Neue Herausforderungen für Investoren und Kommunen
Die Ergebnisse der Analyse zeigen, dass Hitzestress künftig stärker in Standortanalysen, ESG-Bewertungen, Ankaufsprüfungen und Portfoliostrategien berücksichtigt werden sollte. Höhere Kühlungsbedarfe, steigende Betriebskosten und mögliche Nutzungseinschränkungen können sich auf die Wirtschaftlichkeit und auch die langfristige Werthaltigkeit von Immobilien auswirken. Hinzu kommen potenzielle Investitionen in Klimaanpassungsmaßnahmen wie Begrünung, Verschattung oder Entsiegelung. Zugleich steigt die Relevanz der regulatorischen Perspektive: Physische Klimarisiken wie Hitzestress werden im Rahmen von ESG-Anforderungen zunehmend berücksichtigt.
„Urbane Hitzebelastung entwickelt sich zu einem relevanten Standortfaktor. Für Investoren und Kommunen wird es deshalb immer wichtiger, klimatische Risiken frühzeitig zu identifizieren und in Planungs- und Investitionsentscheidungen einzubeziehen“, unterstreicht Sophie Nieder.
Über die Studie
Der strukturelle Hitzestressindex von Wüest Partner entwickelt, der die Hitzebelastung von Siedlungsräumen in ganz Deutschland auf Grundlage klimatischer, städtebaulicher und demografischer Faktoren bewertet. Die Berechnung erfolgt auf Rasterebene mit einer Auflösung von 100 x 100 Metern und macht Analysen vom bundesweiten Überblick bis hin zur konkreten Mikrolage möglich.
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