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Berenberg launcht Private-Equity-Plattform mit Moonfare

Private-Equity-Lösungen erfreuen sich wieder steigender Beliebtheit. Dem Berenberg nun entgegen. Die Privatbank hat eine Kooperation mit Moonfare gestartet. Im Rahmen der Partnerschaft können Berenberg-Berater Private-Equity-Fonds empfehlen, wenn sie den Zielen und der Strategie des Kunden entsprechen.

Berenberg und Moonfare kooperieren bei Private-Equity-Lösungen, um den Kunden der ältesten Privatbank Deutschlands einen digitalen Zugang zu erstklassigen Private-Equity-Fonds zu ermöglichen. Das in Berlin ansässige FinTech ermöglicht es qualifizierten Personen, ab 200.000 Euro direkt in ausgewählte Private-Equity-Fonds zu investieren. Anleger erhalten Zugang über eine digitale Plattform, auf der sie schnell und unkompliziert und unter Einhaltung der regulatorischen Anforderungen investieren können sollen. Aus einer Vorauswahl von Moonfare wählt Berenberg noch einmal die aus seiner Sicht erfolgversprechendsten Fonds aus und bietet sie seinen Kunden an.

Zugang für Berater und Kunden

Im Rahmen der Partnerschaft mit Moonfare können Berenberg-Berater Private-Equity-Fonds in ihre Portfolio-Empfehlungen aufnehmen, wenn diese den Anlagezielen und der Anlagestrategie des Kunden entsprechen. Berenberg-Kunden sollen so Zugang zu renditestarken Anlagen erhalten und von der zusätzlichen Diversifizierung einer weiteren Anlageklasse profitieren. Sowohl Berater als auch ihre Kunden haben direkten Zugang zur digitalen Plattform, auf der sie Anlagemöglichkeiten prüfen und abonnieren können.

Bild: © ra2studio – stock.adobe.com

 

Neuer nachhaltiger Indexfonds von Vanguard

Nachhaltigkeit ist ein großer Trend der Investmentlandschaft. Vanguard bildet diesen nun mit einem neuen Indexfonds ab. Der ESG Emerging Markets All Cap Equity Index Fund setzt breit gestreut auf nachhaltige Aktien aus den Schwellenländern.

Vanguard hat den Vanguard ESG Emerging Markets All Cap Equity Index Fund aufgelegt. Der Indexfonds soll als zentraler Aktien-Baustein nachhaltige Portfolios fungieren und ein breites und diversifiziertes Exposure in Bezug auf Schwellenländer bieten.

Zahlreiche Branchen ausgeschlossen

Vom Index ausgeschlossen sind Unternehmen, die im Zusammenhang mit nicht erneuerbaren Energien, Waffen sowie lasterhaften Produkten wie Alkohol, Tabak, Glücksspiel und Erwachsenenunterhaltung tätig sind. Gleiches gilt für Unternehmen, die nicht den United Nations Global Compact Prinzipien zu Arbeitnehmer- und Menschenrechten, Umwelt und Korruptionsbekämpfung gerecht werden. Die laufenden Kosten betragen 0,25% p. a. für Privatanleger.

Wandelnden Anforderungen der Anleger gerecht werden

„Unsere Anleger machen sich viele Gedanken zu Themen wie Menschenrechte, Ethik, Umwelt und Soziales. Viele möchten diese Werte auch bei der Geldanlage berücksichtigt wissen, gleichzeitig jedoch weiterhin ihre Anlageziele verfolgen. Aus diesem Grund haben wir unsere Fonds-Palette so ausgestaltet, dass sich ESG-bewusste, langfristige Investoren ein hochwertiges und diversifiziertes Aktienindex-Portfolio zu geringen Kosten zusammenstellen können“, erläutert Matthew Piro, Head of Portfolio Review Department, Europa von Vanguard die Hintergründe der Fondsauflage. Auch in Zukunft werde Vanguard weiter nach Möglichkeiten suchen, langfristige ESG-kompatible Produkte bereitzustellen, um den sich wandelnden Anforderungen der Anleger gerecht zu werden. (mh)

Bild: © XtravaganT – stock.adobe.com

 

Nachhaltige Geldanlage boomt bei Privatanlegern

Privatanleger in Deutschland haben ihre Investments in nachhaltige Geldanlagen im vergangenen Jahr nahezu verdoppelt. Insgesamt legte der nachhaltige Anlagemarkt hierzulande um rund ein Viertel zu. Das zeigt der Marktbericht 2020 des FNG – Forum Nachhaltige Geldanlagen.

