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3. August 2021
„Bernd“ teuerstes Schadenereignis in der Geschichte der Provinzial

„Bernd“ teuerstes Schadenereignis in der Geschichte der Provinzial

Infolge des Unwetters „Bernd“ haben Kunden der Provinzial konzernweit bislang über 33.000 Schäden mit einem Volumen von 761,3 Mio. Euro gemeldet. Wie der Konzern mitteilt, seien bereits über 70 Mio. Euro Entschädigungsleistungen geflossen. Die Gesamthöhe des Schadens sei aber noch nicht absehbar.

Nachdem bereits der GDV sowie Versicherer wie die Allianz (AssCompact berichtete) und die Versicherungskammer Bayern (mehr dazu hier) eine erste Schätzung zu den Schäden infolge der jüngsten Unwetter abgegeben haben, hat nun der Provinzial Konzern Zahlen zu den Schäden infolge von „Bernd“ vorgelegt. Das Tiefdruckgebiet hatte Mitte Juli durch große Regenmengen für verheerende Schäden vor allem in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gesorgt und 180 Menschen das Leben gekostet.

Dr. Wolfgang Breuer, Vorstandsvorsitzender der Provinzial Holding, erklärte hierzu: „Diese Unwetterkatastrophe hat sehr viel Leid über die Menschen in unserem Geschäftsgebiet gebracht. Das Tiefdruckgebiet Bernd ist das größte und teuerste Schadenereignis in der Geschichte der Provinzial.“

Über 33.000 Schadenmeldungen bislang eingegangen

Die Provinzial ist in den betroffenen Gebieten stark vertreten und hat dort viele Kunden. Wie der Konzern mitteilt, sind infolge des Unwetters „Bernd“ konzernweit insgesamt 33.142 Schäden gemeldet worden (Stand: 02.08.2021). Das Schadenvolumen beläuft sich auf 761,3 Mio. Euro. Hiervon entfallen 29.045 Schäden mit einem Schadenaufwand von 730,1 Mio. Euro auf die Sachsparten, also vor allem Wohngebäude und Hausrat. Kfz-Schäden sind 4.097 Schäden mit einem Aufwand von 31,1 Mio. Euro. Laut Provinzial seien bereits über 70 Mio. Euro Entschädigungsleistungen ausgezahlt worden. Die Gesamthöhe des entstandenen Schadens lasse sich derzeit noch nicht absehen. Dies sei der Vielfalt und der Komplexität der Schadenbilder und dem „unfassbaren Ausmaß“ der Katastrophe geschuldet, wie es in der Pressemitteilung weiter heißt.

Schadenregulierer aus allen Regionen zusammengezogen

„Wir haben unsere Kräfte in der Schadenregulierung aus allen Regionen des Konzerns gebündelt und unsere Bearbeitungsprozesse komplett auf eine möglichst pragmatische Hilfe für unsere Kunden ausgerichtet“, so Dr. Breuer weiter. Von einem Lagezentrum in Bonn aus würden täglich weiterhin die Schadenregulierer in die stark betroffenen Gebiete starten, unterstützt von weiteren Schadenregulierern anderer öffentlicher Versicherer und von externen Sachverständigen.

Auch über 40 Geschäftsstellen der Provinzial betroffen

Wie der Konzern weiter mitteilt, sind auch über 40 Provinzial-Geschäftsstellen sowie einige Sparkassenfilialen zum Teil erheblich getroffen. Mit vereinten Kräften und kollegialer Unterstützung sei es aber möglich gewesen, Erreichbarkeit, Arbeitsfähigkeit sowie die Kundenbetreuung vor Ort aufrechtzuerhalten. (tk)

Bild oben: Hochwasserkatastrophe in Ahrweiler, © Provinzial

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