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Alternative Investmentfonds: Stabil und neu geordnet
24. Februar 2020

Alternative Investmentfonds: Stabil und neu geordnet

Alternative Investmentfonds (AIF) sind seit nunmehr über sechs Jahren am Markt. Seit der Einführung des Kapitalanlagegesetzbuchs (KAGB) hat sich der Markt neu geordnet. Das Emissionsvolumen der Publikumsfonds entwickelt sich seither relativ stabil – und ist zugleich stark geprägt von einer Asset-Klasse.

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Alternative Investmentfonds (AIF) sind seit nunmehr über sechs Jahren am Markt. Seit der Einführung des Kapitalanlagegesetzbuchs (KAGB) hat sich der Markt neu geordnet. Das Emissionsvolumen der Publikumsfonds entwickelt sich seither relativ stabil – und ist zugleich stark geprägt von einer Asset-Klasse.


Alternative Investmentfonds: Stabil und neu geordnet
Deutlich verbesserte Standards

Vor 2013 waren geschlossene Fonds weitgehend unreguliert. Inzwischen liegen dank der Einführung des KAGB klare regulatorische Vorgaben in Bezug auf die Konzeption, die Verwaltung und den Vertrieb von geschlossenen Publikums-AIF vor. Die Kapitalverwaltungsgesellschaften werden nach Vorschriften des KAGB überwacht und müssen eine angemessene Organisation und fachlich geeignete Geschäftsleitung sowie die Trennung von Risiko- und Portfoliomanagement nachweisen.

Zu diesen deutlich verbesserten Standards gehören vor allem die Einrichtung einer Verwahrstelle, klare Vorgaben hinsichtlich des Risiko- und Liquiditätsmanagements, die Ankaufsbewertung durch externe Bewerter und Regelungen bezüglich Fremdkapitalaufnahme, Währungsrisiko und Risikomischung. Anzumerken ist an dieser Stelle, dass durch die deutlich verbesserten Standards Risiken zwar abgemildert, aber natürlich nicht gänzlich verhindert werden können. Dies gilt gerade in Anbetracht der Tatsache, dass die AIF während der letzten Jahre in einer Hochpreisphase auf den Investmentmärkten ankauften.

Fazit

Seit Einführung des KAGB hat sich der Markt neu geordnet. Zum einen haben Publikums-AIF nun klare regulatorische Vorgaben in Bezug auf Konzeption, Verwaltung und Vertrieb. Zum anderen werden die Kapitalverwaltungsgesellschaften nach den Vorschriften des KAGB überwacht. Von den Emissionshäusern, die sich durch regelmäßige Marktpräsenz auszeichnen, wurden von 2014 bis 2019 pro Jahr im Schnitt 29 Fonds mit einem durchschnittlichen geplanten Eigenkapitalvolumen von kumuliert rund 1 Mrd. Euro aufgelegt.

Sachwerte, allen voran Immobilien, erfreuen sich im Umfeld weiterhin extrem niedriger Zinsen und des dadurch verursachten Anlagedrucks großer Beliebtheit. Die dadurch hervorgerufene Konkurrenz unter Investoren treibt die Preise und führte zu stark sinkenden Renditen. Dies wiederum erschwert die Konzeption geschlossener Publikums-AIF mit attraktivem Renditeniveau, weshalb eine signifikante Ausweitung der Emissionsaktivitäten für 2020 nicht erwartet wird. Deshalb kalkuliert Scope für das laufende Jahr bei geschlossenen Publikums-AIF ein prospektiertes Emissionsvolumen von leicht unterhalb 1 Mrd. Euro.

Den Artikel lesen Sie auch in AssCompact 02/2020 auf Seite 60f und in unserem ePaper.

©MohamadFaizal – stock.adobe.com


Stephanie Lebert Stephanie Lebert



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