Deutschlands Privatanleger haben ihre Investments in Nachhaltige Geldanlagen in 2019 von 9,4 auf 18,3 Mrd. Euro gesteigert und damit zu knapp einem Fünftel zum Gesamtwachstum Nachhaltiger Geldanlagen beigetragen. Stand Ende 2019 wurden insgesamt 269,3 Mrd. Euro in Anlageprodukte investiert, die Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien explizit in den Anlagebedingungen festschreiben. Das sind 23% mehr als im Vorjahr. Berücksichtigt man auch Kapitalanlagen, für die Nachhaltigkeitskriterien auf Unternehmensebene verankert sind, ergibt sich dem FNG zufolge per Ende 2019 eine Gesamtsumme von rund 1,64 Bio. Euro für die verantwortlichen Investments in Deutschland.

Plus von 96% innerhalb eines Jahres

Rund 8,9 Mrd. Euro privater Investoren flossen 2019 in nachhaltige Fonds und Mandate. Das entspricht einem Wachstum von 96%. Bei Fonds und Mandaten schafften die nachhaltigen Produkte zudem erstmals den Sprung über die 5%-Marke und erzielten einen Marktanteil von 5,4%. Insgesamt hielten Privatanleger rund 11% der nachhaltigen Fonds und Mandate in Deutschland. 89% der Gesamtsumme entfielen Ende 2019 aber noch immer auf institutionelle Investoren.

Berichterstattung zeigt Wirkung

Ursächlich für das deutlich gestiegene Interesse privater Anleger ist nach Einschätzung des FNG insbesondere die deutlich intensivierte Berichterstattung über Nachhaltige Geldanlagen im Zuge der verschiedenen europäischen Maßnahmen zur Förderung dieser Anlageform und die damit gestiegene Bekanntheit entsprechender Anlagen. Zudem tragen Fridays for Future, die Diskussionen zum Kohleausstieg, zur CO2-Steuer und weiteren Initiativen zu einem gesteigerten gesellschaftlichen Klima- und Umweltbewusstsein bei.

Weiterer Schub erwartet

Auch für die Zukunft ist das FNG zuversichtlich. „Für die kommenden Jahre erwarten die Experten einen weiteren Schub für die nachhaltige Geldanlage privater Anleger. Dazu trägt auch die Regulatorik bei. Wenn die Kundenberater in Banken und Sparkassen als auch die freien Finanzvermittler ihre Kunden zukünftig nach ihrem Interesse an einer nachhaltigen Geldanlage fragen müssen, werde das Engagement dieser Anleger weiter steigen. (mh)

Bild: © lovelyday12 – stock.adobe.com

 

Pictet legt Fonds für Familienunternehmen auf

Pictet Asset Management hat einen neuen Themenfonds im Programm. Der Pictet-Family setzt auf Aktien von Familienunternehmen. Diese sind laut der Schweizer Fondsgesellschaft gerade auf lange Sicht eine attraktive Anlageoption.

Pictet Asset Management hat die Auflegung des Pictet-Family bekannt gegeben. Der Aktienfonds investiert in Unternehmen in Familienbesitz. Diese weisen laut Pictet tendenziell eine bessere Wertentwicklung als der breitere Weltaktienmarkt auf und sind durch ihren besonderen Führungsstil vor allem für langfristige Investoren attraktiv. Starke Werteorientierung, aktive Ausübung von Eigentumsrechten kombiniert mit einem langfristigen Planungshorizont und entsprechender Nachfolgeplanung – all das zeichne gute Familienunternehmen aus.

Vier Schlüsselfaktoren für Erfolg

Gemäß einer Vielzahl von Studien seien Familienunternehmen in der Regel profitabler und schneiden besser ab als ihre nicht familiengeführten Wettbewerber. Erfolgreiche Familienunternehmen haben laut Pictet vier Schlüsselfaktoren gemeinsam: Unternehmergeist, Umsichtiger Umgang mit Vermögen, gesellschaftliche Anerkennung und eine längerfristige Perspektive.

