Platz 1: Das größte Risiko für Unternehmen – weltweit und in Deutschland
Auf Platz 1 finden sich im Jahr 2026 nun schon zum fünften Mal in Folge Cybervorfälle als das weltweit größte Risiko. Mit 42% landen sie im internationalen Ranking mit Abstand auf dem vordersten Rang und sind damit das Top-Risiko. Zudem ist dies der höchste jemals erreichte Wert. Im Ranking für Deutschland liegen Cybervorfälle mit 52% prozentual sogar noch weiter vorne. Darüber hinaus stehen Cyberrisiken in jeder Region der Welt – das heißt Amerika, Asien-Pazifik, Europa sowie Afrika und Naher Osten – an erster Stelle, wie die Allianz mitteilt.
Warum schon zum fünften Mal in Folge?
Die anhaltende Spitzenplatzierung im Allianz Risk Barometer spiegele die zunehmende Abhängigkeit von digitaler Technologie in einer Zeit wider, in der sich die Cyberbedrohungslandschaft sowie das geopolitische und regulatorische Umfeld rasch verändern, heißt es weiter. Die anhaltende Bedrohung für Unternehmen aller Größen wird auch durch die jüngsten prominenten Cyberangriffe deutlich. Kleine und mittelgroße Firmen geraten vor allem aufgrund fehlender Ressourcen für Cybersicherheit zunehmend ins Visier von Kriminellen und stehen unter massivem Druck, so die Allianz.
Doch vollkommen ausgeliefert sind Unternehmen auch dieser Bedrohung nicht. Michael Bruch, Global Head of Risk Consulting Advisory Services bei Allianz Commercial, weist darauf hin, dass die Investitionen großer Unternehmen in Cybersicherheit und Resilienz sich ausgezahlt hätten. Diese Investitionen sorgten dafür, dass die Unternehmen Angriffe frühzeitig erkennen und darauf reagieren können, sagt er. „Allerdings entwickeln sich Cyberrisiken ständig weiter. Unternehmen sind zunehmend auf Drittanbieter für kritische Daten und Dienste angewiesen, während KI die Bedrohungen verstärkt, die Angriffsfläche vergrößert und bestehende Schwachstellen noch verschärft“, so Bruch.
Top 10: Die größten Risiken für Unternehmen in Deutschland
Im Ranking für Deutschland bleiben die Plätze 1 und 2 unverändert im Vergleich zum Vorjahr. Änderungen in Gesetzgebung und Regulierung sind jedoch neu auf Platz 3. Dies könnte der Allianz zufolge ein Hinweis auf bürokratische Pflichten für Unternehmen und regulatorische Unsicherheiten sein. KI ist übrigens ganz neu im Ranking vertreten. „Überraschend“ nennt die Allianz, dass politische Risiken und Gewalt gegenüber dem Vorjahr von Platz 6 auf 10 fallen, und zwar vor dem Hintergrund zahlreicher politisch motivierter Anschläge in Deutschland, z. B. auf die Bahn-Infrastruktur oder kürzlich in Berlin. In der nebenstehenden Grafik sind die zehn größten Risiken für Unternehmen in Deutschland aus dem Allianz Risk Barometer 2026 aufgelistet.
Über das Allianz Risk Barometer 2026
Für das Allianz Risk Barometer 2026, das von Allianz Commercial in Zusammenarbeit mit anderen Allianz-Einheiten erstellt wird, sind über 3.300 Teilnehmende, u. a. Risikoexperten, aus 97 Ländern nach ihren Top-Unternehmensrisiken befragt worden. (lg)
Grafik: © Allianz Commercial
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