und dennoch individuell auf die Bedürfnisse von Versicherern oder auch Beratern eingehen?</h5><p>Genau. Die Kunst besteht heute darin, ganz auf die individuellen Bedürfnisse des Kunden zugeschnittene Lösungen zu finden und anzubieten – egal ob für einen Versicherer oder für den Berater und seine Kunden. Und das können wir aufgrund unseres großen Produktangebots und unserer Lösungsorientierung. Zudem ist eine erfahrene Mannschaft, wie wir sie haben, wichtig, die mit offenem Ohr in die Gespräche geht. </p><h5>Der Weg geht somit weg vom reinen Produktanbieter hin zum Service- und Lösungsanbieter …</h5><p>Ja, und das betrifft nicht nur uns, sondern den gesamten Markt. Es gibt zwar noch immer Geschäftsmodelle, die vor allem auf den Beständen beruhen. Auch Amundi hat durch die lange Historie in Deutschland große aktive Bestände. Diese gilt es natürlich zu pflegen und auszubauen. Das ist das klassische Geschäft. Wir müssen Kunden und Berater aber auch dabei unterstützen, sich in dem allgemeinen Wandel zurechtzufinden. Das muss deutlich individualisierter und lösungsorientierter vonstattengehen. </p><p>Wie wollen Sie Finanzberater gerade in diesen herausfordernden Zeiten unterstützen und von sich überzeugen?</p><p>Die 20 Jahre, die ich im Asset-Management unterwegs bin, haben gezeigt, dass es im Grunde immer um Kunde und Service geht. Mein Ziel ist es, Amundi als Anlaufstelle für Berater und ihre Fragen und Probleme zu positionieren – egal ob es um den täglichen Umgang mit ihren Kunden oder auch um die grundsätzliche Positionierung des Beraters und seines Unternehmens geht. Wir bieten ihnen Informationen rund um unsere Produkte an. Ganz wichtig ist dabei, dass diese Informa­tionen kundenorientiert sind, sodass der Berater sie gleich an die Kunden weitergeben kann. Zudem haben wir Amundi-Teams vor Ort als persönliche Ansprechpartner und natürlich auch zahlreiche technische und vertriebliche Unterstützungsmöglichkeiten. </p><h5>Bleibt der Berater überhaupt ein wichtiger Vertriebskanal für Amundi?</h5><p>Absolut. Das Umfeld ist herausfordernd und da braucht es jemanden, der den Kunden durch dieses Umfeld begleitet, gerade in einer Crashphase wie etwa im Frühjahr. Eine YouGov-Umfrage im Auftrag von Amundi hat im Frühjahr ergeben, dass zwei Drittel der Kunden bei der Anlageentscheidungen ein persönliches Gespräch für die Entscheidungsfindung als wichtig erachten. Nur 7% können sich auch mit rein digitalen Lösungen anfreunden. In einer Crashphase wie im Frühjahr suchen aber nicht nur die Kunden, sondern auch die Berater nach Informationen, um die Situation richtig einzuordnen. Und da ist es wichtig, dass man als großes Haus entsprechende Informationen und Einschätzungen herausgibt. Die Covid-Krise war diesbezüglich sicher eine der größten Herausforderungen. Amundi hat es aber selbst hier geschafft, sich schnell umzustellen und aus dem Home Office in das Home Office zu informieren und zu unterstützen. Gerade in solchen Phasen ist es schließlich wichtig, dass Kunden und Berater wissen, wofür Amundi steht und auf welche Themen und Schwerpunkte wir setzen. </p><!--text-long-pagebreak--><!--sub-title||Auf welche Themen und Schwerpunkte setzt Amundi konkret?--><h5>Auf welche Themen und Schwerpunkte setzt Amundi konkret?</h5><p>Amundi war schon immer ein Pionier im Bereich der Nachhaltigkeit. Seit mehr als 30 Jahren werden bereits Kunden­gelder in diesem Bereich verwaltet. Der Amundi Ethik Fonds wurde zum Beispiel schon 1986 aufgelegt. Aktuell befinden sich mehr als 300 Mrd. Euro in unseren nachhaltigen Produkten. Diese Historie pflegen wir aktiv. Die komplette Organisation ist auf dieses Thema ausgerichtet. Ende nächsten Jahres sollen zum Beispiel alle aktiv gemanagten Publikumsfonds ein höheres ESG-Rating haben als ihre Benchmark. Das ist aber nur ein Thema. Es ist ja immer schön, wenn auf mehr Themen ausgerichtet ist.</p><h5>Und was ist das zweite Thema?</h5><p>Wir haben mit CPR einen der führenden Anbieter von Themeninvestments in der Amundi Gruppe. Das ist das zweite wichtige Thema. Wir wollen die Themeninvestments von CPR noch stärker im Markt verankern und auch hier gezielt den Berater informieren, welche Vorteile sie in den Kundenportfolios bringen können. </p><h5>Welche Rolle spielt auch das Thema aktive vs. passive Investments für Amundi?</h5><p>Es sollte niemals aktiv oder passiv heißen, sondern es geht immer um eine Kombination aus beidem. Die richtige Mischung aus aktiv und passiv hängt immer von der individuellen Situation des Kunden ab. Zu dieser suchen wir die richtigen Lösungen für ihn, und die können sehr unterschiedlicher Natur sein. Dadurch, dass wir sowohl im aktiven als auch im passiven Bereich starke Kompetenzen haben, können wir aber immer eine passende Lösung für den jeweiligen Kunden anbieten. Wir haben große aktive Bestände, können aber auch die rasant wachsende Nachfrage nach passiven Produkten bedienen – und das für denselben Kunden.</p><p>Dieses Interview lesen Sie auch in AssCompact 12/2020, Seite 56f., und in unserem <a href="http://epaper.asscompact.de/asscompact-12-2020/64989218&quot; target="_blank" >ePaper</a>.</p><p><i class="font-twelve-italic" >Bild: © successphoto – stock.adobe.com</i></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/A9BC6727-9DCC-44A6-A8C1-62FEFA14752E"></div>

