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7. April 2021
Was das Wahlprogramm der SPD für Vermittler bedeutet

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Was das Wahlprogramm der SPD für Vermittler bedeutet

Betriebliche Altersversorgung

Um die betriebliche Altersversorgung zu stärken, planen die Genossen tarifvertraglich vereinbarte kollektive Altersversorgungsformen zu bevorzugen. Zukunftsweisende Experimente wie bei den Grünen, die ihren in Aktien investierten Bürgerfonds als Standardprodukt in der bAV anbieten wollen (AssCompact berichtete), finden sich im Programmentwurf der SPD nicht.

Absage an die Riester-Rente

Die noch unter Rot-Grün eingeführte Riester-Rente stellt die Genossen nicht mehr zufrieden. Die SPD plant in ihrem Programmentwurf, ein neues standardisiertes Angebot der Altersvorsorge einzuführen. Dieses Standardprodukt soll kostengünstig, digital und grenzüberschreitend angeboten werden. Eine Beschreibung, die an das Konzept der Europarente (PEPP) erinnert, die voraussichtlich ab dem Frühjahr 2022 starten kann.

Kranken- und Pflegeversicherung

In der Pflegeversicherung streben die Genossen eine Vollversicherung als Bürgerversicherung an, die alle pflegerischen Bedarfe und Leistungen abdeckt. Im Gegensatz zur Rentenversicherung, soll es hier aber etwas schneller gehen. Die Bürgerversicherung in der Pflege, streben die Genossen bereits mittelfristig an. Außerdem will die SPD den Eigenanteil von Pflegebedürftigen mit kleinen und mittleren Einkommen deckeln.

Auf das Gesundheitssystem bezogen, vermerken die Genossen im Programmentwurf lediglich, eine Bürgerversicherung einführen zu wollen. Im Gegensatz zur Renten- und Pflegeversicherung fehlt hier eine zeitliche Einschränkung.

Wohnen: Mietenmoratorium

Unter der Zwischenüberschrift „Bezahlbar wohnen“, legen die Sozialdemokraten ihre Pläne rund um Miete und Eigenheimbesitz dar. Um den Mietpreisanstieg in Wohnlagen mit angespanntem Wohnungsmarkt zu begrenzen, wollen sie ein befristetes Mietenmoratorium einführen. Während der Frist sollen Mieterhöhungen dann maximal im Rahmen der Inflationsrate möglich sein. Außerdem wollen die Genossen die Mietpreisbremse und das Umwandlungsverbot von Miet- zu Eigentumswohnungen entfristen. Des Weiteren soll der Betrachtungszeitraum von Mietspiegeln auf acht Jahre verlängert und die Umlage von Modernisierungskosten auf die Mieter bei 4% gedeckelt werden.

 

Leserkommentare

Gespeichert von Jan Lanc (392496) am 07. April 2021 - 10:16

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Zum Glück wählt die SPD kaum noch jemand, dann ist deren Wahlprogramm für unsere Branche nicht von Bedeutung!

Gespeichert von Michael Bschor… am 07. April 2021 - 17:01

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Hallo, bin ich hier auf der Seite des Bayernkuriers gelandet oder auf der Seite der FDP? Ich finde den Aritkel sehr einseitig geschrieben ... selbst wenn die SPD hier durchkäme - es brächte auch viele Chancen ... und sorry: den schlechten Ruf haben viel zu viele Vermittler und VU's immer wieder bestätigt - gerade, was den Umgang mit Provisionen angeht. Da wir schon lange laufende Courtage der Abschlusscourtage vorziehen, wird sich uns das Thema nicht stellen ... meine Meinung - und Eure ? :-)