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Studie prognostiziert Vervielfachung von ETF-Sparplänen in Deutschland

ETF-Sparpläne liegen im Trend. Ende 2019 gab es deutschlandweit rund 1,3 Millionen solcher Sparverträge. Damit ist das Ende der Fahnenstange aber noch lange nicht erreicht. BlackRock und der Informationsdienst extraETF prognostizieren, dass sich diese Zahl bis 2025 vervielfachen wird.

Sparpläne auf börsengehandelte Indexfonds werden in den kommenden Jahren ein anhaltend hohes Wachstum verzeichnen. Die jüngsten Marktturbulenzen im Zusammenhang mit der Corona-Krise werden der dynamischen Entwicklung der vergangenen Jahre aller Voraussicht nach kein Ende setzen. Das geht aus einer Prognose des Informationsdienstes extraETF im Auftrag von BlackRock hervor.

Vervielfachung von 1,3 auf 7 Millionen

Den Experten zufolge wird die Zahl der ETF-Sparpläne in Deutschland bis zum Jahr 2025 auf rund 7 Millionen Verträge steigen. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von rund 30% im Vergleich zu Ende Dezember 2019, als es 1,3 Millionen entsprechender Verträge gab. Das jährliche Sparvolumen dürfte demzufolge im gleichen Zeitraum auf 11,2 Mrd. Euro steigen – sprich jährlich im Schnitt um 31%. Ende 2019 lag es bei 2 Mrd. Euro. Dabei legen die Experten eine durchschnittliche Sparplanrate in Höhe von 150 Euro zugrunde.

Konservative Prognose

Die Annahmen, die der Prognose von BlackRock und extraETF zugrunde liegen, seien im Vergleich zur historischen Entwicklung eher konservativ. So stieg die Zahl der ETF-Sparpläne von 2014 bis 2019 um durchschnittlich 53% pro Jahr. Das jährliche Sparvolumen legte in diesem Zeitraum im Schnitt jährlich um 58% zu. Die durchschnittliche Sparplanrate belief sich 2019 auf 153,50 Euro, im laufenden Jahr sind es bislang 174,70 Euro. Dass die erwarteten Wachstumsraten niedriger angesetzt sind als die bisherigen, sei weniger auf die jüngsten Börsenentwicklungen zurückzuführen als vielmehr auf den reifenden Markt. (mh)

Bild: © MQ-Illustrations – stock.-adobe.com

 

Nachhaltigkeit hat auch in der Krise eine positive Renditewirkung

Fidelity hat analysiert inwieweit nachhaltige (ESG) Kriterien sich in der Corona-Krise auf die Rendite ausgewirkt haben. Der Studie zufolge bestand auch während der Krise ein positiver Zusammenhang zwischen ESG und der Performance von Aktien und Anleihen.

Die rasant gestiegene Marktvolatilität infolge der Coronavirus-Pandemie hat nur scheinbar zu einem breit angelegten Ausverkauf geführt. Darauf deuten neue Daten von Fidelity International hin. Der Untersuchung zufolge brachte jeder Verbesserungsschritt im proprietären Fidelity-ESG-Rating eine um 2,8 Prozentpunkte höhere Aktienperformance. Für den Performancevergleich mit mehr als 2.600 Unternehmen haben die Fidelity-Analysten das firmeneigene ESG-Ratingsystem herangezogen. Die zukunftsgerichteten Ratings stützen sich unter anderem auf die Engagement-Strategie von Fidelity mit rund 15.000 individuellen Unternehmenstreffen pro Jahr.

Linearer Zusammenhang zwischen ESG und Rendite

ESG-Ratings und die Wertentwicklung von Unternehmen sind laut Fidelity somit auch in einer Krise positiv korreliert. Aktien und Anleihen mit einem guten Fidelity-ESG-Rating (A und B) schnitten auch in dieser kurzen Phase besser als durchschnittlich (C) oder schlecht bewertete (D und E) Unternehmen ab. Dabei bestehe zudem ein bemerkenswerter linearer Zusammenhang. In den 36 Tagen zwischen dem 19.02. und dem 26.03. fiel der S&P 500 um 26,9%. In dieser Phase haben sich Aktien von Unternehmen mit einem A-Rating durchschnittlich um 3,8 Prozentpunkte besser und Aktien von Unternehmen mit einem E-Rating durchschnittlich um 7,4 Prozentpunkt schlechter als der S&P 500 entwickelt.