 

Erster Fonds der Welt knackt die Billionenmarke

Erstmals in der Geschichte hat ein nicht-staatlicher Investmentfonds die Marke von 1 Bio. Dollar verwaltetem Vermögen geknackt. Per Ende November ist dem Vanguard Total Stock Market Index Fund der Sprung über diese Marke gelungen.

<p>1,04 Bio. Dollar – so viel hat der Vanguard Total Stock Market Index Fund zum 30.11.2020 verwaltet. Der Aktienfonds der Vanguard Group ist damit der erste offene Investmentfonds, der die Marke von 1 Bio. Dollar an verwalteten Vermögenswerten überschritten hat. Größer als das Vanguard-Flaggschiff ist nur noch der norwegische Staatsfonds, der aktuell ein Volumen von umgerechnet 1,26 Bio. Dollar aufweist. </p><h5>Ununterbrochenes Wachstum</h5><p>Seit seiner Auflage hat der Vanguard Total Stock Market Index Fund kein einziges Jahr mit Abflüssen hinnehmen müssen. 2013 wurde er erstmals zum größten Fonds der Welt indem er den Pimco Total Return Fund überholte. Seither hat er sein Volumen noch einmal mehr als verdreifacht. Allein in diesem Jahr hat der Vanguard Total Stock Market ETF hat nach Daten von Bloomberg 30,8 Mrd. Dollar an Nettozuflüssen verbucht. Auch das war mehr als jeder andere ETF in diesem Zeitraum einsammelte. Setzt er seinen Wachstumskurs so weiter, könnte er in Zukunft auch den norwegischen Staatsfonds überholen.</p><h5>Das ist der Vanguard Total Stock Market Index Fund</h5><p>Der Vanguard Total Stock Market Index Fund wurde 1992 aufgelegt und umfasst aktuell die Wertentwicklung von 3.590 Aktien großer, mittlerer und kleiner US-amerikanischer Unternehmen. Er soll so nahezu den gesamten US-Aktienmarkt abbilden. Aktuelle Top-Positionen sind die Tech-Riesen Apple, Microsoft, Amazon, Alphabet und Facebook. (mh)</p><p><i class="font-twelve-italic" >Bild: © Chris Titze Imaging – stock.adobe.com</i></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/37C0C158-42B4-44F0-89C5-2606F9782BB7"></div>

 

Erster Wasserstofffonds Deutschlands aufgelegt

Grünes Geld und HANSAINVEST haben den ersten Wasserstofffonds in Deutschland aufgelegt. Er soll Anlegern das Potenzial dieses zukünftigen Wachstumsmarkts im Cleantech-Bereich professionell erschließen.