Rund 500 Unternehmen zur Auswahl

Der Fonds wird von einem Team in Genf unter der gemeinsamen Leitung von Alain Caffort und Cyril Benier gemanagt. Definiert man Familienunternehmen als börsennotierte Gesellschaften, in denen jeweils eine Person – häufig die Gründerin bzw. der Gründer – oder eine Familie mindestens 30% der Stimmrechte hält, eröffnet sich ein globales Anlageuniversum von etwa 500 Unternehmen. Der Pictet-Family ist eine Neuausrichtung des Fonds Pictet-Small Cap Europe. Er unterliegt keinen Beschränkungen hinsichtlich der regionalen Ausrichtung oder der Marktkapitalisierung. (mh)

Bild: © gustavofrazao – stock.adobe.com

 

Fidelity startet drei nachhaltige ETFs

Fidelity International hat drei neue Fonds vorgestellt. Die ETF werden aktiv gemanagt und setzen auf Aktien nachhaltiger Unternehmen. Dabei verwenden sie eine systematische aktive Strategie sowie einen unterschiedlichen regionalen Fokus.

Fidelity erweitert seine Palette an Nachhaltigkeitsfonds mit der Auflegung von drei aktiv verwalteten ESG-ETFs. Die Fidelity Sustainable Research Enhanced Aktien ETFs bilden drei Indizes für die Regionen Global, USA und Europa nach. Anlegern bieten sie die Möglichkeit eines breiten Aktienmarktengagements über Anlagen in Unternehmen, die Fidelity unter nachhaltigen und fundamentalen Gesichtspunkten bevorzugt.

Systematische aktive Strategie

Den ETFs liegt eine systematische aktive Strategie zugrunde, in die die Research-Ergebnisse der Analysten von Fidelity einfließen. Die Auswahl und Gewichtung der Firmen, für die Fidelity einen positiven Ausblick und wirklich nachhaltige Geschäftsmodelle identifiziert hat, erfolgt anhand der hauseigenen Nachhaltigkeitratings. Je nach geografischem Schwerpunkt bestehen in der Regel aus 250 bis 500 Aktien. Die Anpassung der Portfolios geschieht jeweils vierteljährlich.

Kosten zwischen 0,30 und 0,35%

Die neuen ETFs sind an der Londoner Börse sowie an der Deutschen Börse Xetra gelistet. Ihre jährlichen laufenden Kosten liegen zwischen 0,30 und 0,35%. Die Fidelity Sustainable Research Enhanced Equity ETFs gehören zur nachhaltigen Produktpalette von Fidelity, die derzeit aus fünf Fonds besteht: zwei nachhaltigen Themenfonds mit Schwerpunkt auf der Reduzierung von CO2-Emissionen, der Wasserversorgung und Abfallentsorgung sowie drei Best-in-Class-Aktien- und Anleihefonds.

Paradigmenwechsel trifft Rendite

„Nachhaltiges Investieren erweist sich als einer der bedeutendsten Paradigmenwechsel in der Investmentbranche der letzten 25 Jahre“, kommentiert Christian Machts, Leiter Drittvertrieb Deutschland, Österreich und Osteuropa, die Auflage des ETF-Trios. „Beschleunigt wird er durch die wachsende Erkenntnis, dass ESG-Anlagen die Erträge steigern können. Diesen Trend bestätigt auch unser Research. Es zeigt, dass während des letzten Ausverkaufs an den Märkten infolge der Corona-Pandemie Aktien mit höheren ESG-Ratings besser abgeschnitten haben als solche mit niedrigeren ESG-Ratings.“ (mh)

Bild: © bankrx – stock.adobe.com

 

Janus Henderson stellt neuen Multi-Strategie-Fonds vor

Alternative Anlagestrategien sind gerade im aktuellen Umfeld gefragt. Janus Henderson Investors hat nun einen neuen Fonds vorgestellt, der breit gestreut in solche Strategien investiert. Separate Absicherungsstrategien sollen zudem die Risiken im Portfolio minimieren.

Der Vermögensverwalter Janus Henderson Investors hat die Auflegung eines globalen Multi-Strategie-Fonds bekanntgegeben. Er investiert in diversifizierte alternative Anlagestrategien. Die Strategie wurde bisher bereits als ein auf den Cayman Islands domizilierter Hedgefonds gemanagt. Nun erfolgte die Auflegung in einer UCITS-Struktur, um internationalen Anlegern den Zugang zum Fonds zu erleichtern.

