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„Kunstwerke sind langfristig erstklassige Investments“

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„Kunstwerke sind langfristig erstklassige Investments“

Digitale Investments boomen. Finexity hat sich genau darauf fokussiert. Nach Immobilieninvestments bietet das FinTech nun auch Deutschlands erste digitale Investments in Kunst an. Warum sie auch in jedes Privatanlegerdepot gehören, erläutert Paul Huelsmann, Gründer und CEO von Finexity.

Herr Huelsmann, digitale Investments waren 2020 nicht zuletzt aufgrund der Corona-Pandemie auf dem Vormarsch. Können Sie das auch für Finexity bestätigen?

Ja. Wir sehen, dass mehr und mehr institutionelle Player in diesen Bereich gehen. Sobald der institutionelle Bereich noch stärker wird, wird es sich auch mehr und mehr im Privatanlegerbereich etablieren. Das ist sicher etwas, was uns auch 2021 umtreiben wird. Ich sehe vor allem drei große Themen in diesem Bereich.

Wie sehen diese aus?

Asset-Manager werden sich stark digitalisieren. Das betrifft insbesondere die Emittenten alternativer Investmentfonds, wo sich digitale Zeichnungsstrecken eta­blieren müssen und die digitale Verwaltung von Kunden die Kosten senken wird. Ein anderes Thema, das uns vor allem im Immobilienbereich beschäftigt, sind ESG-Kriterien. Der dritte Bereich sind digitale Assets. Sie sind die Zukunft. Institutionelle Anleger investieren derzeit stark im Bitcoin-Bereich, weil die Anlageklasse noch eine relativ niedrige Korrelation zum Aktienmarkt aufweist und dadurch eine gute Möglichkeit zur Diversifizierung bietet.

Finexity selbst hat zuletzt Deutschlands erstes digitales Kunstinvestment gestartet. Warum?

Wir schauen uns die Portfolios der ultra high-net-worth individuals und der institutionellen Anleger an und schauen, wie die ihr Kapital allokieren. Dabei sieht man, dass 44% und damit ein Großteil ihres Kapitals im illiquiden alternativen Bereich angelegt ist. Davon wiederum steckt ein Großteil im Immobilienbereich. Der Rest verteilt sich auf Private Equity, klassische Sachwerte oder auch Kunst und Oldtimer. Retail-Investoren haben allerdings vier Probleme, wenn sie in diese Märkte investieren wollen.

Welche?

Der erste Punkt sind hohe Eigenkapitalanforderungen. Punkt Nummer zwei sind hohe Informationsasymmetrien zwischen Käufern und Verkäufern. Privatkunden können oft gar nicht einschätzen, ob solch ein Investment langfristig tragbar ist. Der dritte Punkt ist der Verwaltungsaufwand. Egal ob Immobilien, Kunstwerke oder Old­timer – man muss sich nach dem Kauf um vieles kümmern. Das geht von der Verwaltung über die Lagerung und Pflege bis hin zur richtigen Versicherung.

Und der vierte Punkt?

Der vierte Punkt ist die Flexibilität. Das ist vor allem in den Bereichen Kunst und Oldtimer ein wichtiger Aspekt. Man hat in der Regel nicht die Möglichkeit, heute in einen Andy Warhol zu investieren und ihn morgen wieder zu verkaufen. Zudem sind die Prämien, die auf den Kauf bezahlt werden, signifikant hoch.

Was heißt das konkret?

Bei großen Auktionshäusern zahlt der Käufer ein Aufgeld von bis zu 26%. Aus einem Kaufpreis von 100.000 Euro werden dann schon 125.000 Euro. Dann kommt noch Umsatzsteuer obendrauf. Im Kunstbereich gibt es darüber hinaus eventuell noch das sogenannte Folgerecht, das heißt einen Anspruch des Urhebers auf bis zu 4% des Verkaufspreises, sodass aus 100.000 Euro Kaufpreis schnell 135.000 Euro werden. Bis sich diese 35% amortisiert haben, dauert es Jahre. Der Markt ist schließlich nicht so volatil wie zum Beispiel Kryptowährungen, wo Wertschwankungen von 10% pro Tag an der Tagesordnung sind. Kunstwerke sind oft Vermögenswerte, die über mehrere Generationen im Familienbesitz gehalten werden.

Sind Kunstinvestments dennoch auch für Privatanleger grundsätzlich interessant?

Wir wollen Privatanlegern die Möglichkeit geben, wie sehr vermögende Anleger zu investieren. Und diese legen einen Teil ihrer Vermögen auch in Kunst an. Wir denken zudem immer langfristig, und langfristig sind erstklassige Kunstwerke gute Investments. Darüber hinaus kaufen wir nur zu exzellenten Konditionen und zahlen keine großen Prämien. Mit Andy Warhols „Vegetarian Vegetable“ aus der Serie Campbell‘s Soup II haben wir im Dezember 2020 auch das erste digitale Kunst­investment in die Tat umgesetzt.

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Ein Artikel von
Paul Huelsmann