<p>Die Grünes Geld Vermögensmanagement GmbH hat gemeinsam mit der Service-KVG HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH den GG Wasserstoff initiiert. Der Fonds investiert in Small und Mid Caps des Wasserstoffsektors sowie in etablierte große Unternehmen, die die Transformation zur Wasserstoff-Gesellschaft unterstützen. „Mit dem GG-Wasserstoff-Fonds sind wir nach unserem Kenntnisstand der erste Initiator weltweit, der eine derartige Fondslösung anbietet“, sagt Gerd Junker, Geschäftsführer der Grünes Geld Vermögensmanagement GmbH und seit 15 Jahren im Cleantech-Sektor tätig. </p><h5>Nächste große Cleantech-Chance</h5><p>Junker sieht in der Wasserstofftechnologie die nächste große Chance im Cleantech-Bereich. Nach Schätzungen des Hydrogen Council, einer globalen Initiative führender Energie-, Verkehrs- und Industrieunternehmen mit langfristigen Ambitionen für Wasserstoff, werde der Markt bis 2030 bis zu 150 Mrd. Dollar Umsatz erzielen. Mit dem GG Wasserstoff sollen Anleger professionell in diesen Markt investieren und so von diesem komplexen technischen Thema profitieren können. </p><h5>Researchbasierter Anlageansatz </h5><p>Die Aktienauswahl für den GG-Wasserstoff-Fonds erfolgt nach einem researchbasierten Anlageansatz. Das Fondsmanagement investiert in ein branchenübergreifendes Anlageuniversum unterschiedlicher Industrien. Im Fokus stehen Titel, die sich auf die Nutzung von Wasserstoff konzentrieren oder die Transformation zur Wasserstoff-Gesellschaft unterstützen, aber auch andere Märkte bedienen können. </p><h5>25 aus 25.000</h5><p>Insgesamt werden rund 25.000 Aktientitel einem thematischen Screening unterzogen. Am Ende bleiben ungefähr 300 Werte übrig, die einer weiteren Bewertung unterzogen werden. Entscheidende Faktoren sind die Berührungspunkte zu grünem Wasserstoff, die kommerziellen Möglichkeiten, die Firmengeschichte, das Management sowie der Track Rekord. Am Ende stehen ungefähr 150 Aktien zur Auswahl. Diese werden im Rahmen einer Detailanalyse bewertet: Dabei spielen die Finanzen der Unternehmen, Einschätzungen zum Absatzmarkt, politische Verhältnisse und die Unternehmenspräsentation eine Rolle. Am Ende wird daraus ein konzentriertes Zielportfolio mit knapp 25 Wasserstoffaktien zusammengestellt. (mh)</p><p><i class="font-twelve-italic" >Bild: © Alexander Limbach – stock.adobe.com</i></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/710C8E35-692B-4908-82C8-B8ABA5DC35CF"></div>

 

Universal Investment startet Blockchain-Investmentplattform

Die Universal-Investment-Gruppe startet eine der weltweit ersten Investmentplattformen für Digital Assets weltweit. Sie basiert auf der Blockchain-Technologie. Im ersten Schritt werden tokenbasierte Strukturen (STOs) bedient. Mittelfristiges Ziel ist der digitale Fonds.

<p>Universal Investment hat mit Enlyte die Digital-Assets-Investmentwelt betreten. Die neue Gesellschaft der Gruppe bietet eine eigens entwickelte, modular aufgebaute und auf Distributed-Ledger-Technologie basierte Investmentplattform an. Als unabhängige Plattform soll Enlyte den Investmentprozess in die digitale Welt übertragen und ein ganzheitliches digitales Konzept bieten, statt einzelne Ausschnitte aus der Wertschöpfungskette abzubilden. </p><h5>Komplett digitale Wertschöpfungskette </h5><p>Enlyte bietet ein White-Label-Angebot, das erstmals alle Hauptphasen des Anlageprozesses digital abbildet: vom Onboarding der Kunden, über die Emission tokenbasierter Strukturen (STOs) und deren Administration bis zum Reporting. Asset Manager und Fondsinitiatoren können die Plattform nutzen, um Tokens zu emittieren, zu verwalten und zu vertreiben. Die Technologie hat das Team um die Blockchain-Experten Daniel Andemeskel und Khai Uy Pham proprietär entwickelt. </p><h5>Modulares und integriertes Angebot mit etablierten Partnern </h5><p>Enlyte kooperiert mit etablierten Partnern aus den Bereichen Verwahrung, Handel und Strukturierung. Dadurch soll sich das Gesamtangebot deutlich von anderen Lösungen am Markt abheben. Digitale Assets sind laut Universal Investment potenziell für alle Kundengruppen innerhalb der geltenden regulatorischen Rahmenbedingungen interessant. Für Fondsinitiatoren, Asset Manager und professionelle Investoren sei die Enlyte-Plattform eine zukunftsweisende Ergänzung, da sie diese ohne eigene große Investments in die Blockchain-Technologie als innovative Lösung nutzen können. </p><h5>Die mittelfristige Vision: Auflage von digitalen Fonds</h5><p>Im Rahmen der aktuellen BaFin-Regulierung startet Enlyte mit der Emission von Asset Backed Security Tokens. Mit der anstehenden Erweiterung der regulatorischen Möglichkeiten im Rahmen des geplanten Gesetzes zur Einführung von elektronischen Wertpapieren, kurz eWpG, können künftig auch weitere Digital Assets einem breiten Anlegerkreis zu geringen Mindestanlagebeträgen zugänglich gemacht und gehandelt werden. „Das Ziel ist klar: Sobald die regulatorischen Voraussetzungen geschaffen sind, wird das Angebot ausgebaut, um auch rein digitale Fonds auf der Blockchain abzubilden“, so Daniel Andemeskel, Head of Innovation Management der Universal-Investment-Gruppe. (mh)</p><p><i class="font-twelve-italic" >Bild: © ipopba – stock.adobe.com</i></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/0722FD09-17CF-42FE-85CC-F3C9177FEA3C"></div>

 

DWS erweitert BasisRente erstmals um DJE-Fonds

Die DWS hat die Fondsauswahl der DWS BasisRente Komfort ausgeweitet. Ab sofort können dafür auch die von DJE gemanagten Fonds DWS Concept DJE Globale Aktien und DWS Concept DJE Alpha Renten Global LC ausgewählt werden. Damit sind erstmals auch drittgemanagte Fonds Teil der Fondsauswahl.