Bedeutung von ESG-Analysen unterstrichen

„Unsere Untersuchungsthese, dass Unternehmen mit guten ESG-Bilanzen auch über bessere Managementteams verfügen und sich in einer Krise daher besser als der Markt entwickeln, wurde klar bestätigt“, kommentiert Jenn-Hui Tann, Leiter des Bereichs Stewardship und Sustainable Investing bei Fidelity International, die Studienergebnisse. „Es besteht ein grundsätzlicher Zusammenhang zwischen starken Nachhaltigkeitsfaktoren und Renditen, was die Bedeutung von ESG-Analysen als Bestandteil des fundamentalen Researchs unterstreicht.“

Auch A-Anleihen schnitten besser ab

Die Untersuchung ergab zudem, dass Anleihen von Unternehmen mit besserem ESG-Rating vom Jahresanfang bis zum 23.03. unbereinigt besser abschnitten als der Durchschnitt niedriger bewerteter Wettbewerber. Die Anleihen der 149 Unternehmen mit A-Rating erzielten eine durchschnittliche Rendite von –9,23%, verglichen mit –13,16% von Unternehmen mit B-Rating und –17,14% von Unternehmen mit C-Rating. (mh)

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Deutsche Privatanleger ziehen massiv Geld aus Publikumsfonds

Für Fondsgesellschaften war das erste Quartal 2020 auf den ersten Blick ein guter Start in das Jahr. 24 Mrd. Euro flossen ihnen netto in den ersten drei Monaten zu. Das verdanken sie aber ausschließlich Spezialfonds für professionelle Investoren wie Versicherer. Aus Publikumsfonds zogen sich deutsche Anleger stark zurück.

Den Fondsgesellschaften sind deutschlandweit im ersten Quartal 2020 netto 24,1 Mrd. Euro neue Mittel zugeflossen. Dazu haben vor allem offene Spezialfonds mit Zuflüssen von 32,7 Mrd. Euro beigetragen. Das ist ihr stärkster Jahresauftakt seit 2015, als Spezialfonds im ersten Quartal 44,4 Mrd. Euro erzielten.

Hohe Abflüsse aus Publikumsfonds

Aus offenen Publikumsfonds zogen private und institutionelle Anleger von Anfang Januar bis Ende März 2020 netto 13,9 Mrd. Euro ab. Dabei prägen Aktienfonds mit 14 Mrd. Euro Abflüssen das Absatzbild. Davon entfallen 5,7 Mrd. Euro auf Aktien-ETFs. Aus Mischfonds zogen Anleger 2,1 Mrd. Euro ab. Rentenfonds verzeichneten netto 0,6 Mrd. Euro Zuflüsse. Hier gab es aber deutliche regionale Unterschiede. Während Rentenfonds mit Euro-Anleihen ein Plus von 4,3 Mrd. Euro erzielten, flossen aus Produkten mit Schwerpunkt auf Anleihen aus Schwellenländern 2,1 Mrd. Euro und aus Fonds für Unternehmensanleihen 0,6 Mrd. Euro ab.

