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21. April 2026
Wenn eine KI von A bis Z das Portfolio managt

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Wenn eine KI von A bis Z das Portfolio managt

Wenn eine KI von A bis Z das Portfolio managt

Wie verhalten sich die Kosten bei einer Anlage in IIINITY-Produkten? Günstiger als klassische aktiv gemanagte Fonds?

IIINITY will kein Billiganbieter sein. Wir bieten Risikomonitoring, Szenarioanalyse und Portfoliosteuerung auf institutionellem Niveau. Die Depotlösung liegt bei 0,75% p. a. zzgl. MwSt., hinzu kommt eine flexibel einstellbare Vermittlervergütung zwischen 0% und 1,25% p. a. Der Berater bleibt frei in seiner Gestaltung und profitiert von Services wie Reporting, Vertriebsunterstützung und Schulungen. So liegen wir klar unter klassischen aktiv gemanagten Fonds, sind aber kein ETF von der Stange.

Trifft die KI weniger „Fehlentscheidungen“ als ein Fondsmanager?

Dass aktiv gemanagte Fonds ihren Vergleichsindex langfristig mehrheitlich nicht schlagen, ist längst bekannt. Eine KI kann das auch nicht garantieren. Das sage ich offen.

Aber stellen Sie sich einen Fondsmanager vor, der im März 2020 um 6 Uhr morgens aufwacht und die roten Kurse sieht. Was tut er? Oder einen, der kurz vor Jahresende sein Portfolio „aufhübscht“, damit der Bericht gut aussieht. Der lieber nah an der Benchmark bleibt, weil echter Mut den Job kosten kann. Das sind keine Ausnahmen, das sind systematische Muster, wissenschaftlich dokumentiert.

IIINITY kennt keines davon. Kein Panik-Trading, keine Selbstüberschätzung, kein Benchmark-Kleben. Das macht KI nicht unfehlbar, aber es eliminiert eine ganze Klasse strukturell eingebauter Fehler.

Viele Menschen vertrauen KI noch nicht so ganz. Wird es noch dauern, bis derartige KI-gesteuerte Anlageprodukte wirklich Anklang finden?

Das Vertrauen kommt schneller, als die meisten denken. Laut einer DekaBank-Umfrage würden 36% einer KI eigenständige Anlageentscheidungen anvertrauen. Das nehme ich ernst.

Als Online-Banking kam, wollten Menschen ihr Geld lieber am Schalter überweisen. Was Vertrauen wachsen lässt, ist nicht das Wort „KI“, sondern Transparenz. Berater, die sagen können: „Das System entscheidet nach definierten Regeln, und ich kann Ihnen das anhand von Wahrscheinlichkeiten erklären“, die haben ein Narrativ, das weit über „Ich glaube, der Fonds ist gut“ hinausgeht.

Bieten Sie die Fonds auch für Makler oder Berater zur Vermittlung an, sei es als Direktanlage oder für Fondspolicen?

Absolut, Makler und Berater sind unser Herzstück. Die Lösung ist B2B-konzipiert: Der Berater bleibt Vertrauensanker, wir liefern Portfoliomethodik und Reporting.

Die Portfolios sind z. B. über die Deutsche Gesellschaft für Ruhestandsplanung zugänglich. Positive Rückmeldungen kommen besonders aus zwei Lagern: Jüngere Makler sagen, sie hätten endlich etwas, was sie den FinTechs auch innerhalb einer Versicherungslösung entgegenstellen können. Und die erfahrenen Berater stellen sich eine andere Frage: Muss ich meinen mühsam aufgebauten Bestand, mein Lebenswerk, überhaupt verkaufen, wenn eine KI es weiter verwalten kann?

Haben Sie schon Anfragen von Versicherern dazu bekommen? Wie wird IIINITY angenommen?

Die Resonanz ist bemerkenswert. Seit Jahresanfang sind unsere Portfolios über die Fondspolice der Liechtenstein Life erhältlich. Die Anfragen kommen nicht aus einem „KI ist der nächste Hype“-Reflex, sondern aus echtem operativen Interesse. Auch mit Pools, Finanzvertrieben und Family Offices laufen vielversprechende Gespräche.

Was mich persönlich am meisten reizt: vollständig individuelle Kundenportfolios, exakt zugeschnitten auf einen einzelnen Menschen. Da die KI automatisiert optimiert, entsteht kein proportionaler Mehraufwand, ob zehn oder tausend Mandate. Wir stehen bei vielleicht 5% dessen, was möglich ist. Ich bin überzeugt, dass wir in zehn Jahren auf heute zurückblicken und sagen: Das war der Moment, in dem regelbasierte, KI-optimierte Anlage zur Normalität wurde.

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