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27. Mai 2026
Assekurata: PKV kämpft mit steigenden Kosten und politischen Unsicherheiten

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Assekurata: PKV kämpft mit steigenden Kosten und politischen Unsicherheiten

Assekurata: PKV kämpft mit steigenden Kosten und politischen Unsicherheiten

Weitere Beitragssteigerungen für 2026 erwartet

Die gestiegenen Leistungsausgaben haben die versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote weiter gedrückt. „Wie bereits im Vorjahr hat sie sich 2025 mit knapp 7,8% erneut der kritischen Marke von 5% genähert“, so Assekurata-Geschäftsführer, Dr. Reiner Will. Die bereits hohen Beitragsanpassungen konnten also die steigenden Leistungsausgaben nicht ausgleichen. Für 2026 wird das voraussichtlich erneut überdurchschnittliche Anpassungen für Versicherte bedeuten.

Die anhaltend hohen Ausgaben stellen die wirtschaftliche Substanz der Unternehmen auf den Prüfstand, so die Analyse. Je nach Kalkulationspolitik, Rückstellungsbildung und Kapitalanlageergebnis zeigen sich Unterschiede in der Beitragsentwicklung – und diese werden für Vermittler und Kunden zunehmen zu einem wichtigen Differenzierungsmerkmal.

Digitalisierung: Chance und Risiko zugleich

Ein Weg, wie die Versicherer versuchen, gegen den Kostendruck anzukommen, ist durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz. KI-Anwendungen kommen zunehmend in der Leistungsbearbeitung, im Risikomanagement und im Kundenservice zum Einsatz.

Eine zentrale Herausforderung bei der zunehmenden Digitalisierung ist die Datenresilienz – die Fähigkeit, sensible Versichertendaten auch bei Cyberangriffen oder Systemausfällen zu schützen und schnell wiederherzustellen. Die zunehmende Digitalisierung erhöht sowohl Datenmengen als auch die Anfälligkeit für Cyberangriffe. Eine Datenresilienz-Strategie sei daher nicht nur regulatorisch geboten, sondern entscheidend für einen stabilen Versicherungsvertrieb und das Vertrauen von Versicherten.

Geplante GOÄ-Reform wirft Schatten voraus

Auch die geplante Reform der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) wirft ihre Schatten voraus. Seit 30 Jahren unverändert, stellt das Update die Unternehmen vor Herausforderungen – und dürfte sich ebenfalls auf Leistungsausgaben auswirken. Neben der Anpassung von bestehenden Prozessen in der Leistungsbearbeitung muss die neue GOÄ auch bei der Produktentwicklung inhaltlich und kalkulatorisch berücksichtigt werden.

Politische Unsicherheiten prägen das Bild

Politische Unsicherheiten, die aus den strukturellen Schwächen der GKV resultieren, betreffen auch die PKV unmittelbar. Einerseits entstehen durch Leistungskürzungen bzw. der geplanten Einschränkung der kostenlosen Familienversicherung in der GKV Vertriebspotenziale in der PKV. Gleichzeitig erschwert die ab Jahreswechsel geplante Anhebung der Versicherungspflichtgrenze den Zugang zur PKV für viele Menschen erheblich.

Trotz dieser politischen Eingriffe bleibt die PKV mit ihrem kapitalgedeckten Ansatz und ihren Altersrückstellungen von 355 Mrd. Euro „langfristig ein zukunftsfähiges Finanzierungsmodell“, resümiert die Assekurata. (js)

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