Nachhaltigen Publikumsfonds entziehen sich dem Trend

Nachhaltig anlegende Produkte konnten sich dem negativen Trend im Publikumsgeschäft entziehen. Bezogen auf das Neugeschäft aller Publikumsfonds verbuchten sie von Anfang Januar bis Ende März 2020 Zuflüsse von 3,4 Mrd. Euro. Aus anderen Publikumsfonds flossen 17,3 Mrd. Euro ab. Diese Entwicklung spiegelt sich in Europa wider. Nach Angaben von Morningstar erzielten nachhaltige Fonds europaweit Zuflüsse von 30 Mrd. Euro, während Anleger aus anderen Publikumsfonds 165 Mrd. Euro abzogen. (mh)

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„Eine erfolgreiche Fondsauswahl hat nichts mit Glück zu tun“

Eine Fondspolice ist immer nur so gut wie die Auswahl der Fonds. Doch wie wählen Vermittler und Kunde die richtigen Fonds aus? Und welche Fehler sollten dabei dringend vermieden werden? Nachgefragt bei Matthias Buße und Thorsten Dorn, geschäftsführende Gesellschafter der Beratungsboutique Smart Asset Management Service (sam).

Herr Dorn, sam ist auf die Analyse fondsgebundener Versicherungspolicen und Investmentdepots spezialisiert. Welche Fehler stellen Sie dabei besonders oft fest?

Thorsten Dorn: Viele Berater haben für sich individuelle Wege festgelegt, um eine erfolgreiche Fondsauswahl zu treffen. Wir können beobachten, dass dabei oft Entscheidungen getroffen wurden, die auf Trends oder Produkt-Stories basieren, aber langfristig nicht tragfähig sind. Häufig spielt auch die reine Vergangenheitsbetrachtung eine zu große Rolle, denn Fonds, die in der Vergangenheit gut gelaufen sind sind kein Garantie für die Zukunft. Die Wertentwicklung wird ohnehin zu stark isoliert betrachtet.

Wichtig ist das Zusammenspiel zwischen Rendite und Risiko und dabei spielt die Mischung – der sogenannte Korrelationsmix – eine ganz entscheidende Rolle. Wir haben festgestellt, dass mehr als 90% der bei uns analysierten Verträge nennenswert verbessert werden konnten. Häufig spielt dabei eine Rolle, dass die Fonds im Laufe der Jahre nicht an die persönlichen Bedürfnisse der Kunden angepasst wurden.

Außerdem hat sich über eine gewisse Zeit hinweg in aller Regel ein deutliches Volumen als Vertragswert angesammelt. Das muss auch bei regelmäßig besparten Verträgen behandelt werden wie ein Einmalbeitrag. Denn Schwankungen sind gut für ratierliches Sparen, aber zugleich Gift für das bereits Ersparte. Sparbeiträge und Vertragskapital müssen ab einem bestimmten Punkt getrennt voneinander betrachtet werden. Das macht für den Kunden am Ende der Laufzeit einen Unterschied von vielen 1000 Euro. Wir sehen oft zuviel unnötiges Risiko innerhalb der Fondsauswahl.

Welche Faktoren bestimmen eine erfolgreiche Fondsauswahl?

TD: Eine erfolgreiche Fondsauswahl hat zunächst einmal nichts mit Glück zu tun. Denn: Am Anfang steht immer die Frage, welche Zielrendite hat der Kunde und welches Risiko er bereit einzugehen ist. Nur durch dieses individuelle Rendite-Risiko Profil kann der Startschuss für eine erfolgreiche Auswahl gegeben werden. Dazu gehört neben einem Versicherer mit einem guten Zielfondsuniversum, die Fonds richtig zu kombinieren. Wichtig ist die Korrelation, also das Verhalten einzelner Fonds zueinander – egal ob es sich um ETFs oder aktiv gemanagte Fonds handelt. Wenn diese Faktoren berücksichtigt werden, steht einer erfolgreichen Fondsauswahl und damit einem erfolgreichen Vertragsverlauf nichts mehr im Weg.

Anbieter bewerben oft eine große Fondsauswahl. Wählen Kunden am Ende aber nicht fast immer die üblichen Flaggschifffonds?

Matthias Buße: Das ist in der Tat relativ häufig zu beobachten. Gute Performance in der Vergangenheit gepaart mit einer guten Vertriebsstory machen es den Beratern und auch den Kunden vermeintlich einfacher, das passende Produkt zu identifizieren. Kurzfristig betrachtet kann das sogar funktionieren, sollte jedoch kein Gewähr dafür sein, dass dies auch über längere Laufzeiten – und darüber reden wir bei Fondspolicen meistens – immer die beste Wahl ist.