Zugang zu alternativen Assets

Der Janus Henderson Global Multi-Strategy Fund bietet Anlegern einen breiten Zugang zu alternativen Assets und strebt gleichzeitig mittels separater Absicherungsstrategien die Minimierung von Risiken im Portfolio an. Er weist laut der Gesellschaft eine sehr geringe Korrelation mit der Entwicklung der wichtigsten Asset-Klassen auf und stelle für Anleger damit ein Instrument zur Diversifizierung im Rahmen eines ausgewogenen Portfolios dar.

Sechs Anlagestrategien

Der Fonds vereint mehrere sich ergänzende Anlagestrategien in einer Reihe von Asset-Klassen wie Aktien, Anleihen, deren jeweiligen Derivaten, sowie Rohstoffen. Zusätzlich verfolgt der Fonds eine Strategie zur Absicherung des Portfolios. Diese soll in schwierigen Marktphasen unkorrelierte positive Erträge erzielen und den anderen Teilstrategien ermöglichen, kurzfristige Marktturbulenzen zu überbrücken. Eingesetzt werden die sechs folgenden Anlagestrategien:

  • 1. Convertible Arbitrage: nutzt Fehlbewertungen bei Wandelanleihen
  • 2. Event-Driven: nutzt Bewertungsineffizienzen im Zusammenhang mit Kapitalmaßnahmen bei Unternehmen oder auf Ebene der Kapitalstruktur
  • 3. Equity Market Neutral: generiert Alpha aus Long- und Short-Positionen in pan-europäischen Aktien
  • 4. Price Pressure: nutzt Preisunterschiede vor und nach Auktionen von Staatsanleihen sowie Preisanomalien bei Aktien
  • 5. Risk Transfer: nutzt Ungleichgewichte in Bezug auf Angebot und Nachfrage am Derivatemarkt
  • 6. Portfolio Protection: strebt die Abmilderung von extremen Verlustrisiken (left tail risks) durch eine differenzierte Absicherungsstrategie an
7% jährliche Outperformance als Ziel

Der Fonds soll unabhängig vom Marktumfeld positive absolute Erträge über beliebige Zwölf-Monats-Zeiträume erzielen. Er verfügt über ein Outperformance-Ziel von 7 Prozentpunkten über dem Geldmarktsatz p.a. (vor Gebühren) über beliebige Dreijahreszeiträume. Diese Performance soll bei einer Volatilität von 4 bis 8% erreicht werden. (mh)

Bild: © igor – stock.adobe.com

 

Crowdfunding gewinnt stark an Akzeptanz und Bekanntheit

Eine neue Studie des Informationsportals crowdfunding.de zeigt einen starken Anstieg der Bekanntheit von Crowdfunding. Auch die Bereitschaft zum Investieren ist 2020 deutlich gestiegen. Jeder dritte Befragte kann sich mittlerweile eine Investition vorstellen.

Das Informationsportal crowdfunding.de hat eine neue Untersuchung zur gesellschaftlichen Akzeptanz von Crowdfunding veröffentlicht. Für die Umfrage werden seit 2015 jedes Jahr 1.000 für Deutschland repräsentative Internetnutzer ab 18 Jahren befragt. Das Crowdfunding Barometer 2020 zeigt einen starken Anstieg bei der Bekanntheit von Crowdfunding und ein hohes Interesse an Crowdinvestments.

Mehrheit hat mittlerweile von Crowdfunding gehört

Knapp drei Viertel der Befragten haben der Umfrage zufolge schon einmal von Crowdfunding gehört. 44% der Befragten wissen, was Crowdfunding bedeutet und etwa jeder Sechste hat sich schon einmal finanziell an einem Crowdfunding beteiligt. Im Vergleich zum Vorjahr sind die jeweiligen Werte zwischen 4,5 und 6,7 Prozentpunkte gestiegen.

Jeder Dritte kann sich Investition vorstellen

Mittlerweile kann es sich jeder dritte Befragte eher oder sehr gut vorstellen, per Crowdfunding Geld zu investieren oder zu verleihen, um eine Rendite zu erzielen. Tatsächlich beteiligt haben sich bislang aber erst 4,8% der Befragten. Seit Beginn der Corona-Krise aktivieren laut crowdfunding.de zudem unzählige etablierte Unternehmen und Initiativen ihre Kunden-Crowd, um Unterstützung zu bekommen und neue Zielgruppen an das Thema Crowdfunding heranzuführen. Es sei davon auszugehen, dass sich dies positiv auf die Bekanntheit und Akzeptanz ausgewirkt hat und weiter auswirken werde. (mh)

Das Crowdfunding Barometer 2020 steht hier zum Download zur Verfügung.