<p>Die DJE Kapital AG und die DWS kooperieren ab sofort im Bereich der DWS BasisRente Komfort, die eine ergänzende Altersvorsorge mit ausgewählten DWS-Fonds ermöglichen soll. Die Fondspalette der BasisRente Komfort wird um den DWS Concept DJE Globale Aktien und den DWS Concept DJE Alpha Renten Global LC ergänzt. Die beiden Fonds werden von DJE im Rahmen der DWS-Partnerfondsreihe gemanagt. Fondsmanager des DWS Concept DJE Globale Aktien ist Dr. Jan Ehrhardt, den DWS Concept DJE Alpha Renten Global managen Dr. Jens Ehrhardt und Michael Schorpp.</p><h5>So investieren die Fonds</h5><p>Der DWS Concept DJE Globale Aktien investiert weltweit in Aktien – mit dem Ziel einer möglichst hohen Wertentwicklung. Dabei unterliegt der Fonds keinen regionalen Beschränkungen und kann Sektoren und Länder Benchmark-unabhängig gewichten. Ziel ist ein konzentriertes Portfolio von 50–70 attraktiv bewerteten und substanzstarken Unternehmen. Der Mischfonds DWS Concept DJE Alpha Renten Global investiert schwerpunktmäßig in internationale Rentenpapiere sowie Unternehmens- und Staatsanleihen unterschiedlicher Währungen. Bis zu 20% des Fondsvermögens können je nach Marktlage in Aktien investiert werden. </p><h5>Steuerliche Förderung möglich</h5><p>Mit der DWS BasisRente Komfort können Anleger laut DJE doppelt profitieren, indem sie in renditestarke Investmentfonds investieren und gleichzeitig eine hohe steuerliche Förderung im Rahmen der Basis- bzw. Rürup-Rente erhalten. Sie eigne sich unter anderem für Selbstständige, Freiberufler sowie Angestellte. Innerhalb der ausgewählten DWS-Fondspalette ist die Anlagestrategie individuell wählbar – je nach Lebensphase, Risikoneigung und Anlagehorizont.</p><h5>Erstmals drittgemanagte Fonds auswählbar</h5><p>„Wir freuen uns, dass wir die langjährige gute Zusammenarbeit mit DJE um einen weiteren Baustein ergänzen können“, sagt Björn Riemer, zuständiger Key-Account-Manager bei der DWS, und fügt hinzu: „Bisher bieten wir in der DWS BasisRente Komfort lediglich hauseigene DWS-Fonds an. Nach einem intensiven Auswahlprozess habe sich die DWS nun aber dazu entschieden, erstmals auch drittgemanagte Fonds anzubieten. „Wir freuen uns sehr, dass die DWS im Rahmen der BasisRente Komfort auf unser Kapitalmarkt-Knowhow setzt. Gemeinsames Ziel ist es, unseren Kundinnen und Kunden mit diesem weiteren Baustein einen sorgenfreien Ruhestand zu ermöglichen“, ergänzt Thorsten Schrieber, Vorstandstandmitglied bei DJE und verantwortlich für Vertrieb, Marketing & PR. (mh)</p><p><i class="font-twelve-italic" >Bild: © MQ-Illustrations – stock.adobe.com </i></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/07189733-975F-4ADD-AD51-A91988A6EA2A"></div>

 

Vermögensverwalter rechnen 2021 mit einem guten Börsenjahr

Universal-Investment hat unabhängige Vermögensverwalter zu ihren Erwartungen für 2021 befragt. Die Mehrheit blickt demnach optimistisch auf das neue Börsenjahr. Wichtig bleibe aber vor allem eine gute Diversifizierung. Neben Aktien seien auch Gold und Immobilien wichtig. Kryptowährungen werden zumindest für einen Teil der Anlageprofis zu einer Option.