Wie häufig werden Fonds nach der Erstzusammenstellung in der Realität geändert?

TD: Das hängt natürlich stark von den einzelnen Beratern ab. Aber die Tatsache, dass über 90 Prozent der bei uns eingelieferten Verträge deutlich verbessert werden konnten lässt nur einen Schluss zu: die Zusammenstellung der Fonds wird über die Laufzeit viel zu selten geändert. Und bei Fondspolicen sprechen wir da über Jahre und Jahrzehnte. Manchmal werden Erstzusammensetzungen gar nicht mehr geändert. Langfristig mag der Kunde bestenfalls dann zwar immer noch eine positive Wertentwicklung haben, aber gerade durch die Schwankungen bei stetig steigenden Vertragswerten kostet das Buy and Hold-Prinzip den Kunden am Ende viel Geld, das ihm bei der Ablaufleistung natürlich fehlt.

Wie können Vermittler die Fondsauswahl in den Fondspolicen verbessern?

MB: Am Anfang steht immer die Ermittlung des Rendite-Risiko-Profils. Das ist die Grundlage für eine gute Fondsauswahl. Dazu steht den Beratern eine Vielzahl von technischen Lösungen zur Verfügung, mit denen er Fonds vergleichen, analysieren und auswerten kann. Kein System und keine Gesellschaft sagt den Beratern jedoch, welche Fonds konkret er welchem Kunden in welcher Kundensituation anbieten soll.

Wir bei sam haben einen Service entwickelt, die Verträge der Kunden individuell unter Berücksichtigung der Renditeerwartung und der Risikoneigung des Kunden zu analysieren und entsprechend zu optimieren. Dieser ermittelt auf einer technischen Basis eine optimierte Allokation für den jeweiligen Vertrag, um die Kundenbedürfnisse bestmöglich mit den Möglichkeiten des Fondsuniversums des jeweiligen Versicherers zu erfüllen. Die Kundendaten sind jederzeit geschützt, persönliche Kundendaten über das Rendite-Risiko-Profil hinaus müssen nicht angegeben werden.

Berater müssten für jeden Kunden ausgehend vom jeweiligen Rendite-Risikoprofil eine individuelle Allokation aufbauen. Ist das überhaupt noch möglich?

MB: Diese Aufgabe ist für die meisten Berater in der Tat eine große Herausforderung. Viele Versicherungsmakler sind keine Investment-Experten und mit der großen Auswahl der Fonds schlichtweg überfordert. Gleichwohl sind die Berater durch die IDD verpflichtet, regelmäßig zu überprüfen, ob die ursprüngliche ermittelten Parameter wie Zielrendite und Risikobereitschaft noch zu ihren Kunden passen.

Theoretisch müssen sie für jeden Kunden ausgehend vom jeweiligen Rendite-Risikoprofil eine individuelle Allokation aufbauen – und idealerweise kontinuierlich nachhalten da sich die persönliche Anlagesituation und die der Märkte innerhalb der Anlagezeit ändern können, was eine andere Fondsauswahl erforderlich macht. Das ist jedoch nicht für jeden Kunden umzusetzen, sodass immer mehr Berater lieber auf gemangte Portfolios zurückgreifen, die jedoch nie maßgeschneidert sind, sondern immer auf vordefinierte Kundengruppen und Risikoklassen abzielen. Dass diese dann dauerhaft das bestmögliche Ergebnis erzielen, ist aus unserer Sicht de facto ausgeschlossen. Wer aber für seine Kunden und damit auch für sein Unternehmen das beste Ergebnis erzielen will, der muss den Weg der individuellen Allokation gehen. Hier setzen wir neue Maßstäbe mit dem onlinebasierten Service samperform. (mh)

Über Smart Asset Management

Smart Asset Management Service (www.smart-am.de) hat sich darauf spezialisiert, für Finanzdienstleister individuell Fondspolicen zu analysieren und zu optimieren. Im Herbst 2019 hat die Hamburger Beratungsboutique ihr onlinebasiertes Serviceportal für Berater zur Analyse und Verbesserung der Fondsauswahl in Fondspolicen gestartet.