Bild: © magele-picture – stock.adobe.com

 

Studie prognostiziert Vervielfachung von ETF-Sparplänen in Deutschland

ETF-Sparpläne liegen im Trend. Ende 2019 gab es deutschlandweit rund 1,3 Millionen solcher Sparverträge. Damit ist das Ende der Fahnenstange aber noch lange nicht erreicht. BlackRock und der Informationsdienst extraETF prognostizieren, dass sich diese Zahl bis 2025 vervielfachen wird.

Sparpläne auf börsengehandelte Indexfonds werden in den kommenden Jahren ein anhaltend hohes Wachstum verzeichnen. Die jüngsten Marktturbulenzen im Zusammenhang mit der Corona-Krise werden der dynamischen Entwicklung der vergangenen Jahre aller Voraussicht nach kein Ende setzen. Das geht aus einer Prognose des Informationsdienstes extraETF im Auftrag von BlackRock hervor.

Vervielfachung von 1,3 auf 7 Millionen

Den Experten zufolge wird die Zahl der ETF-Sparpläne in Deutschland bis zum Jahr 2025 auf rund 7 Millionen Verträge steigen. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von rund 30% im Vergleich zu Ende Dezember 2019, als es 1,3 Millionen entsprechender Verträge gab. Das jährliche Sparvolumen dürfte demzufolge im gleichen Zeitraum auf 11,2 Mrd. Euro steigen – sprich jährlich im Schnitt um 31%. Ende 2019 lag es bei 2 Mrd. Euro. Dabei legen die Experten eine durchschnittliche Sparplanrate in Höhe von 150 Euro zugrunde.

Konservative Prognose

Die Annahmen, die der Prognose von BlackRock und extraETF zugrunde liegen, seien im Vergleich zur historischen Entwicklung eher konservativ. So stieg die Zahl der ETF-Sparpläne von 2014 bis 2019 um durchschnittlich 53% pro Jahr. Das jährliche Sparvolumen legte in diesem Zeitraum im Schnitt jährlich um 58% zu. Die durchschnittliche Sparplanrate belief sich 2019 auf 153,50 Euro, im laufenden Jahr sind es bislang 174,70 Euro. Dass die erwarteten Wachstumsraten niedriger angesetzt sind als die bisherigen, sei weniger auf die jüngsten Börsenentwicklungen zurückzuführen als vielmehr auf den reifenden Markt. (mh)

Bild: © MQ-Illustrations – stock.-adobe.com

 

Nachhaltigkeit hat auch in der Krise eine positive Renditewirkung

Fidelity hat analysiert inwieweit nachhaltige (ESG) Kriterien sich in der Corona-Krise auf die Rendite ausgewirkt haben. Der Studie zufolge bestand auch während der Krise ein positiver Zusammenhang zwischen ESG und der Performance von Aktien und Anleihen.

Die rasant gestiegene Marktvolatilität infolge der Coronavirus-Pandemie hat nur scheinbar zu einem breit angelegten Ausverkauf geführt. Darauf deuten neue Daten von Fidelity International hin. Der Untersuchung zufolge brachte jeder Verbesserungsschritt im proprietären Fidelity-ESG-Rating eine um 2,8 Prozentpunkte höhere Aktienperformance. Für den Performancevergleich mit mehr als 2.600 Unternehmen haben die Fidelity-Analysten das firmeneigene ESG-Ratingsystem herangezogen. Die zukunftsgerichteten Ratings stützen sich unter anderem auf die Engagement-Strategie von Fidelity mit rund 15.000 individuellen Unternehmenstreffen pro Jahr.