<p>Unabhängige Vermögensverwalter empfehlen Anlegern auch 2021 divers investiert zu bleiben und bei einem hohen Aktienanteil im Portfolio von Kursgewinnen an den Börsen zu profitieren. Vor allem Aktien aus Industrienationen sollten die Portfolios prägen. Das geht aus der jährlichen Umfrage unter unabhängigen Vermögensverwaltern hervor, die Universal-Investment in diesem Jahr zum neunten Mal durchgeführt hat.</p><h5> <div class="zoomImage"><a href="http://asscompact.bbg-online.de/sites/asscompact.de/files/styles/zoom_l…; rel="prettyPhoto" title=""><img class="zoomIcon" src="/sites/asscompact.de/themes/asscompact/gfx/zoom_icon.png" width="54"></a></div>So sollte sich ein Portfolio zusammensetzen</h5><p>Im Schnitt raten Vermögensverwalter bei Aktien aus Industrienationen zu einem Anteil von 41% am Gesamtportfolio. Weitere 16% sollten Aktien aus Emerging Markets darstellen. Neben Aktien sind in den Augen der unabhängigen Vermögensverwalter auch Immobilien (9%), Gold (8%) und alternative Anlagen (5%) wichtige Bestandteile eines gut gestreuten Portfolios. Das gilt auch weiterhin für Anleihen. Deren empfohlener Anteil sinkt aber weiter. Insgesamt sollten sie nur noch 16% des Portfolios ausmachen.</p><h5>Dax-Plus von gut 7% erwartet</h5><p>Die Experten haben neben allgemeinen Portfolioempfehlungen auch konkrete Prognose zu wichtigen Aktienindizes abgegeben. Der ab September 2021 erweiterte Dax 40 dürfte nach Meinung der Vermögensverwalter kräftig zulegen. Bei durchschnittlich 14.418 Punkten soll der deutsche Leitindex Ende 2021 notieren, prognostizieren die Befragten. Basierend auf dem aktuellen Kurs entspricht das einem Plus von gut 7%. Damit sind die Hoffnungen für das Jahr 2021 noch etwas optimistischer als im Vorjahr, als ein Plus von 6,7% erwartet wurde.</p><h5>Kursgewinne auch bei anderen Indizes erwartet </h5><p>Den Euro Stoxx 50 sehen die Vermögensverwalter mit einem erwarteten Zuwachs von 7,6% bei 3.810 Punkten, von japanischen Unternehmen im Nikkei 225 werden im Mittel 7,4% oder 28.800 Punkte erwartet. Erstmals wurde auch das Stimmungsbarometer für den chinesischen Shanghai Composite Index abgefragt. Dieser soll um satte 13,7% auf 3.833 Punkte klettern. Etwas pessimistischer sind die Anlageprofis für den US-amerikanischen S&P 500. Dieser soll „nur“ um durchschnittlich 5,3% auf 3.950 Punkte ansteigen. </p><h5>Auch bei Edelmetallen herrscht Zuversicht</h5><p>Grundsätzlich zuversichtlich sind die Experten auch bei Edelmetallen. Die Nachfrage nach Gold und Silber soll den Preis je Unze auf 2.025 (+8,3%) bzw. 28,26 (+16,2%) US-Dollar treiben. Immerhin 28% der Befragten empfehlen ihren Anlegern mittlerweile auch in Krypto-Währungen wie BitCoin oder Ethereum zu investieren. Für die meisten Vermögensverwalter ist dies aber keine Option. „Kryptowährungen sind fundamental schwer zu bewerten und stellen eher ein Spekulationsobjekt als eine werthaltige Investitionsmöglichkeit dar“, erklärt Harry Heinemann von Honestas Finanzmanagement seine Position gegenüber den virtuellen Währungen. </p><h5>Schlechte Aussichten für Zinsen und Anleihen</h5><p>Die Zinserwartungen bleiben derweil skeptisch. Für das kommende Jahr rechnen die Profianleger im Mittel mit einem EZB-Leitzins von –0,16%. Damit ist die Erwartungshaltung an die europäische Zinspolitik im Jahr 2021 noch pessimistischer als im Vorjahr (-0,13%). Eine baldige Änderung der Rendite auf zehnjährige Bundesanleihen sehen die Vermögensverwalter folgerichtig nicht kommen. Etwa ein Drittel der Befragten erwartet, dass diese noch mehr als fünf Jahre unter 1% notieren, weitere 30% der Befragten immerhin noch zwischen drei und fünf Jahre. Gut jeder Fünfte denkt, dass das Niedrigzinsumfeld noch mehr als acht Jahre andauern wird. (mh)</p><p><i class="font-twelve-italic" >Bild: © Looker_Studio – stock.adobe.com </i></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/E14EE935-8C53-460A-9938-DCF59993F65E"></div>

 

Mediolanum öffnet Fonds für deutsche Vertriebspartner

Mediolanum International Funds hat eine neue Kooperation mit der Patriarch Multi-Manager GmbH geschlossen. Dadurch erhalten Vertriebspartner einen Zugang zur gesamten Produktpalette des irischen Hauses.