 

Janus Henderson befürchtet globalen Einbruch der Dividenden

Janus Henderson Investors gibt seit 2014 vierteljährlich die Dividendenstudie „Janus Henderson Global Dividend Index“ heraus. Zuletzt dominierte darin kontinuierliches Wachstum der weltweiten Dividendenzahlungen. Die aktuelle Ausgabe prognostiziert dagegen ein deutliches Minus.

Die Corona-Krise erreicht auch die Aktionäre. Neben den Kursverlusten im März droht nun auch der Ausfall von Dividenden. Das zeigt der aktuelle Janus Henderson Global Dividend Index. Im ersten Quartal markierte der Dividendenindex zwar einen neuen Höchststand. So blieben die Dividenden im ersten Quartal von der Corona-Krise fast unberührt und kletterten um 3,6% auf 275,4 Mrd. Dollar (~254,5 Mrd. Euro). Noch nie zuvor fiel der Wert in einem ersten Quartal höher aus.

Minus von bis zu 35%

Im Vordergrund der aktuellen Ausgabe des Janus Henderson Global Dividend Index stehen aber die erwarteten Auswirkungen der Covid-19-Krise auf die Dividendenentwicklung im weiteren Jahresverlauf. Und diese sehen deutlich düsterer aus. Für das weitere Jahr erwartet Janus Henderson selbst im besten Fall einen Rückgang der weltweiten Ausschüttungen um 15%. Im schlechtesten Fall droht sogar ein Einbruch um 35% auf nur noch 933 Mrd. Dollar.

Europa am stärksten betroffen

Europa wird dabei nach Ansicht der Experten aller Voraussicht nach am stärksten betroffen sein, vor allem beim Hauptdividendenzahler Frankreich dürfte deutliche Kürzungen anstehen. Der Dividendenrückgang in Deutschland sollte laut Janus Henderson weniger stark ausfallen. Eine klare Dividendenprognose ist den Experten zufolge aber angesichts der großen Unsicherheit kaum sinnvoll. Daher nimmt Janus Henderson seine Schätzung für das Jahr 2020 zurück, und nutzt statt einer konkreten neuen Prognose die Spannweite eines Rückgangs zwischen 15 und 35%. (mh)

© daboost – stock.adobe.com
 

Aberdeen Standard Investments legt neue Aktienfonds auf

Aberdeen Standard Investments (ASI) hat eine neue Reihe an Aktienfonds aufgelegt. Das Angebot umfasst stark konzentrierte Portfolios, die Anlegern Zugang zu den besten Ideen der Research-Teams von ASI rund um den Globus bieten sollen.

Das britische Investmenthaus ASI hat einen neue Fondsfamilie vorgestellt. Die Focused-Palette umfasst globale EM-, nordamerikanische und globale Aktienfonds im SICAV-Segment und einen globalen Fonds im OEIC-Segment. Darüber hinaus hat die Gesellschaft verkündet, dass die Auflage europäischer und asiatischer Fonds geplant sei.

20 bis 35 Aktien

Die Portfolios der neuen Fonds setzen sich aus 20 bis 35 Titeln zusammen und gründen sich auf tiefgreifendes fundamentales Research in Kombination mit einer vollständig integrierten Analyse ökologischer, sozialer und Governance-Belange (ESG-Belange). Der Ansatz nutzt die teambasierte Vorgehensweise von ASI bei aktiven Aktienstrategien, wobei die Titel durch Zusammenarbeit und Teamdebatten ausgewählt werden, um die aus Risiko-Ertrags-Sicht besten Gelegenheiten für die Portfolios auszumachen.