Linearer Zusammenhang zwischen ESG und Rendite

ESG-Ratings und die Wertentwicklung von Unternehmen sind laut Fidelity somit auch in einer Krise positiv korreliert. Aktien und Anleihen mit einem guten Fidelity-ESG-Rating (A und B) schnitten auch in dieser kurzen Phase besser als durchschnittlich (C) oder schlecht bewertete (D und E) Unternehmen ab. Dabei bestehe zudem ein bemerkenswerter linearer Zusammenhang. In den 36 Tagen zwischen dem 19.02. und dem 26.03. fiel der S&P 500 um 26,9%. In dieser Phase haben sich Aktien von Unternehmen mit einem A-Rating durchschnittlich um 3,8 Prozentpunkte besser und Aktien von Unternehmen mit einem E-Rating durchschnittlich um 7,4 Prozentpunkt schlechter als der S&P 500 entwickelt.

Bedeutung von ESG-Analysen unterstrichen

„Unsere Untersuchungsthese, dass Unternehmen mit guten ESG-Bilanzen auch über bessere Managementteams verfügen und sich in einer Krise daher besser als der Markt entwickeln, wurde klar bestätigt“, kommentiert Jenn-Hui Tann, Leiter des Bereichs Stewardship und Sustainable Investing bei Fidelity International, die Studienergebnisse. „Es besteht ein grundsätzlicher Zusammenhang zwischen starken Nachhaltigkeitsfaktoren und Renditen, was die Bedeutung von ESG-Analysen als Bestandteil des fundamentalen Researchs unterstreicht.“

Auch A-Anleihen schnitten besser ab

Die Untersuchung ergab zudem, dass Anleihen von Unternehmen mit besserem ESG-Rating vom Jahresanfang bis zum 23.03. unbereinigt besser abschnitten als der Durchschnitt niedriger bewerteter Wettbewerber. Die Anleihen der 149 Unternehmen mit A-Rating erzielten eine durchschnittliche Rendite von –9,23%, verglichen mit –13,16% von Unternehmen mit B-Rating und –17,14% von Unternehmen mit C-Rating. (mh)

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Deutsche Privatanleger ziehen massiv Geld aus Publikumsfonds

Für Fondsgesellschaften war das erste Quartal 2020 auf den ersten Blick ein guter Start in das Jahr. 24 Mrd. Euro flossen ihnen netto in den ersten drei Monaten zu. Das verdanken sie aber ausschließlich Spezialfonds für professionelle Investoren wie Versicherer. Aus Publikumsfonds zogen sich deutsche Anleger stark zurück.

Den Fondsgesellschaften sind deutschlandweit im ersten Quartal 2020 netto 24,1 Mrd. Euro neue Mittel zugeflossen. Dazu haben vor allem offene Spezialfonds mit Zuflüssen von 32,7 Mrd. Euro beigetragen. Das ist ihr stärkster Jahresauftakt seit 2015, als Spezialfonds im ersten Quartal 44,4 Mrd. Euro erzielten.

Hohe Abflüsse aus Publikumsfonds

Aus offenen Publikumsfonds zogen private und institutionelle Anleger von Anfang Januar bis Ende März 2020 netto 13,9 Mrd. Euro ab. Dabei prägen Aktienfonds mit 14 Mrd. Euro Abflüssen das Absatzbild. Davon entfallen 5,7 Mrd. Euro auf Aktien-ETFs. Aus Mischfonds zogen Anleger 2,1 Mrd. Euro ab. Rentenfonds verzeichneten netto 0,6 Mrd. Euro Zuflüsse. Hier gab es aber deutliche regionale Unterschiede. Während Rentenfonds mit Euro-Anleihen ein Plus von 4,3 Mrd. Euro erzielten, flossen aus Produkten mit Schwerpunkt auf Anleihen aus Schwellenländern 2,1 Mrd. Euro und aus Fonds für Unternehmensanleihen 0,6 Mrd. Euro ab.

Nachhaltigen Publikumsfonds entziehen sich dem Trend

Nachhaltig anlegende Produkte konnten sich dem negativen Trend im Publikumsgeschäft entziehen. Bezogen auf das Neugeschäft aller Publikumsfonds verbuchten sie von Anfang Januar bis Ende März 2020 Zuflüsse von 3,4 Mrd. Euro. Aus anderen Publikumsfonds flossen 17,3 Mrd. Euro ab. Diese Entwicklung spiegelt sich in Europa wider. Nach Angaben von Morningstar erzielten nachhaltige Fonds europaweit Zuflüsse von 30 Mrd. Euro, während Anleger aus anderen Publikumsfonds 165 Mrd. Euro abzogen. (mh)

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