<p>Mediolanum International Funds Ltd macht seinen Partnern in Deutschland sein gesamtes Fondsangebot zugänglich. Für deutsche IFAs, Makler und Investoren sind nun mehr als 60 Investmentfonds der Gesellschaft erhältlich. Die Fonds zeichnen sich laut Mediolanum durch eine diversifizierte Multi-Manager-Strategie aus, die vom in Irland ansässigen Investmenthaus aktiv verwaltet wird.</p><h5>Patriarch als Vertriebspartner</h5><p>Die Vertriebsunterstützung in Deutschland leistet die Patriarch Multi-Manager GmbH. Die FinLab-Tochter ist seit 2015 bereits als Partner von Mediolanum für den Vertrieb der GAMAX-Fonds zuständig. Der Spezialist für Dachfonds und traditionelle Anlagestrategien soll die Vermarktung der Produkte von Mediolanum bei unabhängigen Finanzberatern und Broker-Pools in Deutschland sowie die Schulungen verantworten. Der Vertrieb der Mediolanum-Fondspalette in Deutschland beginnt zunächst mit den kürzlich hinzugekommenen neuen Partnern, zu denen FONDSNET Assekuranzmakler GmbH, Kapitalwerk Private Finance GmbH und DBFP Deutsche Beratungsgesellschaft für Finanzplanung GmbH gehören.</p><h5>An Erfolg der GAMAX-Fonds anknüpfen</h5><p>„Wir freuen uns sehr über den Ausbau der gemeinsamen erfolgreichen Zusammenarbeit“, sagt Dirk Fischer, Geschäftsführer der Patriarch GmbH. „Nachdem bereits die GAMAX-Fonds sehr gut von deutschen Anlegern angenommen wurden, können wir nun auf die gesamte Produktpalette von Mediolanum zugreifen. Wir schätzen das Vertrauen, das Patriarch entgegengebracht wird, sehr, denn wir wissen, wie wichtig Kundenorientierung und die Einhaltung höchster Qualitätsstandards für Mediolanum sind.“ (mh)</p><p><i class="font-twelve-italic" >Bild: © Igor – stock.adobe.com</i></p><div id="bbgreadlog-getimage"><img src="/bbgreadlog/getimage/27CB3BC5-EC04-4970-A13C-6D5322B45315"></div>

 

Mediolanum öffnet Fonds für deutsche Vertriebspartner

Mediolanum International Funds hat eine neue Kooperation mit der Patriarch Multi-Manager GmbH geschlossen. Dadurch erhalten Vertriebspartner Zugang zur gesamten Produktpalette des irischen Hauses.

Mediolanum International Funds Ltd macht seinen Partnern in Deutschland sein gesamtes Fondsangebot zugänglich. Für deutsche IFAs, Makler und Investoren sind nun mehr als 60 Investmentfonds der Gesellschaft erhältlich. Die Fonds zeichnen sich laut Mediolanum durch eine diversifizierte Multi-Manager-Strategie aus, die vom in Irland ansässigen Investmenthaus aktiv verwaltet wird.

Patriarch als Vertriebspartner

Die Vertriebsunterstützung in Deutschland leistet die Patriarch Multi-Manager GmbH. Die FinLab-Tochter ist seit 2015 bereits als Partner von Mediolanum für den Vertrieb der GAMAX-Fonds zuständig. Der Spezialist für Dachfonds und traditionelle Anlagestrategien soll die Vermarktung der Produkte von Mediolanum bei unabhängigen Finanzberatern und Broker-Pools in Deutschland sowie die Schulungen verantworten. Der Vertrieb der Mediolanum-Fondspalette in Deutschland beginnt zunächst mit den kürzlich hinzugekommenen neuen Partnern, zu denen FONDSNET Assekuranzmakler GmbH, Kapitalwerk Private Finance GmbH und DBFP Deutsche Beratungsgesellschaft für Finanzplanung GmbH gehören.

An Erfolg der GAMAX-Fonds anknüpfen

„Wir freuen uns sehr über den Ausbau der gemeinsamen erfolgreichen Zusammenarbeit“, sagt Dirk Fischer, Geschäftsführer der Patriarch GmbH. „Nachdem bereits die GAMAX-Fonds sehr gut von deutschen Anlegern angenommen wurden, können wir nun auf die gesamte Produktpalette von Mediolanum zugreifen. Wir schätzen das Vertrauen, das Patriarch entgegengebracht wird, sehr, denn wir wissen, wie wichtig Kundenorientierung und die Einhaltung höchster Qualitätsstandards für Mediolanum sind.“ (mh)

Bild: © Igor – stock.adobe.com

 

Fondsstandortgesetz erntet Lob und Kritik aus der Branche

Die Bundesregierung hat einen Referentenentwurf für ein Fondsstandortgesetz (FOG) vorgestellt. Dadurch soll der Fondsstandort Deutschland wettbewerbsfähiger gemacht werden. Branchenvertreter reagieren positiv auf die Initiative an sich. Im Detail hagelt es aber zum Teil harsche Kritik.