Vier Fonds zum Start

Die von hoher Überzeugung geprägten Portfolios werden von einem „Focused POD“ verwaltet – eine Gruppe erfahrener fundamentaler Portfoliomanager, die von den Spezialistenteams für Quant-, Risiko- und ESG-Anlagen unterstützt werden. Die Teams verwenden Risikomanagement-Tools, um ein überdurchschnittliches Risiko-Ertrags-Ergebnis für unsere Kunden zu erzielen. Die Focus-Fonds umfassen insgesamt drei in Luxemburg domizilierte Fonds: Emerging Markets Focused Equity Fund, Aberdeen Standard SICAV I – American Focused Equity Fund und Global Focused Equity Fund. Hinzu kommt mit dem ASI Global Focused Equity Fund ein in Großbritannien domizilierter Fonds. (mh)

Bild: © Olivier Le Moal – stock.adobe.com

 

Deutsche sind Spitzenreiter bei Fondsanlage über Robo-Berater

Der Anteil ist noch relativ klein: Rund 1% der deutschen Privatanleger legen ihr Fondsvermögen automatisiert an. Ein bisschen erstaunt darf man darüber sein, dass die in Geldfragen doch eher konservativen Deutschen hier ihren europäischen Nachbarn voraus sind.

In Deutschland verwalteten Robo-Berater Ende 2019 ein Fondsvermögen von 7,5 Mrd. Euro. Das entspricht knapp 60% der von ihnen in der EU betreuten Gelder. Darauf weist der Bundesverband der Investment und Asset Management (BVI) hin. Deutsche Privatanleger haben somit gut 1% ihres Fondsvermögens automatisiert angelegt. In anderen EU-Ländern, in denen Sparer ebenfalls viel Geld in Fonds angelegt haben, wie Italien, Spanien und Frankreich liegt der Anteil jeweils nur bei 0,1%.

Über 300.000 Robo-Kunden in Deutschland

Auch bei der Verbreitung liegt Deutschland mit 3.800 Robo-Kunden je eine Million Einwohner, im EU-Vergleich in der Spitzengruppe. Dies sei beachtlich, so der BVI, weil einige Nachbarländer, wie etwa England und die Niederlande, die Verbreitung der automatisierten Beratung durch ein Provisionsverbot in der Anlageberatung unterstützen würden. Dennoch werden Robo-Berater dort nicht zwangsläufig stärker genutzt. Zwar ist in England die Verbreitung mit 8.600 Nutzern je eine Million Einwohner größer als in Deutschland, in den Niederlanden hingegen setzen Anleger deutlich weniger auf die automatisierte Beratung (1.800 Kunden je eine Million Einwohner).

Mit Blick auf die USA erklärt der BVI, dass sich Robo-Berater auch im freien Wettbewerb der Vertriebsmodelle stärker verbreiten können. Dort lassen 25.200 Anleger pro eine Million Einwohner ihre Fonds – ohne Provisionsverbot – durch Robo-Berater verwalten. (bh)

Bild: © phonlamaiphoto – stock.adobe.com

 

Morningstar: Das ist die mit Abstand beste große Fondsgesellschaft

Morningstar wertet seit vielen Jahr die Fonds großer wie kleiner Fondsgesellschaften aus – und veröffentlicht regelmäßig Listen der besten Fondsgesellschaften. Eine deutsche Gesellschaft spielt in der aktuellen Ausgabe erstmals bei den Großen mit – und erobert dabei direkt und mit deutlichem Abstand die Spitzenposition.

Flossbach von Storch hat bei Morningstar den Sprung unter die großen Fondsgesellschaften geschafft. Das Kölner Fondshaus rückt in der Bilanz der besten großen Fondsanbieter in Europa per Ende März 2020 zugleich direkt an die Spitzenposition. Das Durchschnittsrating der Flossbach-Fonds lag bei 4,42 Sternen. Zum Vergleich: Der zweitplatzierte Vanguard kommt nur auf einen Durchschnittswert von 3,68 Sternen.

