Die Verbreitung der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) stagniert seit einigen Jahren. Doch nun soll politisch etwas Bewegung in die Thematik kommen: Kürzlich hat eine von der Bundesregierung beauftragte Rentenkommission Vorschläge vorgelegt, die das strauchelnde Rentensystem – darunter auch die bAV – reformieren sollen. So sollen beispielsweise im Rahmen eines Sozialpartnerdialogs konkrete Maßnahmen erarbeitet werden, um die Verbreitung der bAV insbesondere in bisher unterversorgten Bereichen deutlich zu erhöhen. Dem Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) dürfte das sicher gefallen, so erklärt das IVFP wiederholt, dass die betriebliche Altersversorgung als das attraktivste Instrument zum Aufbau einer kapitalgedeckten Altersvorsorge gilt.
Moderne Anlageinstrumente und größere Flexibilität
In den letzten fünf Jahren hat sich in der bAV einiges getan, erklärt das IVFP. So sind zunehmend moderne Anlageinstrumente im Angebot. Rebalancing, Ablaufmanagements oder die Vielfalt in der Fondsanlage werten Entscheidungsmöglichkeiten für den Verbraucher auf. In der Geldanlage selbst seien Renditewerte in den Musterfallberechnungen eher unter Druck geraten – das sei allerdings angesichts der Zinssituation nicht verwunderlich.
Auch zu beobachten sei eine stetige Verbesserung in der Flexibilität bei der Vertragsgestaltung und bei der Digitalisierung, doch dies seien keine bAV-spezifischen, sondern marktweite Entwicklungen.
Basisprodukt könnte Entlastung für Makler bedeuten
Auch seien Bemühungen bei der Reduzierung der Komplexität in der bAV zu erkennen. So schlägt beispielsweise der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) ein standardisiertes bAV-Basisprodukt vor, das als Direktversicherung konzipiert wäre und auf bestehende Systeme aufbauen soll – was zu einer spürbaren Entlastung für Arbeitgeber führen könnte. Für Makler könnte sich die Einführung eines solchen Produkts laut IVFP sogar positiv auswirken – so könnten unter anderem rechtliche Komplexität, Haftungsangst und andere Herausforderungen vermieden werden.
Auf Anbieterseite versuchen Unternehmen Komplexität vor allem im Bereich Produkt zu vermeiden. Die Anzahl der Comfort-Tarife – Tarife, mit Anlagekonzeption, deren Management komplett vom Versicherer übernommen wird – ist mit 25% der angebotenen Tarife höher als beispielsweise in der Privatrente.
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