Die Bundesregierung will den Fondsstandort Deutschland stärken. Das Finanzministerium hat dazu nun einen Referentenentwurf für ein Fondsstandortgesetz (FOG) vorgestellt. Er enthält mehrere aufsichtsrechtliche und steuerliche Maßnahmen. Neben der Anpassung an europarechtliche Vorgaben, wie etwa im Bereich der Nachhaltigkeit, umfasst er weitere Vorschläge, um den Fondsstandort Deutschland attraktiver zu gestalten.

Änderungen am KAGB

Mit dem vom Bundesfinanzministerium Referentenentwurf werden diverse Änderungen im Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) vorgeschlagen, unter anderem die Zulassung neuer Organisationsformen wie etwa geschlossener inländischer Spezial-AIF in der Form von Sondervermögen oder geschlossener Master-Feeder-Strukturen. Zudem soll ein neuer Fondstyp eingeführt werden: offenes Infrastruktur-Sondervermögen.

Mehr digitale Kommunikation mit der BaFin

Darüber hinaus soll die Kommunikation mit der BaFin weitestgehend auf elektronische Formate umgestellt werden, wodurch insbesondere auch mehr Flexibilität für Fondsverwalter bei Änderungen der Anlagebedingungen geschaffen werde. Zudem werden in Umsetzung einer EU-Richtlinie die Regeln für das sogenannte Pre-Marketing implementiert. Außerhalb des KAGB ist eine Änderung im Umsatzsteuergesetz vorgesehen. So soll die Management Fee bei Wagniskapitalfonds wie schon jetzt bei offenen Fonds üblich von der Umsatzsteuer befreit werden.

Immobilienverband ZIA begrüßt Entwurf

Der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, befürwortet den heute FOG-Referentenentwurf. „Damit werden wichtige Impulse für den ins Hintertreffen geratenen deutschen Fondsstandort gegeben“, sagt Jochen Schenk, Vizepräsident des ZIA. Dem enormen Kapitalbedarf für die ökologische Transformation von Immobilien müsse schließlich ein unterstützendes und intelligentes Kapitalanlagerecht gegenüberstehen.

Feintuning notwendig

„Mit dem geschlossenen Sondervermögen greift das Bundesfinanzministerium einen Vorschlag auf, den der ZIA mit seinen Mitgliedern entwickelt hat“, meint Schenk. Kapitalverwaltungsgesellschaften stünde damit ein weiteres Vehikel zur Verfügung, um die Bedürfnisse der unter enormen Investitionsdruck stehenden institutionellen Anleger besser bedienen zu können. Neben dem geschlossenen Sondervermögen sollen für das Publikumssegment mit Infrastruktur-Sondervermögen und geschlossenen Master-Feeder-Strukturen weitere Fondsvehikel auf den Weg gebracht werden. „Mit dem Entwurf zum Fondsstandortgesetz ist ein wichtiger Schritt gemacht. Jetzt geht es darum, die Vorschläge im weiteren Verfahren noch feinzutunen.“

„Dringender Anpassungsbedarf“

Die Einschätzung des ZIA teilt auch der Bundesverband Alternative Investments e.V. (BAI). Grundsätzlich sei eine Initiative zu begrüßen, die den Fondsstandort stärkt, da Deutschland als solcher in den letzten Jahren deutlich an Attraktivität verloren habe. Das gelte insbesondere bei alternativen Investmentfonds (AIFs). Im Detail sieht der BAI aber dringenden Anpassungsbedarf.

Gesetz wird seinem Namen nicht gerecht

„Seit Jahren tritt der BAI für wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für die Alternative-Investments-Branche und deren Investoren ein. Dass nun ein Gesetz mit dem Namen Fondsstandortgesetz auf den Weg gebracht wird, ist aus unserer Sicht ein wichtiges Signal. Der Inhalt des Gesetzespakets erscheint allerdings eher wie ein Reparaturgesetz, mit dem offenkundige Versäumnisse aus der Vergangenheit bereinigt werden sollen“, sagt BAI-Geschäftsführer Frank Dornseifer.

Kein visionärer Entwurf aus einem Guss

Aus Sicht des BAI wäre gerade mit Blick auf den Umstand, dass wichtige Teile des Asset-Managements bereits in andere Jurisdiktionen abgewandert sind, jetzt ein programmatischer und visionärer Entwurf erforderlich gewesen, der quasi aus einem Guss aufzeigt, wie der Fondsstandort Deutschland für das Jahr 2025 und darüber hinaus fit gemacht werden soll. Unverständlich ist für den BAI weiter, dass für den Entwurf lediglich zwei Wochen Konsultationszeit gewährt werden.