99% der Mischfonds überdurchschnittlich

Satte 99% der Assets in den bewerteten Fonds von Flossbach von Storch haben laut Morningstar ein Vier- oder Fünf-Sterne Rating. Mischfonds schafften sogar einen gewichteten Durchschnittswert von 4,99 Sternen. Aktienfonds der Kölner fallen zwar deutlich ab, liegen mit einem Schnitt von 3,61 aber immer noch über dem Durchschnitt.

Schwedischer Überflieger

Ein weiterer großer Gewinner des aktuellen Rankings ist Handelsbanken. Die schwedische Gesellschaft kletterte innerhalb eines Quartals von Rang 10 auf 3. Handelsbanken punktete vor allem bei Rentenfonds – einem Bereich, in dem viele Wettbewerber sich zuletzt volatil präsentierten. Allerdings sind die Fonds der Schweden im deutschsprachigen Raum nicht zum Vertrieb zugelassen.

Weitere Gewinner

Ebenfalls zu den Gewinnern unter den großen Fondshäusern zählt JPMorgan Asset Management. Die Gesellschaft stieg im Ranking der großen Fondshäuser von Platz 14 auf Platz 4. Das durchschnittliche Rating verbesserte sich von 3,42 auf 3,53 Sterne. Auch Anbieter aus Deutschland konnten sich verbessern. So stieg Allianz Global Investors von Platz 18 auf 14, Union Investment von Platz 25 auf 21. (mh)

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BCA launcht neuen Investment-Shop

Die BCA hat einen neuen Service gestartet: den Investment-Shop. Er bietet Partnern des Maklerpools eine komplett digitalisierte Abschlussstrecke, die zudem individuell personalisiert werden kann. Das rein onlinebasierte Einkaufserlebnis soll durch intuitives Handling überzeugen und steht allen Partnern kostenfrei zur Verfügung.

Von der Fondsauswahl über eine anschauliche Beratungsstrecke bis hin zur unkomplizierten Depoteröffnung mit Legitimation per Post-Ident- oder Video-Ident-Verfahren: auf Basis seiner komplett digitalisierten Abschlussstrecke offeriert die BCA ihren Maklern mit dem Investment-Shop ab sofort eine exklusive End-to-End Online-Lösung.

Komplett papierlos und rechtssicher

Der Investment-Shop, basiert auf der 2018 etablierten Online-Abschlussstecke im Rahmen von PRIVATE INVESTING. Mit ihm erweitert die Oberurseler Maklerpool-Gruppe ihr entsprechendes Portfoliospektrum um Anlagen mit Fokus auf Vermögenswirksame Leistungen (VL), frei definierbaren Einzelfonds sowie ausgewählten Musterportfolios. Der gesamte Prozessablauf ist komplett papierlos ausgelegt und soll seinen Anwendern zudem vollständige Rechtssicherheit gewährleisten.

Die digitale Art zu investieren

Das rein onlinebasierte Einkaufserlebnis soll durch intuitives Handling nach bewährtem AMAZON-Muster überzeugen und wird als kostenfreier Service für alle angeschlossenen Vertriebspartner angeboten. „Unser Investment-Shop bietet den Endkunden des Maklers nunmehr eine äußerst ansprechende virtuelle Erlebniswelt, die angefangen von Produktauswahl und Vertragsdatenerfassung inklusive Plausibilitätscheck und bis hin zu Kauf und Legitimation nur wenige Minuten in Anspruch nimmt“, kommentiert Dr. Frank Ulbricht, Vorstandsvorsitzender der BfV sowie Mitglied des Vorstands der BCA AG.

