Wenn der Wegeunfall keiner war | AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft
AssCompact - Facebook AssCompact - LinkedIN AssCompact - Twitter AssCompact - Xing AssCompact - Youtube

Wenn der Wegeunfall keiner war
29. November 2019

Wenn der Wegeunfall keiner war

Eine Frau war auf dem Weg in die Arbeit auf einem nicht gestreuten oder geräumten Weg gestürzt und hatte sich eine langwierige Verletzung zugezogen. Daraufhin forderte sie von ihrem Arbeitgeber Schmerzensgeld, aber das bekommt sie laut einem aktuellen Urteil des Bundesarbeitsgerichts nicht.

1 / 2


Eine Frau war auf dem Weg in die Arbeit auf einem nicht gestreuten oder geräumten Weg gestürzt und hatte sich eine langwierige Verletzung zugezogen. Daraufhin forderte sie von ihrem Arbeitgeber Schmerzensgeld, aber das bekommt sie laut einem aktuellen Urteil des Bundesarbeitsgerichts nicht.

Wenn der Wegeunfall keiner war

Der Wegeunfall ist ein Klassiker unter den versicherten Tätigkeiten in der gesetzlichen Unfallversicherung. Doch was manchmal auf den ersten Blick wie ein solcher aussieht, hält einer gerichtlichen Bewertung dann gar nicht stand.

Kein Winterdienst am Nebeneingang

Im konkreten Fall war eine Pflegefachkraft eines Wintermorgens zum Dienst in einem Seniorenpflegeheim angetreten. Dabei wählte sie den Nebeneingang zum Gebäude und parkte ihr Auto in der Nähe, jedoch nicht auf dem Betriebsgelände. Auf dem Weg zum Nebeneingang rutschte sie aus und zog sich eine Fraktur am Außenknöchel zu - nun auf dem Betriebsgelände. Der Nebeneingang zum Gebäude war nicht beleuchtet, nicht gestreut und nicht geräumt.

Schwere, langwierige Verletzungen

Die Verletzungen der Verunfallten waren schwer und langwierig. So musste der Frau eine Metallplatte zur Schienung der Fraktur eingesetzt werden und ein mehrtägiger Krankenhausaufenthalt folgte. Im Weiteren traten auch noch Wundheilungsstörungen auf, die die Frau mehr als fünf Monate massiv einschränkten. Aus diesem Grund forderte sie von ihrem Arbeitgeber Schmerzensgeld und die Übernahmen aller aus dem Prozess entstandener Kosten sowie den Verdienstausfall ihres Ehemannes, der sich um sie und die Kinder kümmern musste. Außerdem forderte sie die Auslagen für ihre Fahrtkosten zu Ärzten, Physiotherapie etc.

Seite 1 Wenn der Wegeunfall keiner war

Seite 2 Prozessverlauf




Ähnliche News

Endlich hat sich auch der Deutsche Industrie- und Handelskammertag als Dachverband der IHK zur geplanten Übertragung der Aufsicht über Finanzanlagenvermittler auf die BaFin geäußert. Er erwartet in dessen Folge eine Verdrängung kleinerer Betriebe und eine „Fluchtwelle“ unter Haftungsdächer. weiterlesen
Beim Zugang zu Grundstücksteilen und baurechtlich nicht genehmigten Garagen kann man sich nicht auf das Gewohnheitsrecht berufen, wenn man den Privatweg eines Nachbarn nutzen möchte. Das geht aus einem aktuellen Urteil des BGH hervor, das nun vor dem Oberlandesgericht erneut verhandelt wird. weiterlesen
Bezugsberechtigt im Rahmen einer Versicherungsleistung ist derjenige, der in den Unterlagen als solcher festgelegt wird. Doch was ist, wenn die Intention eine ganz andere war? Dazu musste der BGH eine Entscheidung treffen. weiterlesen

AssCompact Abonnement

Sie wollen das AssComapct Magazin und/oder den AssCompact Newsletter abonnieren? Klicken Sie hier

Sie sind bereits Leser des AssCompact Magazins und möchten Ihre Daten ändern? Klicken Sie hier

Empfohlener Artikel

Die Finanz- und Versicherungsbranche ist bei Nachwuchskräften alles andere als beliebt. Von 14 Branchen landet sie im aktuellen „Young Professionals Barometer“ von Trendence auf dem vorletzten Platz. Welche Versicherer in der Liste der Wunscharbeitgeber ganz vorne liegen, zeigt AssCompact in einer Bildergalerie.