Handwerkliche Mängel

„Leider enthält der Entwurf auch handwerkliche Mängel, die den Entwurf entwerten, wie zum Beispiel die isolierte Steuerbefreiung für Wagniskapitalfonds, bei der nicht nur völlig unklar bleibt, welche Fonds konkret erfasst sein sollen, sondern die zudem offenkundig gegen EU-(Beihilfe-)Recht verstößt. Noch fragwürdiger wird das Ganze, wenn man bedenkt, dass für andere Fonds, die Zum Beispiel den deutschen Mittelstand finanzieren oder Infrastrukturprojekte, die Umsatzsteuerbefreiung nicht gelten soll“, führt Dornseifer fort. Dabei beschwöre gerade die Politik immer wieder, dass diese Finanzierungen gestärkt und erweitert werden müssten.

Kritik an Pre-Marketing-Regeln

Sehr kritisch seien auch die Regelungen zum Pre-Marketing zu sehen. „Hierdurch wird der Vertrieb an institutionelle Investoren unnötig bürokratisiert“, so Dornseifer. Der BAI sieht daher dringenden Anpassungsbedarf nicht nur im Entwurf, sondern auch darüber hinaus, wie zum Beispiel im Gesetz zur Einführung elektronischer Wertpapiere. Dort müssten zwingend auch Fondsanteile in den Anwendungsbereich einbezogen werden. Auch hier seien andere schon deutlich weiter, während in Deutschland die Diskussion dazu gerade in eine Sackkasse geraten ist. (mh)

Bild: © MH – stock.adobe.com

 

Finanzberater kommen gut durch die Corona-Pandemie

Finanzberater leiden bisher wenig unter der Corona-Pandemie. Das geht aus einem aktuellen Beraterstimmungsbild von Moventum hervor. Deutlich mehr Auswirkungen hat die Krise demnach auf die Arbeitsweise der Berater und auf die Interessen und Beratungsbedarf der Kunden.

Gut 30% der Berater haben während der Pandemie-Krise ihren Umsatz gesteigert. Bei weiteren rund 50% blieb der Umsatz gleich. Lediglich ein Fünftel berichtet von sinkenden Umsätze. Das geht aus einem Beraterstimmungsbild hervor, das Moventum im Oktober und November in Deutschland und dem europäischen Ausland einholte.

Arbeitsalltag verändert sich stark

„Dabei hat sich der Arbeitsalltag durchaus verändert“, sagt Sabine Said, Executive Vice President bei Moventum S.C.A. Lediglich 30% der befragten Berater geben an, nicht anders zu arbeiten als vor der Pandemie. In Tschechien liegt der Anteil derjenigen, die keine Änderung verzeichnen, sogar bei null. „Natürlich ist die Arbeit digitaler geworden, die Homeoffice-Zeiten sind deutlich gestiegen“, so Said. Vor allem administrative Aufgaben haben stark zugenommen, sagen rund 30% der Berater in Deutschland, 40% im europäischen Ausland. Die Spitze bildet hier Tschechien mit fast 70 Prozent. „Das liegt auch daran, dass durch den Rückzug ins Homeoffice teilweise Tätigkeiten, die sonst im Backoffice laufen, direkt vom Berater erledigt werden mussten“, sagt Said.

Auch viele Kunden meistern die Krise gut

Nicht nur die Berater sind gemessen an ihrem Umsatz bislang gut durch die Krise gekommen. „Auch manche Kundengruppen haben nach Einschätzung der Berater profitiert“, so Said. „Das betrifft vor allem vermögende Kunden mit Liquidität, die nachinvestieren konnten.“ Und zudem diejenigen, die sehr digital aufgestellt sind. „Für die waren die vielen neuen digitalen Angebote eine Einladung, sich deutlich mehr mit ihren Finanzen zu beschäftigen“, sagt Said.

Stark gestiegener Beratungsbedarf

Der Beratungsbedarf bei den Kunden ist in der Pandemiezeit derweil stark gestiegen. 67,5% der befragten Berater in Deutschland gaben an, dass ihre Kunden mehr Beratung wünschten, im europäischen Ausland sind es im Schnitt noch mehr. „Dabei hat sich der Fokus durchaus verschoben. Sichtbar wurde in dem Stimmungsbild, dass neben Gold und Edelmetallen auch Risiko-Assets wie Aktien verstärkt nachgefragt wurden“, sagt Said. „Auch zeigte sich ein stärkeres Interesse für die Gewinner der Krise, etwa Tech- und Medtech-Firmen.“ Anleihen dagegen sanken weiter in der Nachfrage, was aber auch bereits vor der Krise wegen der niedrigen Zinsen zu beobachten war.

Nachhaltigkeit bleibt ein wichtiges Thema

Während der gesamten Zeit bleibt ESG ebenfalls ein Thema. „Der Trend zu nachhaltigen Anlagen hatte vor der Pandemie gerade Fahrt aufgenommen“, so Said. „Wenn auch ganz zu Beginn wenig dazu nachgefragt wurde, beobachteten viele Berater dann doch einen deutlichen Anstieg.“ Mehr als ein Viertel der Berater sahen hier eine Zunahme bei den Beratungsinhalten. (mh)

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