Personalisierte Investment-Shops

Maklerpartner können den Investment-Shop auf Wunsch individualisieren – vom eigenen Firmendesign, einer individuellen Auswahl von Fonds, ETFs, Modellportfolios, Vermögensverwaltungsstrategien und Vermögenswirksamen Leistungen (VL) oder mit persönlich präferierten Preismodellen. Die individuelle zugeschnittenen Investment-Shops sind jeweils über die Einstellungen der BCA-Maklersoftware DIVA konfigurierbar. Nach Inbetriebnahme werden die so generierten Kundendepots automatisch und mit allen dazugehörigen Personen- und Depotdaten in die Beratersoftware integriert. (mh)

Weitere Informationen zum Thema BCA Investment-Shop unter: www.bca.de/investment-shop

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Robo Advisor gewinnen stark an Bekanntheit

Etwa jeder dritte Deutsche ist mittlerweile mit dem Begriff Robo Advisor vertraut. Größere Bekanntheit haben die digitalen Vermögensverwaltungen vor allem bei Personen mit höheren Einkommen und höherer Schulbildung. Auch die Bereitschaft zur Anlage in Robo Advisor wächst.

Die Bedeutung des Themas Robo Advice ist in Deutschland in den letzten zwölf Monaten deutlich gestiegen. Der aktuellen Studie „Robo Advice in Deutschland – Status quo und Entwicklungsperspektiven 2020“ zufolge, die das Marktforschungsinstitut Toluna im Auftrag der European Bank for Financial Services (ebase) erstellt hat, sind inzwischen rund 30% der Deutschen mit dem Begriff Robo Advisor vertraut. „Ein schöner Erfolg, wenn man bedenkt, dass dieses Ergebnis einen Zuwachs in der Bekanntheit um 50% in nur einem Jahr bedeutet“, resümiert ebase-Geschäftsführer Kai Friedrich.

Korrelation zu Einkommen und Schulbildung

Für die Prognose der zukünftigen Entwicklung sei hervorzuheben, dass bestimmte Kundengruppen mit Robo-Advisor-Angeboten bereits deutlich vertrauter sind und sich zunehmend vorstellen können, diese auch für ihre eigene Geldanlage zu nutzen. So interessieren sich der Studie zufolge besonders Personen mit höherem Einkommen und/oder Schuldbildung besonders für Robo Advisor. Zudem wissen zwei Drittel der sehr risikobereiten Anleger bereits genau, was ein Robo Advisor ist.

Jeder Fünfte kann sich Nutzung vorstellen

Unter denjenigen, die mit dem Begriff Robo Advisor vertraut sind, können sich immerhin 20% vorstellen, ein entsprechendes Angebot für sich selbst zu nutzen. „Gut vorstellbar, dass digitale Angebote, wie Robo Advisor, durch die Corona-Krise und die damit einhergehenden Kontaktbeschränkungen, die sich auch in der Beratung bemerkbar machen, einen zusätzlichen Schwung erhalten, der die Etablierung in der Breite beschleunigt“, meint Friedrich.

Mehrheit noch immer nicht erreicht und überzeugt

Doch auch wenn die Bekanntheit deutlich gestiegen ist, können immer noch rund 70% der Bevölkerung mit dem Thema Robo Advisor wenig bis nichts anfangen. Zudem zeigt die Studie, dass sich nach wie vor nur eine vergleichbar kleine Kundengruppe für rein digitale Anlagen interessiert. Das hat etliche Anbieter veranlasst, einen Mix aus Mensch und Maschine anzubieten, bei dem es zu einer Konvergenz von digitalen Robo Advisor-Angeboten mit physischen Elementen wie etwa in der Anlageberatung kommt.

Das erwarten Kunden von Robo Advice

Die aus Kundensicht wichtigsten Anforderungen an ein Robo Advisor-Angebot sind geringe Gebühren und Transparenz. Sie sind je für 70% der Befragten wichtig bis sehr wichtig. Eine nachvollziehbare Anlagestrategie sowie gute Bewertungen durch neutrale Instanzen fordern je etwas zwei Drittel der Befragten. Daneben stehen die Performance (62%) sowie eine mehrjährige Erfahrung des Anbieters am Markt (61%) im Fokus. Auch Angebote für geringe Mindestanlagebeträge werden von vielen Befragten als wichtig bis sehr wichtig eingeschätzt (62%). (mh)

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