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26. Februar 2026
Unabhängigkeit des Maklers: Was Verbraucher darunter wirklich verstehen

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Unabhängigkeit des Maklers: Was Verbraucher darunter wirklich verstehen

Unabhängigkeit des Maklers: Was Verbraucher darunter wirklich verstehen

In mehreren Verfahren mussten Gerichte bereits über die „Unabhängigkeit“ des Maklers urteilen – bisher gingen die meisten Prozesse zuungunsten der Vermittler aus. Als Begründung wurde u. a. die Kundensicht auf den Begriff „unabhängig“ angeführt. Ein Makler hat nun von einem Marktforschungsunternehmen untersuchen lassen, wie Verbraucher den Begriff der Unabhängigkeit wirklich verstehen.

Das meinen Verbraucher zu „Unabhängigkeit“

In den Ergebnissen zeigt sich, dass die Befragten den Begriff „Unabhängigkeit“ allgemein, bevor überhaupt die Verbindung zur Versicherungsbranche hergestellt wurde, u. a. zunächst mit „Freiheit von Abhängigkeiten und Verpflichtungen“ (46,1%) verbinden. Auch genannt wurden zu der völlig offen gestellten Frage z. B. „autonome Entscheidungsfindung“ (35%), „finanzielle Unabhängigkeit“ (13,3%) und „Selbstausdruck und Meinungsfreiheit“ (5,3%).

Woran erkennen Befragte, ob eine Person, die Versicherungen vermittelt, unabhängig ist?

Im nächsten Schritt wurde in einer ebenfalls offen gestellten Frage ermittelt, welche spontanen Reaktionen die Befragten zum Begriff „unabhängig“ haben bei Personen, die Versicherungen vermitteln. Die konkrete Frage lautete: „Woran erkennen Sie, ob eine Person, die Ihnen Versicherungen anbietet oder vermittelt, aus Ihrer Sicht unabhängig ist?“ (siehe Grafik).

Unabhängigkeit des Maklers: Was Verbraucher darunter wirklich verstehen

Es ist zunächst festzuhalten, dass knapp die Hälfte (48,9%) der Befragten auf diese Frage keine konkrete Antwort hat. Die Befragten aber, die bei der Frage bestimmte Vorstellungen und Erwartungen entwickeln, antworten zu 15,6% mit „Produktvielfalt“, darunter nennen übrigens 14,8% „Angebote von mehreren verschiedenen Versicherungsunternehmen“.

9% der Befragten haben laut dem Untersuchungsergebnis die Erwartung, dass „unabhängig“ strukturell „keine Zugehörigkeit zu einem bestimmten Versicherungsunternehmen“ bedeutet, während 8,1% die Kriterien „Persönlichkeit/Ehrlichkeit/Vertrauen/Offenheit“ ansprechen und 7,2% auch „Beratung/Kundenbedarf“. Mit 4,3% wurden „Provision/Prämie/Vergütung“ genannt.

Einschätzung zur konkreten Tätigkeit

Ein Vermittler, der zu keinem bestimmten Unternehmen gehört, weisungsfrei agiert und Angebote verschiedener Unternehmen unterbreitet, wird von einer deutlichen Mehrheit (71,3%) als „(eher) unabhängig“ eingestuft, heißt es in der Analyse. 19% sehen ihn als „(eher) abhängig“ an. Dies wurde in einer weiteren Frage ermittelt, bei der die Antworten vorgegebenen waren.

 

Leserkommentare

Comments

Gespeichert von Martin Kasten … am 27. Februar 2026 - 10:42

Ich kenne keinen Makler, der provisionsfreie Produkte anbietet. 

Daher ist ein Makler nicht unabhängig.

Gespeichert von Nikolaus Caesa… am 28. Februar 2026 - 11:39

Sehr erstaunlich, was unabhängige Richter (die ihr Geld vom Staat bekommen) sich ausdenken. Ein Makler soll vom Verbraucher dann als unabhängig angesehen werden wenn er kein Geld für die Vermittlung bekommt. So dumm sind meine Kunden zumindest nicht, dass sie meinen ich würde kostenlos arbeiten. Hab ich wohl Glück gehabt. Dass sich dieser Unfug immer wiederholt ist noch erstaunlicher. Es gibt relativ verständige Menschen, die sich vorstellen können, dass kaum jemand kostenlos arbeitet. Ich bin der Meinung, Verbraucherzentralen die sich mit so etwas beschäftigen scheinen überfinanziert zu sein.