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21. Januar 2026
Familienkapital statt Exit-Druck: Wie Aventus im Maklermarkt Maßstäbe setzt

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Familienkapital statt Exit-Druck: Wie Aventus im Maklermarkt Maßstäbe setzt

Familienkapital statt Exit-Druck: Wie Aventus im Maklermarkt Maßstäbe setzt

Die Beteiligung an Aventus erfolgt durch Familienkapital. Worin unterscheidet sich dieses Selbstverständnis grundlegend von klassischen Private-Equity-Ansätzen im Bereich der Maklerkonsolidierung?

Der Unterschied zwischen Familienkapital und Private Equity ist sehr groß. Private-Equity-Investments haben in der Regel eine kurze Haltedauer, sehr hohen Fremdkapitaleinsatz und kurzfristige Renditevorgaben.

Familienunternehmer investieren hingegen eigenes Vermögen mit einem offenen Zeithorizont. Entscheidungen werden nicht unter Verkaufsdruck getroffen, sondern mit Blick auf langfristige Stabilität, Reputation und Verantwortung gegenüber Mitarbeitern und Kunden. Wir sind im Markt vielleicht ein Gegenmodell zu Nervosität und Kurzfristigkeit.

Welche Bedeutung haben langfristige Perspektiven, unternehmerische Werte und persönliche Verantwortung bei Investitionsentscheidungen – gerade in einem Markt, der zunehmend von Finanzinvestoren geprägt ist?

Langfristigkeit bedeutet für uns, Verantwortung zu übernehmen – auch gerade dann, wenn Entscheidungen kurzfristig nicht die maximale Rendite versprechen. Werteorientierung ist dabei kein weicher Faktor, sondern ein wirtschaftlicher Erfolgsfaktor. Verlässlichkeit hat für uns und unsere Partner einen großen Stellenwert. Deshalb ermöglichen wir auch führenden Mitarbeitern, sich an Aventus langfristig zu beteiligen.

Vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen rund um die Helmsauer Gruppe sind Sie unter den großen Konsolidierern der einzig verbliebene rein familiengeführte Investor. Wie verändert das Ihre Wahrnehmung des Marktes und Ihre Verantwortung als Kapitalgeber?

Zunächst einmal ist so etwas immer traurig. Ich habe mit Herrn Helmsauer noch auf dem DKM-Podium gesessen. Die Entwicklung zeigt aber exemplarisch, wie sich Entscheidungsstrukturen verändern können, sobald Finanzinvestoren die Kontrolle übernehmen. Wenn Interessen divergieren, entscheidet am Ende nachvollziehbarerweise das Kapital. Die Anteilsmehrheit abzugeben, sehr stark fremdfinanziert zu wachsen und gleichzeitig noch als traditionelles Familienunternehmen aufzutreten, ist schwer miteinander zu vereinbaren. Ergebnisse aus solchen Divergenzen sind dann häufig nicht im Sinne der übernommenen Unternehmen, ihrer Mitarbeiter und ihrer Kunden.

Unsere Verantwortung als Familienunternehmer ist daher umso größer: Wir wollen eine verlässliche, langfristige Alternative bieten, die unternehmerische Identität respektiert und erhält. Wir geben Familienunternehmen eine langfristige Heimat.

Welche Signale senden diese Entwicklungen aus Ihrer Sicht an Makler, die sich aktuell mit der Frage eines Verkaufs oder einer Beteiligung beschäftigen?

Sie zeigen, wie entscheidend es ist, nicht nur auf den Kaufpreis zu schauen, sondern auf Strategie, Werte und Reputation des Partners.

Wenn Sie die Perspektive eines unabhängigen Maklers einnehmen: Nach welchen Kriterien sollte aus Ihrer Sicht der „richtige“ Käufer oder Partner ausgewählt werden – jenseits von Kaufpreis und Bewertung?

Wer verkauft, gibt sein Lebenswerk in andere Hände. Entsprechend wichtig ist die Frage, ob der Käufer langfristig denkt, unternehmerische Freiheit zulässt und auch in schwierigen Phasen verlässlich bleibt. Mein Tipp für die Auswahl: Ruhig auf das Bauchgefühl hören.

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